Markt schießt nach US-Wirtschaftsdaten hoch
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Während die US-Wirtschaft weiter kräftig wächst und der Arbeitsmarkt in einem soliden Zustand bleibt, zeichnet sich vorerst keine weitere Beschleunigung der Teuerung ab. Das ist das Bild, das die heute gemeldeten US-Wirtschaftsdaten vermitteln.
BIP-Wachstum nach oben revidiert
Wie die am Donnerstag gemeldeten Daten zeigen, wuchs die US-Wirtschaft im ersten Quartal stärker als zuletzt gemeldet. Annualisiert (auf das Gesamtjahr hochgerechnet) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,1 %, wie das Bureau of Economic Analysis auf endgültiger Basis mitteilte.
Zuvor war nur ein Wachstum von 1,6 % für das erste Quartal gemeldet worden, nach einem BIP-Plus von 0,5 % im vierten Quartal 2025.
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Auftragseingänge und Einkommen stützen das Bild
Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sanken im Mai um 4,5 %. Das ist zwar ein Rückgang, lag aber über der Erwartung von minus 5,0 %. Noch stärker fiel die positive Überraschung bei den Kernaufträgen aus: Sie stiegen um 1,3 %, während nur ein Plus von 0,5 % erwartet worden waren.
Auch die privaten Einkommen legten mit 0,7 % stärker zu als die erwarteten 0,4 %. Die privaten Ausgaben stiegen ebenfalls um 0,7 % und lagen damit leicht über der Prognose von 0,6 %.
Inflationsdaten ohne Schockeffekt
Die PCE-Kernrate stieg im Monatsvergleich um 0,3 % und entsprach damit den Erwartungen. Im Jahresvergleich lag sie bei 3,4 %, ebenfalls im Rahmen der Prognosen. Der breitere PCE-Preisindex stieg im Monatsvergleich nur um 0,4 % und blieb damit unter der Erwartung von 0,5 %, was die Sorgen vor möglichen Zinserhöhungen durch die Fed vielleicht etwas abmildern könnte.
Fazit: Die Daten liefern den Märkten kurzfristig Rückenwind. Sie sprechen für eine weiterhin robuste US-Konjunktur, ohne dass sich zugleich ein neuer Inflationsschub abzeichnet. Genau diese Kombination treibt die Aktienfutures vorbörslich nach oben. Für die Fed bleibt die Lage dennoch anspruchsvoll: Solide Einkommen, steigende Ausgaben und ein stabiler Arbeitsmarkt dürften die Inflation mittelfristig deutlich über dem Fed-Ziel halten, auch wenn sich der Iran-Konflikt entschärfen sollte. Der heutige Datensatz dürfte die Zinssorgen daher eher dämpfen als vollständig ausräumen.


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