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07:36 Uhr, 26.03.2024

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Oslo findet vor dem Gründonnerstag nur ein verkürzter Handel statt

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn haben einen Tarifabschluss erzielt. Damit drohen vorerst wohl keine weiteren Streiks auf der Schiene, zumindest nicht bei den Lokführern. Einzelheiten der Einigung teilten weder der Bahn-Konzern noch die Gewerkschaft mit. Beide verwiesen nur auf Pressekonferenzen am Dienstag. Die GDL will um 11.30 Uhr informieren. Die Bahn will "zum aktuellen Stand der Tarifrunde" um 10 Uhr ein Statement von Personalvorstand Martin Seiler abgeben.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 DE/Wacker Neuson SE, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

07:30 DE/CTS Eventim AG & Co KGaA, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

07:30 DE/Aumann AG, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

07:30 DE/Pfeiffer Vacuum Technology AG, Jahresergebnis

08:00 DE/Bertelsmann SE & Co KGaA, Jahresergebnis (09:30 BI-PK)

08:00 DE/Jost Werke SE, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

09:00 DE/KSB SE & Co. KGaA, ausführliches Jahresergebnis (10:00 BI-PK)

17:45 DE/Encavis AG, ausführliches Jahresergebnis

Im Laufe des Tages:

- DE/MBB SE, Jahresergebnis und Geschäftsbericht

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE 
    08:00 GfK-Konsumklimaindikator April 
          PROGNOSE: -28,0 Punkte 
          zuvor:    -29,0 Punkte 
 
- HU 
    14:00 Magyar Nemzeti Bank, Ergebnis des geldpolitischen Rats 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    9,00% 
 
- US 
    13:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Februar 
          PROGNOSE: +1,0% gg Vm 
          zuvor:    -6,2% gg Vm 
 
    15:00 Index des Verbrauchervertrauens März 
          PROGNOSE: 107,0 
          zuvor:    106,7 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
 
INDEX                        Stand    +/- 
DAX-Future               18.550,00  +0,0% 
E-Mini-Future S&P-500     5.286,75  +0,2% 
E-Mini-Future Nsdq-100   18.551,25  +0,2% 
Nikkei-225               40.398,03  -0,0% 
Schanghai-Composite       3.025,71  -0,0% 
Hang-Seng-Index          16.627,39  +0,9% 
                        +/-  Ticks 
Bund -Future                132,64     -1 
 
Montag: 
INDEX                Schluss        +/- 
DAX                18.261,31      +0,3% 
DAX-Future         18.532,00      +0,1% 
XDAX               18.255,87      +0,1% 
MDAX               26.666,96      +0,2% 
TecDAX              3.420,03      -0,1% 
EuroStoxx50         5.044,19      +0,3% 
Stoxx50             4.405,19      +0,2% 
Dow-Jones          39.313,64      -0,4% 
S&P-500-Index       5.218,19      -0,3% 
Nasdaq-Comp.       16.384,47      -0,3% 
EUREX                zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future           132,63        -49 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel am Dienstag starten. Die Vorgaben der Wall Street sind tendenziell negativ. Dort haben sich die Anleger im Vorfeld der Bekanntgabe neuer Konjunkturdaten zurückgehalten. Im Blick steht in den USA der Preisindex der persönlichen Ausgaben (PCE), der am Freitag ansteht und als ein von der US-Notenbank bevorzugtes Preismaß gilt bei der Gestaltung ihrer Zinspolitik. In der Kernrate wird der PCE-Index wie schon im Januar mit einem Anstieg zum Vorjahr um 2,8 Prozent erwartet. Auch aus Europa werden Inflationszahlen im Wochenverlauf veröffentlicht. Im Handel sieht man sich mehrende Hinweise für eine Korrektur an den Aktienmärkten nach dem seit Monaten anhaltenden Rekordlauf. Die Märkte seien technisch massiv überkauft. Getrieben werde die Hausse vor allem von Investoren, die sich gezwungen sähen, angesichts der steigenden Kurse auf erhöhtem Niveau zu kaufen. Auf Unternehmensseite bleibt es mit dem Ende der Berichtssaison ruhig. Nach oben könnte es am Berichtstag für die Aktie von KWS Saat gehen nach dem Verkauf des Maisgeschäfts in Südamerika.

