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12:30 Uhr, 11.02.2026

MARKT USA/Wall Street vor Arbeitsmarktdaten kaum verändert erwartet

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DOW JONES--Zur Wochenmitte sieht es zunächst so aus, als ob die US-Börsen kaum verändert eröffnen werden. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Die Richtung vorgeben dürfte letztlich der Arbeitsmarktbericht für Januar, der wegen des Haushaltsstreits in den USA mit Verspätung veröffentlicht wird. Beobachter rechnen mit einem nur geringen Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft und einer unveränderten Arbeitslosenquote. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Am Dienstag hatten enttäuschende Daten zum Einzelhandelsumsatz Zinssenkungshoffnungen genährt und den Dow-Jones-Index ein neues Rekordhoch erreichen lassen.

Unternehmensseitig macht erneut der geplante Verkauf der Film- und Fernsehstudios sowie des Streamingdienst HBO Max von Warner an Netflix Schlagzeilen. Der aktivistische Investor Ancora wolle diesen verhindern und habe eine Beteiligung von 200 Millionen US-Dollar an Warner aufgebaut, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Ancora sei der Ansicht, dass Warner sich nicht ausreichend mit Paramount Skydance von David Ellison auseinandergesetzt habe. Paramount hat ein Gegengebot für den gesamten Konzern vorgelegt, auch für die TV-Sender. Warner notieren vorbörslich 0,4 Prozent höher. Paramount gewinnen 1,1 Prozent und Netflix 0,3 Prozent.

Die Aktien von Halliburton und SLB steigen um 1 und 0,9 Prozent. Sie profitieren davon, dass die US-Regierung nun auch Ausrüstern der Ölindustrie erlaubt, in Venezuela tätig zu werden.

Der Kurs von Moderna sackt um fast 9 Prozent ab, nachdem die US-Gesundheitsbehörde die Genehmigung zum Verkauf eines neuen Grippeimpfstoffs des Pharmakonzerns verweigert hat.

Der Dollar tendiert knapp behauptet; der Dollarindex sinkt um 0,2 Prozent. Marktteilnehmer verweisen auf Zinssenkungsfantasie nach den Einzelhandelsdaten vom Dienstag. Sollten auch die Arbeitsmarktdaten schwach ausfallen, dürfte der Greenback noch stärker unter Druck geraten, meint Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank.

Am Anleihemarkt geben die Renditen leicht nach, im Zehnjahresbereich um 1,5 Basispunkte auf 4,13 Prozent. Neben den Arbeitsmarktdaten könnte die Auktion zehnjähriger Treasuries im Volumen von 42 Milliarden Dollar Bewegung in den Markt bringen.

Gold profitiert derweil von Zinssenkungsspekulationen. Der Preis für die Feinunze steigt um 1,5 Prozent auf 5.098 Dollar. Das zinslos gehaltene Edelmetall gewinnt bei sinkenden Zinsen an Attraktivität.

Der WTI-Ölpreis zieht um 1,5 Prozent an. Im Blick stehen nach wie vor die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Daneben warten die Akteure auf die wöchentlichen Öllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Agency und den monatlichen Ölmarktbericht der Opec.

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/hab

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