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15:55 Uhr, 11.07.2024

MÄRKTE USA/Wall Street ohne Euphorie nach günstigen Daten

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NEW YORK (Dow Jones) - Die jüngste Rekordjagd der Wall Street geht am Donnerstag in eine neue Runde. Denn S&P-500 und Nasdaq-Composite markieren erneut Allzeithochs, die allerdings nur wenige Punkte über den alten liegen. Während der Dow-Jones-Index mit 39.647 Punkten 0,2 Prozent nachgibt, stagnieren S&P-500 und Nasda-Composite. Schwächer als veranschlagt ausgefallene US-Inflationsdaten stützen die Kurse, lösen aber keine Euphorie aus. Die Preise sind entgegen der Erwartung im Juni um 0,1 Prozent gesunken und in der Kernrate nur um 0,1 Prozent gestiegen. Auch die Jahresraten sind weniger deutlich geklettert als erwartet. "Damit geht die Inflation weiter in die richtige Richtung", kommentiert ein Marktteilnehmer.

Allerdings gibt es auch vorsichtigere Einstufungen. Die Inflation kühle sich zwar ab, aber es könnte sechs bis acht Monate dauern, bis sie das 2-Prozentziel der Fed erreiche. Dies führe dazu, dass die Zinssätze langsamer fielen als von den Märkten erwartet, warnt Marktatratege Skyler Weinand von Regan Capital. Auch deutlich besser als erwartet ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktdaten bremsen die Zinssenkungsfantasie.

Die US-Verbraucherpreise für Juni stellen einen wichtigen Katalysator für Aktien dar. In der aktuellen Zinsdebatte erhoffen sich Anleger weitere Hinweise auf den künftigen Zinspfad der Fed. Die niedrigeren Werte verleihen der Fed mehr Spielraum für Zinssenkungen. Unterstützt wird diese Sicht durch ein abklingendes Wachstum bei den Realeinkommen im Juni. "Mit zunehmenden Anzeichen einer sich abkühlenden US-Wirtschaft glauben wir, dass die Fed in der Lage sein könnte, die Zinssätze im September zu senken", erläutert Marktstratege Julien Lafargue von Barclays Private Bank.

   Renditen und Dollar stürzen ab 

Am Rentenmarkt ziehen die Notierungen mit den Preisdaten mächtig an und drücken die Renditen massiv ins Minus. Damit liefert der Anleihemarkt ein Spiegelbild der offenbar steigenden Zinssenkungsfantasien. Passend dazu gerät der Dollar und Druck, der Dollarindex sinkt um 0,7 Prozent.

Dollar-Schwäche, sinkende Marktzinsen und die wachsende Spekulation auf baldige Zinssenkungen spielen Gold in die Karten. Die Feinunze verteuert sich um 1,5 Prozent. Auch die Erdölpreise ziehen zunächst an, drehen dann aber leicht ins Minus. Ein tieferes Zinsniveau dürfte die Konjunktur ankurbeln und die Ölnachfrage befeuern, heißt es.

   Pepsico überzeugt nicht 

Unter den Einzelwerten geben Pepsico 2,2 Prozent ab. Der Getränkehersteller hat zwar einen Gewinn für das zweite Quartal gemeldet, der die Erwartungen übertraf. Der Umsatz blieb jedoch hinter den Prognosen zurück. Eine Schwäche bei Fertiggerichten in Nordamerika und die Auswirkungen von Produktrückrufen bei Quaker Foods belasteten den US-Konzern.

Delta Air Lines brechen um 9,2 Prozent ein, nachdem die Fluggesellschaft mit dem Ausblick auf das dritte Quartal enttäuscht hat. Auch die Zweitquartalszahlen verfehlten die Markterwartungen knapp. Costco Wholesale wird seine Mitgliedsgebühr zum ersten Mal seit 2017 erhöhen. Die Aktien des Warenhauseinzelhändlers steigen um 0,3 Prozent.

WD-40 ziehen um 3,1 Prozent an, nachdem Gewinn und Umsatz des Schmiermittelunternehmens im dritten Quartal die Schätzungen der Analysten übertroffen haben. ON Semiconductor sinken nach einer Abstufung durch Morgan Stanley auf "Underweight" um 0,6 Prozent. Eine Abstufung durch die gleiche Bank drückt Microchip Technology um 1,6 Prozent.

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INDEX                 zuletzt        +/- %     absolut  +/- % YTD 
DJIA                39.647,01        -0,2%      -74,35      +5,2% 
S&P-500              5.633,93        +0,0%        0,02     +18,1% 
Nasdaq-Comp.        18.655,82        +0,0%        8,38     +24,3% 
Nasdaq-100          20.657,53        -0,1%      -17,85     +22,8% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite     Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,51        -11,9        4,63        9,0 
5 Jahre                  4,12        -11,9        4,24       12,3 
7 Jahre                  4,13        -11,1        4,24       16,1 
10 Jahre                 4,19         -9,9        4,29       30,7 
30 Jahre                 4,40         -8,5        4,49       43,2 
 
DEVISEN               zuletzt        +/- %    Do, 8:19  Mi, 17:06   % YTD 
EUR/USD                1,0881        +0,5%      1,0838     1,0822   -1,5% 
EUR/JPY                172,40        -1,5%      175,27     174,91  +10,8% 
EUR/CHF                0,9718        -0,2%      0,9748     0,9732   +4,7% 
EUR/GBP                0,8426        -0,0%      0,8426     0,8433   -2,9% 
USD/JPY                158,57        -1,9%      161,73     161,66  +12,6% 
GBP/USD                1,2915        +0,5%      1,2863     1,2833   +1,5% 
USD/CNH (Offshore)     7,2639        -0,4%      7,2859     7,2908   +2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD             58.706,71        +2,1%   57.976,99  57.517,24  +34,8% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               81,67        82,10       -0,5%      -0,43  +13,9% 
Brent/ICE               84,87        85,08       -0,2%      -0,21  +11,8% 
GAS                            VT-Settlem.                +/- EUR 
Dutch TTF               30,94        30,66       +0,9%      +0,28   -4,6% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          2.405,73     2.371,28       +1,5%     +34,45  +16,7% 
Silber (Spot)           31,42        30,80       +2,0%      +0,62  +32,1% 
Platin (Spot)        1.003,70       994,00       +1,0%      +9,70   +1,2% 
Kupfer-Future            4,54         4,60       -1,3%      -0,06  +15,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

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