Kommentar
14:54 Uhr, 25.06.2026

Markt schießt nach US-Wirtschaftsdaten hoch

Die US-Aktienfutures reagieren auf die um 14:30 Uhr veröffentlichten Konjunkturdaten mit weiteren Kursgewinnen. Unter anderem die Daten zur PCE-Inflation, zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sind besser als erwartet ausgefallen.

Während die US-Wirtschaft weiter kräftig wächst und der Arbeitsmarkt in einem soliden Zustand bleibt, zeichnet sich vorerst keine weitere Beschleunigung der Teuerung ab. Das ist das Bild, das die heute gemeldeten US-Wirtschaftsdaten vermitteln.

BIP-Wachstum nach oben revidiert

Wie die am Donnerstag gemeldeten Daten zeigen, wuchs die US-Wirtschaft im ersten Quartal stärker als zuletzt gemeldet. Annualisiert (auf das Gesamtjahr hochgerechnet) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,1 %, wie das Bureau of Economic Analysis auf endgültiger Basis mitteilte.

Zuvor war nur ein Wachstum von 1,6 % für das erste Quartal gemeldet worden, nach einem BIP-Plus von 0,5 % im vierten Quartal 2025.


DAX-Days 2026

Mit stock3 Ultimate sicherst Du Dir Zugang zu den Depots unserer Experten, den exklusiven Trading Rooms und nutzt die volle Power des stock3 Terminals. Inklusive stock3 AI und unbegrenztem Speicher!

Zum DAX-Geburtstag erhältst Du sogar 15 % Rabatt – nur bis 5. Juli. Das Angebot ist auch für Dich als Kunde gültig, sofern Du noch kein aktives 12-Monats-Abo stock3 Ultimate hast. Also steige jetzt zum Vorteilspreis ein oder nimm ein Upgrade vor.


Auftragseingänge und Einkommen stützen das Bild

Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sanken im Mai um 4,5 %. Das ist zwar ein Rückgang, lag aber über der Erwartung von minus 5,0 %. Noch stärker fiel die positive Überraschung bei den Kernaufträgen aus: Sie stiegen um 1,3 %, während nur ein Plus von 0,5 % erwartet worden waren.

Auch die privaten Einkommen legten mit 0,7 % stärker zu als die erwarteten 0,4 %. Die privaten Ausgaben stiegen ebenfalls um 0,7 % und lagen damit leicht über der Prognose von 0,6 %.

Inflationsdaten ohne Schockeffekt

Die PCE-Kernrate stieg im Monatsvergleich um 0,3 % und entsprach damit den Erwartungen. Im Jahresvergleich lag sie bei 3,4 %, ebenfalls im Rahmen der Prognosen. Der breitere PCE-Preisindex stieg im Monatsvergleich nur um 0,4 % und blieb damit unter der Erwartung von 0,5 %, was die Sorgen vor möglichen Zinserhöhungen durch die Fed vielleicht etwas abmildern könnte.

Fazit: Die Daten liefern den Märkten kurzfristig Rückenwind. Sie sprechen für eine weiterhin robuste US-Konjunktur, ohne dass sich zugleich ein neuer Inflationsschub abzeichnet. Genau diese Kombination treibt die Aktienfutures vorbörslich nach oben. Für die Fed bleibt die Lage dennoch anspruchsvoll: Solide Einkommen, steigende Ausgaben und ein stabiler Arbeitsmarkt dürften die Inflation mittelfristig deutlich über dem Fed-Ziel halten, auch wenn sich der Iran-Konflikt entschärfen sollte. Der heutige Datensatz dürfte die Zinssorgen daher eher dämpfen als vollständig ausräumen.

Keine Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen