MICRON TECHNOLOGY - Speicher-Rally mit Vierstelligkeits-Fantasie in der Aktie
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Micron Technology steht exemplarisch für eine der heißesten Marktgeschichten im Halbleitersektor: KI braucht nicht nur Rechenleistung, sondern auch immer mehr schnellen Speicher. Genau hier trifft starke Nachfrage auf knappes Angebot. Fundamental ist der Rückenwind sichtbar: Micron meldete für Q2 des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 23,86 Mrd. USD nach 8,05 Mrd. USD im Vorjahr, eine Non-GAAP-Bruttomarge von 74,9 % und einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 12,20 USD. für Q3 stellt das Unternehmen 33,5 Mrd. USD Umsatz und rund 81 % Bruttomarge in Aussicht.
Wenn KI zum Speicherfresser wird - Chartbild stark, aber kurzfristig heiß gelaufen
Charttechnisch bleibt der Aufwärtstrend trotz der heute aufkommenden Verkäufe intakt, aber nicht mehr unangestrengt. Der RSI ist zuletzt heiß gelaufen. In einem starken Momentum-Markt ist das eher ein Warnsignal, weniger ein sofortiges Gegensignal. Solange Rücksetzer oberhalb des EMA(20) um 737 EUR aufgefangen werden, spricht das Chartbild weiter für eine laufende Trendfortsetzung. Die Zone um 900 bis 950 EUR ist kurzfristig der sichtbare Widerstandsbereich. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den psychologisch wichtigen Bereich um 1.000 EUR auf Tradegate in den Fokus rücken. Fundamental passt die Dynamik dazu: Morgan Stanley warnt laut Reuters vor „Chipflation“, weil Speicherchip-Preise stark gestiegen sind und KI-Rechenzentren zunehmend Kapazitäten binden; davon profitieren Anbieter wie Micron, Samsung und SK Hynix.
Vierstellig nur eine Frage der Zeit
Bei den Analysten zeigt sich ein breites, einheitliches Bild: Morgan Stanley hob am 3. Juni 2026 das Ziel auf 1.050 USD an und bestätigte „Overweight“. Raymond James taxierte Micron Anfang Juni bei 1.100 USD mit „Outperform“, Susquehanna setzte am 29. Mai 2026 sogar 1.750 USD bei „Positive“, D.A. Davidson lag am 28. Mai bei 1.500 USD mit „Buy“. Die Chance liegt klar in einem länger anhaltenden Speicher-Superzyklus durch KI, knappe Kapazitäten und hohe Margen.
Das Risiko: Nach der steilen Rally ist viel Optimismus eingepreist, Rücksetzer können scharf ausfallen, und der Zyklus bleibt trotz struktureller KI-Nachfrage anfällig für Preiskorrekturen.
Fazit: Fundamentals und Charttechnik laufen derzeit in dieselbe Richtung. Unter diesen Voraussetzungen scheinen vierstellige Kurse nur eine Frage der Zeit — auch wenn der Weg dorthin kurzfristig etwas holpriger verlaufen dürfte.

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