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12:24 Uhr, 28.02.2024

MARKT USA/Vorsicht vor US-Preisdaten nimmt zu

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Von Steffen Gosenheimer

Vor den am Donnerstag anstehenden neuen Preisdaten aus den USA scheint die Vorsicht zuzunehmen. Die Futures auf die US-Aktienindizes deuten für den Start am Mittwoch eine etwas leichtere Tendenz an. Berichtet wird am Donnerstag der PCE-Deflator der persönliche Ausgaben. Er gilt als wichtiges Preismaß für die US-Notenbank und deren geldpolitische Ausrichtung. Nachdem es zuletzt vermehrt starke US-Konjunkturdaten gegeben hat, dürften viele Marktteilnehmer befürchten, dass der PCE auf der Oberseite überrasche. Das wäre ein weiterer Dämpfer für die Zinssenkungserwartungen.

Einen Impuls in dieser Richtung könnte bereits am Nachmittag die Revision des US-BIP für das vierte Quartal bringen - je nachdem, wie stark sie ausfällt. Vorläufig war auf annualisierter Basis ein Anstieg von 3,3 Prozent genannt worden. Revidiert wird auch der BIP-Deflator, der in erster Lesung um 1,5 Prozent gestiegen war gegenüber dem Vorquartal.

Für Gesprächsstoff auf Unternehmensseite sorgt Apple. Das Unternehmen wird kein eigenes Elektroauto auf den Markt bringen. Das mit der Entwicklung befasste Team innerhalb des Konzerns sei informiert worden, dass Apple die Arbeit an einem Elektroauto - intern bekannt als "Projekt Titan" - einstellen werde, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Apple werde ihre Investitionen im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) verstärken. Die Meldung erreichte die Wall Street bereits am Vortag, allerdings erst im späten Geschäft. Der Apple-Kurs hatte darauf einen kleinen Sprung nach oben gemacht. In der Vorbörse am Mittwoch zeigt sich das Paper wenig verändert, ebenso wie der Kurs des größten Elektroautobauers Tesla.

Ebay ziehen vorbörslich um 4,3 Prozent an - nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen, einer Dividendenerhöhung und der Ankündigung zusätzlicher Aktienrückkäufe.

Eine Kursexplosion zeichnet sich bei Beyond Meat ab: hier geht es über 50 Prozent nach oben. Der Fleischersatzhersteller hat vor dem Hintergrund sinkender Umsätze Kostensenkungen und weitere Maßnahmen angekündigt, um das Ergebnis zu verbessern. Die Viertquartalszahlen verfehlten derweil die Konsensschätzungen deutlich, während der Umsatzausblick zumindest am oberen Rand der Spanne auf Höhe der Konsensschätzung liegt.

Boston Beer werden nach einem schwachen Ausblick und mit der Ankündigung des Rücktritts des Unternehmenschefs fast 10 Prozent tiefer gesehen. Unitedhealth geben 1,1 Prozent nach. Der US-Krankenversicherer ist ins Visier der Wettbewerbsbehörden geraten wegen seiner Beziehungen zum Gesundheitsdiensleister Optum.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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