Kommentar
09:22 Uhr, 13.01.2026

Milliardenkäufe, aber kein Ausbruch: Warum der Kryptomarkt zögert

Strategy kauft massiv Bitcoin, doch ETF-Abflüsse und Makro-Sorgen bremsen den Markt. Abseits der Top-Coins sorgt Zcash für Verunsicherung.

Erwähnte Instrumente

  • Der Kryptomarkt bleibt in einer Phase des Abwartens. Bitcoin bewegt sich weiter um die Zone von 91.000 bis 92.000 US-Dollar, während Ethereum knapp oberhalb von 3.100 US-Dollar konsolidiert. Klare Richtungsimpulse fehlen, stattdessen prägen gemischte Signale das Bild.
  • Belastend wirken vor allem makroökonomische Unsicherheiten, schwächere ETF-Zuflüsse und größere Token-Unlocks zum Jahresbeginn. Zwar gibt es weiterhin institutionelle Unterstützung – etwa durch neue ETF-Anträge großer Finanzhäuser wie Morgan Stanley – doch kurzfristig überwiegt eine Risk-off-Haltung.
  • Ein deutliches Gegensignal kam zuletzt von Strategy, ehemals MicroStrategy. Das Unternehmen kaufte am 12. Januar Bitcoin im Wert von rund 1,25 Milliarden US-Dollar und stockte seine Bestände um mehr als 13.600 BTC auf. Es handelt sich um den größten Einzelkauf der vergangenen sechs Monate.
  • Demgegenüber stehen jedoch deutliche Abflüsse aus Bitcoin-ETFs. In der Woche vom 5. bis 12. Januar flossen netto rund 681 Millionen US-Dollar ab, mit besonders starken Abgaben an mehreren Einzeltagen. Zwar wurden diese Abflüsse zu Monatsbeginn teilweise durch Zuflüsse ausgeglichen, insgesamt signalisiert die Entwicklung aber eine nachlassende Nachfrage, insbesondere aus den USA. Auch der Coinbase Premium Index drehte zuletzt ins Negative, was auf eine geringere Kaufbereitschaft institutioneller US-Investoren hindeutet.
  • Abseits von Bitcoin und Ethereum sorgte Zcash zuletzt für negative Schlagzeilen. Interne Streitigkeiten führten zur Abspaltung des Core-Teams von der dazugehörigen Stiftung. Der Kurs geriet unter Druck und verlor zeitweise 15 bis 20 Prozent. Parallel dazu starteten die ehemaligen Entwickler ihr eigenes Wallet-Projekt auf der Blockchain. Das Privacy-Narrativ insgesamt bleibt intakt, doch kurzfristig profitiert vor allem Monero und Dash. Beide legen um bis zu 20 Prozent zu.

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