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07:45 Uhr, 28.01.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA I +++++

Die Federal Reserve wird die Leitzinsen bei ihrer anstehenden Sitzung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unverändert lassen und den Leitzins in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Die Märkte wissen das. Die Notenbanker wissen es. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell weiß es. Dennoch dürfte Powells Pressekonferenz nach der Sitzung angesichts des politischen Drucks, der auf der Fed lastet, eine der am genauesten beobachteten seiner Amtszeit werden. Die Fed geht in das Jahr 2026, nachdem sie die Zielspanne für die Federal-Funds-Rate in der zweiten Jahreshälfte 2025 um 75 Basispunkte gesenkt hat. Die Inflation ist von ihren Höchstständen zurückgegangen, bleibt aber über dem 2-Prozent-Ziel der Fed, wobei die jüngsten Daten kaum Hinweise auf einen klaren Abwärtspfad bieten. Die Arbeitslosenquote, die nun bei 4,4 Prozent liegt, ist leicht gestiegen, aber nicht sprunghaft. Die Zahl der Neueinstellungen hat sich verlangsamt, doch Entlassungen bleiben verhalten. Diese Kombination legt eine Pause bei den Zinssenkungen nahe. Nach Einschätzung von Ökonomen der Citi werden die Fed-Vertreter "keine Probleme damit haben, die Leitzinsen unverändert zu lassen". Das entscheidende Signal werde jedoch von Powells Tonfall ausgehen, insbesondere davon, "wie weit Powell die Tür für künftige Senkungen offen hält". Politische Schlagzeilen, Unsicherheit im Handel und sich verschiebende Erwartungen an die Führung der Fed haben dazu geführt, dass Anleger schneller auf Powells Tonfall reagieren als auf die Daten. Die Stimmung der Anleger könne schnell umschlagen, wenn politische Spekulationen auf die Geldpolitik treffen, sagte Ben Fulton, Vorstandsvorsitzender von WEBs Investments. Dies mache die Märkte anfällig für stärkere Bewegungen, falls Powells Wortwahl die Erwartungen verändert. Powell dürfte bei der Pressekonferenz wiederholen, dass geldpolitische Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung getroffen würden und dass die Fed-Vertreter mehr Wirtschaftsdaten benötigten, bevor sie die Zinsen erneut änderten. Ob die Märkte dies klar verstehen, hängt möglicherweise vom politischen Hintergrund ab.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Texas Instruments hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Umsatz verzeichnet, obwohl der Gewinn leicht zurückging. Die Aktie legte in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel um 5,5 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern wies für das am 31. Dezember beendete Quartal einen Gewinn von 1,16 Milliarden US-Dollar oder 1,27 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 1,21 Milliarden Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie im Vorjahr. Von Factset befragte Analysten hatten mit 1,29 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar. Die von Factset befragten Analysten hatten einen Umsatz von 4,44 Milliarden Dollar prognostiziert. Für das erste Quartal rechnet Texas Instruments mit einem Umsatz von 4,32 Milliarden bis 4,68 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 1,22 und 1,48 Dollar liegen. Von Factset befragte Analysten prognostizieren einen Umsatz von 4,42 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,26 Dollar je Aktie.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

12:30 US/AT&T Inc, Ergebnis 4Q

12:30 US/GE Vernova Inc, Ergebnis 4Q

22:00 US/Meta Platforms Inc, Ergebnis 4Q

22:00 US/Starbucks Corp, Ergebnis 1Q

22:05 US/International Business Machines Corp (IBM), Ergebnis 4Q

22:05 US/Microsoft Corp, Ergebnis 2Q

22:05 US/Tesla Inc, Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- CA 
    15:45 Bank of Canada (BoC), Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats 
          PROGNOSE: 2,25% 
          zuvor:    2,25% 
 
- US 
    16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen 
          Energy Information Administration (EIA) 
 
    20:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung (20:30 Pk) 
          Fed-Funds-Zielsatz 
          PROGNOSE: 3,50% bis 3,75% 
          zuvor:    3,50% bis 3,75% 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      7.012,50  +0,5% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  26.214,00  +1,1% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.933,90  -0,1% 
Nikkei-225 (Tokio)        53.358,71  -0,0% 
Hang-Seng (Hongk.)        27.766,49  +2,4% 
Shanghai-Comp.             4.159,46  +0,5% 
Kospi (Seoul)              5.170,81  +1,7% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Mehrheitlich mit Aufschlägen zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Händler sprechen von Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Zinssenkungen werden dieses Mal nicht erwartet. Da sich die Amtszeit von Notenbank-Chef Jerome Powell allerdings dem Ende nähert, rechnen zahlreiche Teilnehmer damit, dass er die übliche politische Zurückhaltung bei seinen Aussagen aufgeben könnte. In Asien folgten vor allem technologie-lastige Börsen dem Kursplus der Wall Street. In Südkorea sprang der Kospi erneut auf ein Rekordhoch und schloss mit einem Plus von 1,7 Prozent. Vor allem beim Hersteller von knappen RAM-Speichern, SK Hynix, ging es um weitere 5,3 Prozent höher. Auch Rüstungshersteller waren gesucht, Hanwha Aerospace stiegen um 5,1 Prozent. Hier trieben starke Vorgaben von den US-Zahlen von RTX (Raytheon). In Hongkong ist der Hang-Seng-Index aus seiner mehrmonatigen Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen und legt im späten Handel um 2,4 Prozent zu. Stützend wirken Berichte aus dem Finanzministerium über die Bereitschaft zu Steuererleichterung zur Förderung des Wachstums. Allein vergangenes Jahr hätten diese schon über 400 Milliarden Dollar betragen.

