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07:48 Uhr, 06.02.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Amazon verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz von 213,4 Milliarden US-Dollar und damit einen Tick mehr, als Analysten im Konsens mit 211,4 Milliarden prognostiziert hatten. Die Entwicklung war auf ein solides Weihnachtsgeschäft und ein starkes Wachstum im Geschäft mit Rechenzentren zurückzuführen. Die Erlöse von Amazon Web Services (AWS) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie betrug 1,95 Dollar verglichen mit der Konsensschätzung der Wall Street von 1,97 Dollar. Der Nettogewinn für den Zeitraum betrug 21,2 Milliarden Dollar und entsprach damit in etwa den Analystenerwartungen von 21,1 Milliarden. Der Handelsriese veranschlagt Umsätze für das laufende Quartal zwischen 173,5 Milliarden und 178,5 Milliarden Dollar. Die Analystenschätzung liegt bei 175,6 Milliarden. Das Unternehmen peilt einen Betriebsgewinn zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar an. Der Konzern erhöht seine Ausgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz, senkt gleichzeitig die Kosten, entlässt weitere 16.000 Mitarbeiter und schließt leistungsschwache Geschäftsbereiche. Das Unternehmen gab an, dass es für das Jahr 2026 Investitionsausgaben von 200 Milliarden US-Dollar erwarte - eine Steigerung von 56 Prozent auf Jahressicht, da das Unternehmen die Ausgaben für Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz beschleunigt. Die Aktien fielen im nachbörslichen US-Handel in einer ersten Reaktion um 9,4 Prozent.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

13:00 US/Philip Morris International Inc, Jahresergebnis

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Februar 
          PROGNOSE: 55,0 
          zuvor:    56,4 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.784,00  -0,2% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.449,60  -0,4% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.708,80  -2,0% 
Nikkei-225 (Tokio)        54.253,68  +0,8% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.623,70  -1,0% 
Shanghai-Comp.             4.083,15  +0,2% 
Kospi (Seoul)              5.089,14  -1,4% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Ausgelöst durch einen neuerlichen Abverkauf von Technologiewerten an der Wall Street herrschte auch hier Risikoaversion vor. An der Börse in Tokio waren die am Wochenende anstehenden vorgezogenen Wahlen das Thema. Laut Umfragen lokaler Medien liegt das Momentum bei der Liberaldemokratischen Partei, so die Strategen von TD Securities. Der Nikkei-225 schloss 0,8 Prozent höher. Hier profitierten die Chip- und Maschinenexporteure von einem schwächeren Yen. Die japanische Währung tendierte zunächst leichter, nachdem ein hochrangiger Vertreter der Bank of Japan signalisierte, dass die Normalisierung der Geldpolitik "zeitnah und angemessen" voranschreiten werde. An der Börse in Seoul ging es hektisch zu, hier kam es wohl zu Handelsunterbrechungen, da ausländische Investoren im großen Stil Aktien verkauften und der Won auf neue Tagestiefs rutschte. Der Abverkauf wurde auf wachsende Zweifel der Investoren an der Rentabilität der massiven KI-Ausgaben zurückführt. Der Kospi verlor 1,4 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,6 Prozent zu Buche. In Sydney ging es um 2 Prozent nach unten. Hier belasteten nachgebende Rohstoffpreise. Anzeichen einer schwächeren Nachfrage in China belasten wahrscheinlich die Stimmung, schrieb ANZ Research.

WALL STREET

INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
DJIA                    48.908,72        -1,2%    -592,58          +3,0% 
S&P-500                  6.798,40        -1,2%     -84,32          +0,5% 
NASDAQ Comp             22.540,59        -1,6%    -363,99          -1,5% 
NASDAQ 100              24.548,69        -1,4%    -342,55          -1,4% 
 
                     Donnerstag  Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,52 Mrd    1,62 Mrd 
Gewinner               939       1.601 
Verlierer            1.836       1.152 
Unverändert             61          76 
 

Schwach - Die Verunsicherung mit Blick auf die Softwarebranche dauert an, der Branchenindex im S&P-500 gab weitere 1,7 Prozent ab. Auslöser war das KI-Unternehmen Anthropic, das ein Zusatzmodell für seinen Chatbot Claude vorgestellt hatte, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann. Am Markt sah man dadurch das Geschäftsmodell der Anbieter von Software-as-a-Service gefährdet. Vor diesem Hintergrund wurde die Absicht von Alphabet, die Investitionen 2026 zu verdoppeln, kritisch hinterfragt, zumal der Markt von deutlich niedrigeren Ausgaben ausgegangen war. Daher stand der gesamte Technologiesektor unter Druck. Nach zuletzt schwachen ADP-Daten sendete der Arbeitsmarkt erneut Zeichen der Schwäche. Die wöchentlichen Daten fielen schwächer als veranschlagt aus. Zudem sank die Zahl der offenen Stellen im Dezember auf das tiefste Niveau seit 2020. Alphabet hatte mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Kritisch sahen Anleger aber die Investitionspläne - die Aktie fiel daher um 0,5 Prozent. Qualcomm stürzten um 8,5 Prozent ab. Der Chiphersteller hatte zwar besser abgeschnitten als erwartet, mit der Umsatzprognose jedoch die Konsenserwartung verfehlt. Nvidia (-1,4%) hatte Vertreter der US-Regierung gewarnt, dass die kürzlich veröffentlichten Vorschriften für Chip-Exporte nach China zu streng seien und zu Lasten der Nachfrage gehen könnten.

