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MÄRKTE USA/Wall Street weiter gestützt von sinkenden Marktzinsen

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NEW YORK (Dow Jones) - Weiter sinkende Rentenrenditen stützen die Wall Street auch am Mittwoch. Der Dow-Jones-Index klettert um weitere 0,2 Prozent auf 35.495 Punkte, S&P-500 und der technologielastige und damit zinsreagible Nasdaq-Composite gewinnen 0,7 bzw. 0,9 Prozent. Der S&P-500 notiert auf dem höchsten Stand seit August. Händler sprechen von der sich immer deutlicher manifestierenden Spekulation am Markt, dass die US-Notenbank 2024 die Leitzinsen senken werde. Eine Reduzierung der Leitzinsen im März um mindestens 25 Basispunkte preist der Markt aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 42 Prozent ein - am Vortag hatte dieser Wert noch bei 21 Prozent gelegen. Hintergrund sind taubenhafte Äußerungen von Fed-Vertretern wie Christopher Waller.

"Seine Äußerungen wurden vom Markt als Bestätigung dafür gewertet, dass die US-Notenbank mit der Anhebung der Zinssätze durch ist, was mit der Marktstimmung übereinstimmt, da weitere Zinserhöhungen bereits zu Beginn des Monats weitgehend eingepreist worden waren", erläutert Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Auch am Mittwoch melden sich wieder Fed-Offizielle zu Wort. Dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal 2023 stärker gewachsen ist als bisher berichtet, lassen Anleger bei ihren Zinsspekulationen außer Acht. Denn der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg einen Tick geringer als vorläufig vermeldet.

Von entscheidender Bedeutung für die Inflationsentwicklung und damit einhergehend die Marktspekulation über die Zinsentwicklung dürfte der aktuelle PCE-Deflator am Donnerstag sein. Händler sprechen von einem Lackmustest für die Zinserwartungen des Marktes. Der Rentenmarkt sei überkauft und damit anfällig für eine Korrektur. Somit drohten kurzfristig steigende Marktzinsen mit entsprechend negativen Folgen für Aktien.

Die abermals sinkenden Marktzinsen setzen dem Dollar nicht mehr zu. Der Dollarindex steigt sogar um 0,1 Prozent, nachdem er zunächst auf den tiefsten Stand seit August gefallen war. Händler sprechen von einer Überverkauftheit des Greenbacks, der sich daher nun leicht erhole.

Die Dollarschwäche treibt die Ölpreise wie schon am Vortag an. "Der Ausblick des Ölmarktes 2024 wird weitgehend von der Opec+-Politik abhängen", urteilen die ING-Analysten mit Blick auf das Treffen des Kartells am Donnerstag. DNB mutmaßt, dass Kernmitglieder der Gruppe strengere Förderbegrenzungen durchsetzen könnten. Allerdings bleibe ein Halten der aktuellen Förderquoten das wahrscheinlichere Szenario. Befeuert werden die Erdölpreise aber auch durch Sturmschäden an russischen und kasachischen Ölanlagen.

   GM auf der Überholspur 

Unter den Einzelwerten ziehen General Motors (GM) um 10,2 Prozent an. Der Automobilkonzern will die Ausschüttung an die Aktionäre deutlich aufstocken, die Gesellschaft kündigte einen beschleunigten Aktienrückkauf im Wert von 10 Milliarden US-Dollar für 2024 an. Finanziert werden soll der Rückkauf zum Teil durch Kapital, das zuvor für die Entwicklung von Elektro- und autonomen Fahrzeugen vorgesehen war. Im kommenden Jahr will GM überdies die Ausgaben in allen Geschäftsbereichen senken, um die höheren Arbeitskosten auszugleichen.

Die Aktien von Hewlett-Packard zeigen sich 7,1 Prozent fester. Der Konzern hat trotz eines Umsatzrückgangs im Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag leicht über den Schätzungen der Analysten.