WALL STREET

INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
DJIA                    49.003,41        -0,8%    -408,99          +2,8% 
S&P-500                  6.978,60        +0,4%      28,37          +1,5% 
NASDAQ Comp             23.817,10        +0,9%     215,74          +1,5% 
NASDAQ 100              25.939,74        +0,9%     226,53          +1,8% 
 
                      Dienstag    Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,15 Mrd   1,16 Mrd 
Gewinner             1.501      1.411 
Verlierer            1.244      1.354 
Unverändert             98         81 
 

Etwas fester - Auch am Dienstag hat an der Wall Street positive Stimmung dominiert. Der marktbreite S&P-500 erreichte sogar ein Allzeithoch. Das Prinzip "Sell America" schien am Aktienmarkt anders als beim Dollar keine große Rolle zu spielen. Die jüngste Eskalation mit neuen US-Zolldrohungen gegen Kanada und Südkorea schien Anleger genauso wenig zu schrecken wie die Möglichkeit eines neuen teilweisen Regierungsstillstands ab Freitag. Der Dow-Jones-Index wurde gedrückt vom Einbruch bei Unitedhealth. Am Dienstag begann die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Von der Fed wird keine Änderung des Leitzinses erwartet. Da sich die Amtszeit von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dem Ende zuneigt, könnte er seine übliche rhetorische Zurückhaltung aufgeben. Insofern versprechen seine Kommentare am Mittwoch spannender zu werden als üblich. Derweil hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im Januar überraschend eingetrübt. Am Aktienmarkt kletterten Werte mit KI-Bezug, nachdem der Sektor in Asien besonders gut gelaufen war. Micron Technology teilte zudem mit, dass das Unternehmen aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Speicherchips in den nächsten zehn Jahren rund 24 Milliarden US-Dollar in Singapur investieren werde - der Kurs stieg um 5,4 Prozent. Berichte über eine Kooperation der südkoreanischen SK Hynix mit Microsoft (+2,2%) kamen ebenfalls gut an. Coreweave sprangen um 10,7 Prozent. US-Gesundheitstitel gingen auf Talfahrt, nachdem die Trump-Regierung eine sehr niedrige Anhebung der Sätze für die Medicare-Versicherung vorgeschlagen hatte - Analysten hatten mit deutlich höheren Aufschlägen gerechnet. Unitedhealth brachen um 19,6 Prozent ein, zusätzlich belastet von schwachen Geschäftszahlen. Die Aktien der Mitbewerber Humana und CVS Health stürzten um 21 bzw. 14 Prozent ab.

US-ANLEIHEN

Die Renditen langlaufender Anleihen legten leicht zu. Die Zehnjahresrendite stieg um zwei Basispunkte auf 4,23 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN      zuletzt       +/- %      00:00  Di, 08:20   % YTD 
EUR/USD       1,1995        -0,4     1,2042     1,1873   +1,1% 
EUR/JPY       183,09        -0,2     183,41     183,47   -0,6% 
EUR/GBP       0,8689        -0,1     0,8697     0,8675   -0,4% 
GBP/USD       1,3805        -0,3     1,3847     1,3687   +1,5% 
USD/JPY       152,64         0,2     152,30     154,52   -1,7% 
USD/KRW     1.423,25        -0,8   1.434,16   1.444,75   +0,1% 
USD/CNY       6,9711         0,1     6,9638     6,9895   -0,5% 
USD/CNH       6,9394         0,1     6,9334     6,9539   -0,4% 
USD/HKD       7,8014         0,0     7,7990     7,7994   +0,2% 
AUD/USD       0,7003        -0,1     0,7009     0,6918   +3,6% 
NZD/USD       0,6028        -0,2     0,6042     0,5968   +3,6% 
BTC/USD    89.025,20        -0,1  89.151,10  88.322,60   -0,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der US-Dollar blieb den dritten Tag in Folge unter Druck, der Dollar-Index büßte weitere 1,3 Prozent ein. Der Euro stieg auf rund 1,2030 Dollar. Starke Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer gingen wohl zulasten des Greenbacks. Zu den Risiken für den Dollar in dieser Woche zählten möglicherweise schwache US-Emissionen.