Rückblick: Neue Daten vom US-Immobilienmarkt stützten die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Auch der Anstieg der ifo-Exporterwartungen in Deutschland wurde positiv aufgenommen. Auf der Verliererseite in Europa stachen wieder einmal die Hersteller von Luxusgütern wie LVMH und Dior negativ heraus. Auf der anderen Seite zogen die Indizes der Öl- und Gaswerte sowie der Autotitel an. Weiter gut liefen Rüstungsaktien. Es gebe derzeit kaum eine überzeugendere Story im Markt, hieß es im Handel. Die geopolitischen Konflikte dürften in Zukunft weiter zunehmen und damit auch die Notwendigkeit zur Steigerung der Rüstungsausgaben. Rheinmetall gewannen 1,4 Prozent und Hensoldt schossen sogar um 10 Prozent nach oben. Für Renk ging es um 7,5 Prozent voran. In Mailand verbesserten sich Leonardo um 2,7 und in Paris Thales um 1,9 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas fester - Der DAX erreichte am Nachmittag ein neues Allzeithoch. Bei den Autoaktien verteuerten sich BMW nach einer Kurszielanhebung durch HSBC um 2 Prozent. Heidelberg Materials gewannen 1 Prozent. Die Deutsche Bank hat die Aktie auf "Kaufen" erhöht und nennt als Kursziel jetzt 110 nach zuvor 76 Euro. Delivery Hero notierten etwas fester. Finanzchef Emmanuel Thomassin wird das Unternehmen im September verlassen. Im SDAX verbilligten sich Adesso nach Vorlage der endgültigen 2023er Geschäftszahlen um 1,8 Prozent. In seinem 2024er Ausblick weist der IT-Dienstleister darauf hin, dass im Segment IT-Solutions Investitionen in die Weiterentwicklung der Produktlandschaft das Ergebnispotenzial belasten. Auf der anderen Seite legten Flatexdegiro 5,2 Prozent zu, damit profitierten die Aktien des Brokers laut Händlern von der guten Börsenstimmung.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Nachricht von einem Aktienrückkauf verhalf Compugroup zu einem Plus von 3,5 Prozent. Bei Surteco (-0,8%) kamen die am frühen Abend veröffentlichen vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 nicht gut an.

USA - AKTIEN

Etwas leichter - Zu Beginn einer Woche, die gespickt ist mit Konjunkturdaten, haben sich die Anleger merklich zurückgehalten. Etwas stützend wirkte, dass die Zahl der Neubauverkäufe im Februar wider Erwarten leicht gesunken war, was Zinssenkungshoffnungen nährte. Bei den Einzelwerten gewannen Boeing 1,4 Prozent. Nach der jüngsten Pannenserie tritt der Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns zurück. Intel (-1,7%) und AMD (-0,6%) standen unter Druck. Laut der "Financial Times" hat China damit begonnen, die Richtlinien umzusetzen, wonach Mikroprozessoren der beiden Hersteller aus PCs und Servern der Regierung ausgemustert werden. Micron legten dessen ungeachtet um 6,2 Prozent zu. Der Chiphersteller gilt als Nutznießer des KI-Booms und infolgedessen als weniger abhängig vom China-Geschäft. Um bis zu 1,3 Prozent gaben Apple, Alphabet und Meta Platforms nach. Die EU-Kommission hat Apple, den Facebook-Konzern Meta Platforms und die Google-Mutter Alphabet ins Visier genommen. Sie leitete gegen die Konzerne erstmals ein Verfahren nach dem neuen Digital Markets Act ein. Eine Hochstufung auf "Overweight" durch die Analysten von Barclays verhalf der Disney-Aktie zu einem Plus von 3 Prozent. Für United Airlines ging es um 3,4 Prozent abwärts. Hier belastete, dass die US-Luftfahrtaufsicht nach einer Reihe von Sicherheitsproblemen in den vergangenen Wochen die Kontrollen bei der Fluglinie verschärft, wie das Wall Street Journal berichtet.

USA - ANLEIHEN

Laufzeit              Rendite     Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,63         +4,1        4,59       21,0 
5 Jahre                  4,23         +5,2        4,18       23,3 
7 Jahre                  4,25         +5,2        4,20       28,1 
10 Jahre                 4,25         +5,0        4,20       36,8 
30 Jahre                 4,42         +4,3        4,37       44,8 
 

Die Anleiherenditen machten ihre Verluste vom Freitag wett. Grund waren neuerliche Signale aus der US-Notenbank, dass die Zeit für Zinssenkungen noch nicht gekommen sei: Fed-Gouverneurin Lisa Cook sagte, dass bei Anpassungen der Geldpolitik Vorsicht walten müsse, um die Inflation in Richtung des 2-Prozentziels der Fed zu bringen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN          zuletzt        +/- %       0:00  Mo, 17:15 Uhr   % YTD 
EUR/USD           1,0852        +0,1%     1,0837         1,0835   -1,7% 
EUR/JPY           164,18        +0,1%     164,09         164,18   +5,5% 
EUR/CHF           0,9763        +0,1%     0,9750         0,9736   +5,2% 
EUR/GBP           0,8574        -0,0%     0,8576         0,8572   -1,2% 
USD/JPY           151,31        -0,1%     151,42         151,52   +7,4% 
GBP/USD           1,2658        +0,2%     1,2637         1,2641   -0,5% 
USD/CNH           7,2411        -0,2%     7,2527         7,2483   +1,7% 
Bitcoin 
BTC/USD        70.520,53        +0,3%  70.343,81      69.644,73  +62,0% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Dollar beendete die jüngste Aufwärtsbewegung und kam leicht zurück. Der Dollar-Index sank um 0,2 Prozent. Die US-Währung könnte gleichwohl vorerst auf einem erhöhten Niveau bleiben, unterstützt durch einen steigenden US-Aktienmarkt und eine solide US-Wirtschaft, obwohl die Aussichten auf bevorstehende Zinssenkungen der Federal Reserve im zweiten Quartal zu einem Rückgang führen dürften, so Chris Turner, Global Head of Markets bei ING.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL / GAS

