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Kommentar
12:00 Uhr, 29.01.2026

Microsoft nach Earnings: Starkes Zahlenwerk – aber Aktie kämpft mit Anleger-Sorgen

Microsoft hat seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht und sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich über den Erwartungen platziert. Trotz der robusten Ergebnisse gerät die Aktie unter Druck – vor allem wegen hoher Ausgaben für KI und Cloud-Infrastruktur.

Erwähnte Instrumente

  • Microsoft Corp.
    ISIN: US5949181045Kopiert
    Kursstand: 481,630 $ (Nasdaq) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
    VerkaufenKaufen

Microsoft überraschte gestern erneut mit soliden Ergebnissen: Der Umsatz des abgelaufenen Quartals belief sich auf rund 81,3 Mrd. USD, was ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr und über den Analystenschätzungen liegt.
Auch der Gewinn je Aktie übertraf mit etwa 4,14 USD die Erwartung der Wall Street, was Microsofts Fähigkeit unterstreicht, konsistent zu überliefern.

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Besonders stark zeigte sich das Cloud-Segment: Microsoft Cloud legte auf über 50 Mrd. USD zu – ein Meilenstein für das Geschäftsfeld.
Azure, der zentrale Cloud-Motor, wuchs weiter im hohen zweistelligen Bereich, wenngleich etwas langsamer als zuvor.
Trotz dieser positiven Fundamentaldaten fiel die Aktie nachbörslich zeitweise und auch im regulären Handel leicht zurück.
Der Grund: Viele Investoren sind besorgt über die stark steigenden Kapitalausgaben (CapEx) für KI- und Datenzentrum-Infrastruktur, die die Margen kurzzeitig belasten könnten.

Microsoft gab an, die Investitionen weiter zu erhöhen, um Kapazitätsengpässe im KI-Bereich zu begegnen und langfristig führend zu bleiben.

Diese strategische Ausrichtung wird zwar langfristig positiv gesehen, führt aber aktuell zu Unsicherheit hinsichtlich der Profitabilität.
Ein weiterer Faktor ist der schwächere Bereich „More Personal Computing“, wo Gaming- und PC-Umsätze rückläufig waren.
Das zeigt, dass Microsofts Wachstum zunehmend von Cloud- und KI-Geschäft abhängt, während traditionelle Segmente weniger dynamisch sind.

CEO Satya Nadella betonte im Earnings-Call erneut, dass AI-Integration und Produkte wie Copilot und maßgeschneiderte KI-Lösungen die Zukunft antreiben.

Analysten loben weiterhin Microsofts starke Marktposition und stabile Cloud-Einnahmen, sehen aber gleichzeitig die hohen Ausgaben als Hemmschuh für kurzfristige Kursphantasie.

Einige Kommentatoren weisen darauf hin, dass der massive Investitionszyklus Teil einer langfristigen Wachstumsstory ist, aber die kurzfristige Interpretation der Anleger von „AI-Kosten“ dominiert.

Kurzfristig dürfte die Aktie volatil bleiben, da der Markt weiter zwischen starkem operativen Geschäft und hohen Investitionen abwägt.
Mittelfristig könnte Microsoft profitieren, wenn die KI-Infrastruktur in Produkt- und Umsatzwachstum übersetzt wird.
Für Investoren bedeutet das: Solide Zahlen schaffen Vertrauen, aber hohe CapEx und Cloud-Abhängigkeit bleiben zentrale Bewertungsthemen.


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