US-ANLEIHEN

Die Notierungen der US-Anleihen zeigten sich fester. Die Zehnjahresrendite verlor mit den schwachen Arbeitsmarktdaten 8 Basispunkte auf 4,20 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN      zuletzt       +/- %      00:00  Do, 8:55 Uhr   % YTD 
EUR/USD       1,1798         0,1     1,1782        1,1801   +0,5% 
EUR/JPY       185,02         0,0     185,01        185,49   +0,5% 
EUR/GBP       0,8693        -0,1     0,8703        0,8661   -0,9% 
GBP/USD       1,3572         0,3     1,3537        1,3625   +1,3% 
USD/JPY       156,83        -0,1     157,04        157,19   +0,0% 
USD/KRW     1.468,75        -0,2   1.471,78      1.464,27   +1,4% 
USD/CNY       6,9595         0,0     6,9589        6,9593   -1,0% 
USD/CNH       6,9396         0,0     6,9382        6,9405   -0,6% 
USD/HKD       7,8113        -0,0     7,8135        7,8083   +0,4% 
AUD/USD       0,6957         0,4     0,6929        0,6978   +4,9% 
NZD/USD       0,5978         0,5     0,5951        0,5990   +4,2% 
BTC/USD    65.215,85         2,0  63.926,40     70.797,45  -18,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Euro zog zunächst leicht an, kam dann aber wieder zurück. Die EZB hatte ihren Leitzins wie erwartet bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde spielte die jüngste Aufwertung der Gemeinschaftswährung zwar herunter und stützte damit die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich. Allerdings könnte die EZB ihren Leitzins nach Einschätzung von ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski wegen des starken Euro doch noch senken. Der Dollar-Index erholte sich von den Tagestiefs und zeigte sich zuletzt 0,3 Prozent fester. Gestützt wurde der Greenback auch von falkenhaften Aussagen von Atlanta-Fed-Präsident Raphael Bostic.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE      zuletzt      Vortag      +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold        4.840,78    4.774,29      +1,4%        +66,50  +14,9% 
Silber         73,22        70,9      +3,3%         +2,32  +23,7% 
Platin      1.676,39    1.690,39      -0,8%        -14,00   +8,2% 
Kupfer          5,77        5,82      -0,9%         -0,05   +2,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Bei Gold (-2,8%) wurden Gewinne mitgenommen - der Markt blieb äußerst volatil.

ÖL

ROHÖL        zuletzt  VT-Schluss      +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex      64,15       63,29      +1,4%         +0,86  +11,8% 
Brent/ICE      68,36       67,55      +1,2%         +0,81  +12,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Erdöl verbilligte sich um rund 2,9 Prozent. Belastet wurde Rohöl von den nun doch geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA am Freitag im Oman. Damit sanken Angebotssorgen.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

FED

Die meisten Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve scheinen entschlossen zu sein, die Leitzinsen in naher Zukunft stabil zu halten. Dazu gehört auch der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic. "Für mich ist die Inflation schon zu lange zu hoch", sagte Bostic während einer Veranstaltung an der School of Business der Clark Atlanta University. "Es ist wichtig, dass unsere Politik eine moderat restriktive Haltung beibehält. Denn dies ist eine Position, welche die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir die Inflation wieder auf unser 2-Prozentziel zurückführen."

BANCO DE MEXICO

Die mexikanische Zentralbank hat ihren Leitzins unverändert bei 7,0 Prozent belassen.

PRIVATE AUSGABEN JAPAN

- Konsumneigung Dez -1,9 Pkt gg Vorjahr

- Konsumneigung Dez 37,0%

- Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Dez -3,6% gg Vorjahr

- Ausgaben privater Haushalte Dez -2,6% (PROGNOSE: +0,1%) gg Vorjahr

NEWS CORP

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 06, 2026 01:48 ET (06:48 GMT)

hat im zurückliegenden Quartal höhere Umsätze verzeichnet, die auf Wachstum bei Dow Jones, HarperCollins Publishers und mit digitalen Immobiliendiensten zurückzuführen sind. CEO Robert Thomson sagte laut Mitteilung des US-Medienkonzerns, er sehe "günstige Anzeichen für die zweite Hälfte unseres Geschäftsjahres". News Corp übertraf mit seinen Umsätzen die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz von Dow Jones, dem Herausgeber des Wall Street Journal, von MarketWatch, Barron's und anderer Titel, stieg um 8 Prozent auf 648 Millionen US-Dollar, während der Segmentgewinn um 10 Prozent auf 191 Millionen US-Dollar stieg.

TOYOTA MOTOR

Koji Sato tritt als Vorstandsvorsitzender von Toyota Motor zurück. Der weltgrößte Autobauer meldet zugleich einen Rückgang des Quartalsnettogewinns. Der japanische Autokonzern teilte mit, dass sein Finanzvorstand, Kenta Kon, der neue CEO sein wird. Toyota verzeichnete für die drei Monate bis Ende Dezember einen Nettogewinn von 1,257 Billionen Yen, was 8 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies ist ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Vorjahres war durch einmalige Gewinne im Zusammenhang mit einer Änderung bei der Haltung von auf Fremdwährungen lautenden Vermögenswerten begünstigt worden.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln/ros

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