MONSTER BEVERAGE: Auslandsgeschäft zieht, Marge zickt
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Monster Beverage wächst im zweiten Quartal um 20,2 Prozent, angetrieben vor allem vom internationalen Geschäft, wobei das Tempo gegenüber den Vorquartalen leicht nachlässt. Zugleich drücken steigende Marketing- und Vertriebskosten die operative Marge, während der Konzern parallel einen Aktiensplit vorbereitet.
Monster Beverage meldet für das zweite Quartal einen Umsatz von 2,54 Mrd. USD, ein Plus von 20,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal und damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,43 Mrd. USD. Währungsbereinigt liegt das Wachstum bei 17,9 %, ein spürbarer, aber nicht dramatischer Abschlag, der zeigt, dass ein Teil des Anstiegs auf günstige Wechselkurse zurückgeht: Der Effekt beläuft sich auf 48,5 Mio. USD.
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie steigt von 0,50 auf 0,59 USD nach GAAP, bereinigt (Non-GAAP) von 0,52 auf 0,60 USD. Der Analystenkonsens von 0,581 USD wird damit auf bereinigter Basis leicht übertroffen. Der Nettogewinn wächst um 19,6 % auf 584,5 Mio. USD, bereinigt um 15,7 % auf 590,5 Mio. USD. Die Bruttomarge verbessert sich von 55,7 % auf 55,9 %, getragen von Preiserhöhungen und einem günstigeren Produktmix, was durch höhere Aluminiumkosten und Frachtkosten teilweise wieder aufgezehrt wird.
Das operative Ergebnis wächst mit 17,2 % auf 740,4 Mio. USD langsamer als der Umsatz, die operative Marge sinkt von 29,9 % auf 29,2 %. Der Grund liegt in den Betriebskosten: Sie steigen um 24,7 % auf 679,2 Mio. USD, vor allem weil die Vertriebskosten von 3,9 % auf 4,7 % des Umsatzes klettern und die Werbeausgaben für Sponsorings, Digital- und Social-Media-Kampagnen kräftig zulegen. Das Management begründet dies mit dem Ziel, neue Konsumentengruppen zu erschließen und die Haushaltsdurchdringung zu erhöhen. Für die Ertragsqualität heißt das: Das Umsatzwachstum ist real und breit abgestützt, doch es kostet aktuell mehr Marketing-Aufwand, als noch vor einem Jahr nötig war.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Monster Beverage Corp. (Quelle: Unternehmensangaben)
International bleibt der eigentliche Wachstumsmotor
Der Umsatz außerhalb der USA steigt um 34,6 % auf 1,16 Mrd. USD und macht inzwischen rund 46 % des Konzernumsatzes aus, nach 41 % im Vorjahresquartal. Währungsbereinigt bleibt mit 29,0 % immer noch das stärkste Wachstumssegment des Konzerns. Das Kerngeschäft, die Monster-Energy-Drinks-Sparte, wächst um 21,6 % auf 2,36 Mrd. USD, während die kleinere Strategic-Brands-Sparte mit Marken wie Predator und Fury nur um 10,6 % auf 143,7 Mio. USD zulegt. Die Alkoholsparte schrumpft dagegen um 15,2 % auf 32,2 Mio. USD, bleibt aber mit ihrem Anteil am Konzernumsatz zu klein, um die Gesamtstory zu belasten.
CEO Hilton Schlosberg verweist auf die Kategorie insgesamt: Der Energy-Drink-Markt gewinne weiter neue Konsumenten und erweitere die Nutzungsanlässe, so seine Lesart. Der durchschnittliche Nettoerlös je Kiste sinkt dabei leicht von 8,29 auf 8,20 USD. Das internationale Geschäft mit tendenziell günstigerer Preisstruktur zieht den Mix nach unten, ohne die Marge insgesamt zu gefährden.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Das Wachstum bewegt sich mit Raten zwischen rund 17 % und 27 % in den vergangenen Quartalen im Rahmen des bisherigen Tempos, wobei die aktuellen 20,2 % unter der Vorquartalsrate von 26,9 % liegen. Von Beschleunigung kann also keine Rede sein, eher von einer Rückkehr zur gewohnten Bandbreite. Zugleich verrät die Kostenseite, dass dieses Tempo nicht mehr automatisch zu einer steigenden operativen Marge führt: Die Werbeausgaben wachsen schneller als der Umsatz, und solange das so bleibt, dürfte die Marge eher stagnieren als weiter zulegen. Der für den 10. August angesetzte Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins ändert an der operativen Substanz nichts, macht die Aktie aber nominal zugänglicher.
Der Rückkauf eigener Aktien ruhte im zweiten Quartal vollständig, obwohl noch rund 900,0 Mio. USD Rückkaufvolumen zur Verfügung stehen.
Tagesschlusskurse der Monster Beverage Corp-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 8,29 Mrd. USD | 9,58 Mrd. USD | 10,44 Mrd. USD |
| EPS | 1,94 USD | 2,30 USD | 2,60 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Das Quartal zeigt zwei gegenläufige Befunde: ein Umsatzwachstum von 20,2 % über dem Konsens auf der einen Seite, eine schrumpfende operative Marge von 29,9 auf 29,2 % auf der anderen. Getragen wird die Story vom internationalen Geschäft, das inzwischen fast die Hälfte des Umsatzes stellt und deutlich schneller wächst als der US-Kern. Dass der Konzern dafür merklich mehr in Marketing investieren muss, ist der Preis für dieses Tempo und relativiert den Ergebnis-Vorsprung auf EPS-Ebene ein Stück. Der bevorstehende Aktiensplit ändert an dieser Rechnung nichts, er macht die Aktie lediglich handlicher.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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