++++ ROHSTOFFE +++++

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 28, 2026 01:45 ET (06:45 GMT)

METALLE

METALLE      zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold        5.260,61    5.176,95      +1,6%     +83,66  +16,0% 
Silber        114,71    112,1765      +2,3%      +2,54  +45,7% 
Platin      2.234,16    2.198,89      +1,6%     +35,27  +23,9% 
Kupfer          5,98        5,86      +2,1%      +0,12   +2,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Die Preise für Gold und Silber zogen weiter an. Die Feinunze Gold verteuerte sich um 3,3 Prozent auf 5.178 Dollar. Dollar-Schwäche und die geopolitische Verunsicherung stützten. Händler verwiesen zudem auf die hohen Verschuldungsquoten der Staaten und die andauernden Käufe der Notenbanken. Yardeni Research rechnet mit einem Goldpreisanstieg auf 6.000 Dollar je Unze noch in diesem Jahr und mit 10.000 Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts. Die Hausse im Goldpreis setzt sich auch am Mittwoch fort. Mit 5.250 Dollar je Feinunze markiert sie neue Rekordstände, und auch in Euro ist sie so teuer wie nie. Damit ist sie bereits den meisten Jahresprognosen enteilt.

ÖL

ROHÖL        zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex      62,81       62,39      +0,7%      +0,42   +8,3% 
Brent/ICE      67,96       67,57      +0,6%      +0,39  +10,5% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Am Erdölmarkt drehten die Preise deutlich ins Plus. Der Preis für das Barrel der US-Sorte WTI erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 62,39 Dollar. Die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen im Iran seien nicht der einzige Grund für den Preisanstieg der vergangenen Wochen, urteilte Analyst Fawad Razaqzada von Forex.com. Er verwies auf den andauernden Krieg in der Ukraine, der trotz stattfindender Friedensgespräche weiter tobe. Damit bleibe es vorerst bei Sanktionen gegen Russland und die dortige Ölbranche. Produktionsausfälle in den USA durch Frost trügen ebenfalls zu Angebotssorgen bei.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

ZOLLSTREIT USA / SÜDKOREA

Die Trump-Regierung hat Südkorea davor gewarnt, US-Technologieunternehmen mit diskriminierenden Regulierungen und Untersuchungen ins Visier zu nehmen. Viele der jüngsten Diskussionen drehen sich um Coupang, ein US-E-Commerce-Unternehmen, das Amazon ähnelt. Coupang wickelt fast sein gesamtes Geschäft in dem ostasiatischen Land ab und verfügt über einflussreiche Verbündete in der Trump-Regierung und im Kongress, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Die Gespräche deckten demnach auch Plattform- und KI-Regeln ab, die für Konzerne wie die Facebook-Mutter Meta Platforms und Google ein Thema sind.

BOJ-PROTOKOLL

Die Bank of Japan (BoJ) wird nach dem Sitzungsprotokoll des Dezember-Meetings bei den möglichen inflationssteigernden Auswirkungen eines schwachen Yen vorsichtiger. Die Märkte achten derzeit weiter auf jedes Anzeichen von Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung, denn der Yen schwächte sich Anfang dieses Monats auf fast 160 gegenüber dem US-Dollar ab. Dieses Niveau war seit Juli 2024 nicht mehr erreicht worden, als die japanische Regierung Yen-Stützungskäufe in Rekordhöhe durchführte. Die Wachsamkeit gegenüber einer möglichen Intervention, potenziell in Abstimmung mit den der US-Regierung, hat den Abwertungsdruck seither gemildert, doch Regierungsvertreter haben signalisiert, dass sie bei Bedarf zum Handeln bereitstehen. Während die Entscheidung über eine Intervention beim japanischen Finanzministerium liegt, unterstreichen die Protokolle der BoJ-Sitzung vom vergangenen Monat, dass die Notenbank den Yen genau im Auge behält.

JOHNSON & JOHNSON

hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Behandlung bestimmter Patienten mit multiplem Myelom erhalten, einer unheilbaren Form von Blutkrebs.

PPG INDUSTRIES

wies für das vierte Quartal einen Gewinn von 300 Millionen US-Dollar oder 1,34 US-Dollar je Aktie aus, verglichen mit einem Verlust von 280 Millionen Dollar oder 1,20 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal. Das Ergebnis des Vorjahres enthielt Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 314 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 1,51 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 1,58 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz wuchs um rund 5 Prozent auf 3,91 Milliarden Dollar und lag damit über den von Factset erwarteten 3,78 Milliarden Dollar.

SEAGATE

meldete für das zweite Geschäftsquartal einen Gewinn von 593 Millionen US-Dollar oder 2,60 Dollar je Aktie. Im Vorjahr hatte der Gewinn 336 Millionen Dollar oder 1,55 Dollar je Aktie betragen.Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,11 Dollar und damit über den von Factset ermittelten Analystenschätzungen von 2,83 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg von 2,33 Milliarden auf 2,83 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 2,74 Milliarden Dollar.

SOFTBANK

führt Gespräche über eine weitere Investition von bis zu 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Damit würde der japanische Mischkonzern seine bereits umfangreiche Beteiligung an dem Entwickler von ChatGPT weiter ausbauen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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