Crowdstrike Holdings (+4,9%) hat im dritten Quartal dank eines Umsatzanstiegs wieder einen Gewinn erzielt. Der Anbieter von Cybersecurity-Produkten verzeichnete einen bereinigte Gewinn pro Aktie über den Schätzungen.

Workday hat im dritten Quartal einen höheren Umsatz erzielt, der durch die Erlösentwicklung bei Abonnements weiter angekurbelt wurde. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn pro Aktie über Konsens. Für den Kurs geht es um 10,6 Prozent nach oben.

Der Gewinn des Software-Herstellers Intuit ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres sprunghaft angestiegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag über den Analysten-Schätzungen. Der Umsatz erhöhte sich um 15 Prozent und übertraf die Erwartungen ebenfalls. Der Kurs steigt um 4,7 Prozent.

Fluence Energy schießen um 21,2 Prozent in die Höhe, die Gesellschaft verbuchte in der vierten Periode überraschend schwarze Zahlen. GameStop ziehen im Vorfeld des Geschäftsausweises in der nächsten Woche beflügelt vom Optionsmarkt um über 11 Prozent an. Die Aktie gilt als Liebling vieler Privatanleger.

Foot Locker ziehen um 21 Prozent nach einem angehobenen Ausblick des Sportartikelherstellers an. Insbesondere das Weihnachtsgeschäft wird besser als zuvor erwartet.

Nach einem gesenkten Ausblick büßen Jabil 9,6 Prozent ein. Las Vegas Sands sinken um 2,9 Prozent, nachdem Großaktionärin Miriam Adelson Aktien im Wert von 2 Milliarden Dollar verkauft hat. Leslie brechen nach einem weiteren Quartal mit gesunkenen Umsätze um 18,7 Prozent ein.

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INDEX                 zuletzt        +/- %       absolut      +/- % YTD 
DJIA                35.494,90        +0,2%         77,92          +7,1% 
S&P-500              4.584,77        +0,7%         29,88         +19,4% 
Nasdaq-Comp.        14.410,58        +0,9%        128,82         +37,7% 
Nasdaq-100          16.161,16        +0,9%        150,73         +47,7% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite     Bp zu VT    Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,65         -7,9          4,73           23,2 
5 Jahre                  4,22         -5,6          4,28           22,1 
7 Jahre                  4,29         -5,6          4,35           31,9 
10 Jahre                 4,28         -4,6          4,32           39,6 
30 Jahre                 4,46         -5,1          4,51           48,6 
 
DEVISEN               zuletzt        +/- %  Mi, 8:02 Uhr  Di, 17:28 Uhr    % YTD 
EUR/USD                1,0989        -0,0%        1,1001         1,0991    +2,7% 
EUR/JPY                162,04        -0,0%        161,91         162,18   +15,5% 
EUR/CHF                0,9616        -0,4%        0,9643         0,9641    -2,8% 
EUR/GBP                0,8652        -0,1%        0,8653         0,8660    -2,2% 
USD/JPY                147,46        +0,0%        147,06         147,56   +12,5% 
GBP/USD                1,2701        +0,0%        1,2717         1,2692    +5,0% 
USD/CNH (Offshore)     7,1369        +0,1%        7,1227         7,1435    +3,0% 
Bitcoin 
BTC/USD             38.037,42        +0,5%     38.055,17      37.599,28  +129,2% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex               77,22        76,41         +1,1%          +0,81    +0,6% 
Brent/ICE               82,47        81,68         +1,0%          +0,79    +1,0% 
GAS                            VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF              40,575        43,10         -5,9%          -2,53   -52,1% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)          2.043,78     2.041,53         +0,1%          +2,26   +12,1% 
Silber (Spot)           25,10        25,05         +0,2%          +0,05    +4,7% 
Platin (Spot)          936,85       946,00         -1,0%          -9,15   -12,3% 
Kupfer-Future            3,81         3,80         +0,1%          +0,01    -0,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

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