ROHÖL            zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex          81,91        81,95      -0,0%          -0,04  +12,8% 
Brent/ICE          86,72        86,75      -0,0%          -0,03  +13,0% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 26, 2024 02:36 ET (06:36 GMT)

Die Ölpreise zogen an. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 1,6 Prozent auf 81,95 Dollar. Es gebe Anzeichen für eine Verknappung auf dem Markt und die geopolitischen Bedenken nähmen weiter zu, hieß es. Russland hat in der vergangenen Woche ein massives Raketen- und Drohnenfeuer auf die ukrainische Energieinfrastruktur abgefeuert. Der Angriff folgte auf eine Reihe von schweren Drohnenangriffen Kiews auf große russische Raffinerien in diesem Monat, die zu einem vorübergehenden Produktionsstopp führten und auf dem Markt Befürchtungen hinsichtlich der weltweiten Ölversorgung auslösten. Zudem wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Tagesverlauf über einen neuen Resolutionsentwurf für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen abstimmen.

METALLE

METALLE          zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     2.172,89     2.172,15      +0,0%          +0,74   +5,4% 
Silber (Spot)      24,61        24,67      -0,2%          -0,06   +3,5% 
Platin (Spot)     904,68       904,30      +0,0%          +0,37   -8,8% 
Kupfer-Future       3,98         4,01      -0,8%          -0,03   +2,0% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Gold profitierte etwas vom schwächeren Dollar und den sinkenden Anleiherenditen. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,3 Prozent auf 2.174 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

AIRBUS

Qantas untersucht einen Airbus A330, nachdem die Piloten am Montagabend auf einem Flug von Melbourne nach Perth eines der Triebwerke des Flugzeugs abgeschaltet hatten. Lokale Medien zitierten Passagiere, die von einem lauten Knall an Bord des Qantas-Fluges 781 berichteten. Die größte australische Fluggesellschaft teilte mit, die Maschine sei sicher und ohne weitere Zwischenfälle in Perth gelandet.

COMPUGROUP

kauft bis zu 500.000 Aktien oder 0,93 Prozent des Grundkapitals zurück. Dazu sollen maximal 15,5 Millionen Euro aufgewendet werden. Der Rückkauf wird vom 26. März 2024 bis zum einschließlich 28. April 2024 stattfinden.

DEUTSCHE KONSUM REIT

will ihre zweite Börsennotierung in Südafrika beenden. Das Immobilienunternehmen will sich ausschließlich auf seine Heimatbörse Frankfurt und die dortige Aktionärsbasis konzentrieren. Einen Zeitpunkt für den Rückzug von der Johannesburg Stock Exchange (JSE) nannte Deutsche Konsum noch nicht.

HORNBACH

hat die Konsumzurückhaltung im vergangenen Geschäftsjahr gespürt. Das Unternehmen meldete einen rückläufigen Umsatz und ein niedrigeres operatives Ergebnis. Zum Start ins neue Geschäftsjahr sieht das Management aber positive Signale. Der Umsatz sank im Gesamtjahr per Ende Februar um 1,6 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro, was vor allem einem schwachen Deutschlandgeschäft geschuldet war. Auf den Teilkonzern Hornbach Baumarkt entfielen 5,8 Milliarden Euro, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Schlussquartal per Ende Februar ging der Konzernumsatz um 1,5 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro zurück.

KWS SAAT

verkauft ihr südamerikanisches Maisgeschäft nebst Lizenzen an die argentinische GDM. Das Transaktionsvolumen belaufe sich auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Der Verkauf werde wesentliche Finanzkennziffern der KWS Gruppe deutlich positiv beeinflussen.

CASINO

Die Aktien der hochverschuldeten französischen Supermarktkette werden aufgrund einer geplanten Kapitalmaßnahme ab dem 27. März vom Handel ausgesetzt. Sollte die finanzielle Restrukturierung wie geplant verlaufen, werde der Handel am 28. März wieder aufgenommen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

REPSOL

will eigene Aktien im Wert von 913,9 Millionen Euro als Teil eines zuvor angekündigten Plans zur Rückgabe von Barmitteln an die Aktionäre starten. Der spanische Energiekonzern teilte am späten Montag mit, dass der Rückkauf am Dienstag beginnen und bis Ende Juli laufen werde. Das Unternehmen könne aber den Aktienrückkauf vorzeitig beenden.

FISKER

ist in seinen Verhandlungen über eine Verbindung mit einem ungenannten großen Autohersteller gescheitert, was die Bedenken über die finanzielle Situation des Elektroauto-Startups verstärkt. Fisker wägt nun die strategischem Alternativen ab, wie etwa interne oder außergerichtliche Umstrukturierungen und den Verkauf von Vermögenswerten.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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