MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Kering und Philips nach Zahlen fest
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Erwähnte Instrumente
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben den Handel am Dienstag mit kleinen Verlusten beendet. Der DAX schloss 0,1 Prozent tiefer bei 24.988 Punkten, der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,2 Prozent auf 6.047 Punkte. Die Berichtssaison lieferte vereinzelt Impulse. Kräftige Kursgewinne gab es bei Kering und Philips nach starken Geschäftszahlen. Die bisher gemeldeten Geschäftszahlen europäischer Unternehmen zeigen laut Morgan Stanley eine positive Tendenz hin zu einem Übertreffen der Erwartungen. Die Netto-Beat-Quote liege sowohl bei Erträgen als auch Umsatz bei plus 18 Prozent, was einem Anstieg gegenüber dem dritten Quartal von 10 bzw. 6 Prozent entspreche. Die Revisionen der Markterwartungen an die zukünftigen Unternehmensgewinne hätten sich zwar stabilisiert, wiesen aber weiterhin eine negative Tendenz auf.
Payrolls liefern nächsten Impuls
Zum US-Arbeitsmarktbericht (Payrolls), der am Mittwochnachmittag veröffentlicht wird, äußerte die Commerzbank die Erwartung, dass die Beschäftigung in den USA trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums auf der Stelle treten dürfte. Derweil sagte Kevin Hassett, Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, am Montag zu CNBC, die Märkte sollten sich auf "etwas niedrigere Job-Zahlen" einstellen, was aber "keine Panik" auslösen sollte. "Zwar war das mehr ein Kommentar zum allgemeinen Beschäftigungstrend angesichts eines langsameren Bevölkerungswachstums und steigender Produktivität, aber trotzdem löste der Kommentar Befürchtungen aus, dass der morgen anstehende, verspätete Arbeitsmarktbericht für Januar schwache Zahlen bringen könnte, zumal der Job Openings and Labor Turnover Survey (Jolts) für Dezember die niedrigste Zahl offener Stellen seit 2020 gezeigt hatte", schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.
Kering und Philips überraschen positiv
Philips sprangen nach starken Quartalszahlen deutlich an - um knapp 12 Prozent. Die Ergebnisse des Unternehmens für 2025 hätten die Prognose übertroffen und die Prognosen für 2026 und 2028 positiv überrascht, schreiben die Analysten von Jefferies. Der niederländische Medizintechnikkonzern habe im vierten Quartal eine weitere sequenzielle Verbesserung erzielt, mit einem organischen Umsatzwachstum von 6,4 Prozent gegenüber einem Konsens von 4,9 Prozent und einer Marge von 15,1 Prozent gegenüber einem Konsens von 13,5 Prozent. Bei unveränderter Nachfragedynamik befinde sich der Auftragseingang das fünfte Quartal in Folge im positiven Bereich, fügte die Bank hinzu. Die bessere Prognose für die kommenden Jahre sei auf starke Margenprognosen zurückzuführen, die durch weitere operative Verbesserungen und eine bessere Umsetzung gestützt würden.
Kursgewinne von knapp 11 Prozent gab es bei Kering nach Zahlenausweis. Der Gucci-Eigentümer will nach Jahren des Rückgangs im Jahr 2026 wieder auf Wachstumskurs zurückkehren und treibt dafür einen Sanierungsplan voran. Vor allem der positive Ausblick auf die Trendwende bei Gucci trieb die Aktie nach oben. Kering scheint auf dem richtigen Weg zu sein, nachdem das Unternehmen im Schlussquartal 2025 eine ordentliche sequentielle Verbesserung gezeigt hat, wie die Analysten der Deutschen Bank schrieben.
Auch Umstufungen treiben Kurse
Auffallend war die Stärke bei den Titeln der Chemiebranche. Die Analysten bei Goldman Sachs hatten sich den Sektor genauer angeschaut, unter anderem schossen Symrise mit ihrer neu erteilten Kaufempfehlung um knapp 7 Prozent nach oben. Evonik sprangen um 5,7 Prozent nach oben dank doppelter Hochstufung von "Verkaufen" auf "Kaufen". Bei Lanxess reichte allein die Befreiung von der Verkaufsempfehlung und die Einstufung mit "Neutral", um die Aktien 11,1 Prozent anziehen zu lassen. Der Sektor wurde lange Zeit gemieden, in der Folge sind Investoren hier unterinvestiert. Goldman Sachs sieht nun erste Anzeichen für eine Belebung der Branche.
Erste Eckdaten der Commerzbank (-0,5%) zu 2026 lieferten für die Aktie kaum Impulse. Der Nettogewinn 2025 fiel mit 2,63 Milliarden Euro leicht oberhalb des Konsens bei 2,538 aus. Die Dividendenerhöhung auf 1,10 Euro sei ebenfalls etwas höher als erwartet.
Um 6,2 Prozent nach unten ging es für die Teamviewer-Aktie. Belastend wirkte ein zurückhaltender Ausblick: Für das laufende Jahr nimmt sich die Gesellschaft nur ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 0 bis 3 Prozent vor.
Tui (-4,9%) überbot mit den Erstquartalszahlen die Erwartungen bei beibehaltener Prognose für 2026, merkte die Bank of America an. Die Analysten aktualisierten ihre EBIT-Schätzungen für 2026 und berücksichtigten dabei das besser als gedacht ausgefallene Auftaktquartal, aber auch niedrigere Werte für das zweite Halbjahr. Infolgedessen wurde das Kursziel gesenkt.
=== Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 6.047,06 -0,2% +4,6% Stoxx-50 5.154,03 -0,2% +5,0% Stoxx-600 620,97 -0,1% +4,9% XETRA-DAX 24.987,85 -0,1% +2,1% FTSE-100 London 10.386,23 k.A. +3,8% CAC-40 Paris 8.327,88 +0,1% +2,1% AEX Amsterdam 1.004,14 +0,5% +5,0% ATHEX-20 Athen 5.991,65 +0,7% +11,2% BEL-20 Bruessel 5.582,64 +0,1% +9,8% BUX Budapest 130.328,22 +0,4% +17,0% OMXH-25 Helsinki 5.958,17 +0,2% +4,3% ISE NAT. 30 Istanbul 13.797,04 k.A. +22,9% OMXC-20 Kopenhagen 1.623,67 +0,5% +0,4% PSI 20 Lissabon 8.953,35 -0,4% +8,8% IBEX-35 Madrid 18.122,10 -0,4% +5,1% FTSE-MIB Mailand 46.802,99 -0,0% +4,2% OBX Oslo 1.752,72 -0,1% +9,8% PX Prag 2.753,50 -0,7% +3,2% OMXS-30 Stockholm 3.136,54 -0,0% +8,8% WIG-20 Warschau 3.393,69 -1,1% +7,8% ATX Wien 5.724,31 -0,5% +8,0% SMI Zuerich 13.518,22 +0,0% +1,9% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:19 Uhr % YTD EUR/USD 1,1898 -0,1% 1,1914 1,1905 +1,4% EUR/JPY 183,58 -1,1% 185,71 185,63 +0,8% EUR/CHF 0,9122 -0,2% 0,9138 0,9132 -1,9% EUR/GBP 0,8709 +0,1% 0,8700 0,8703 -0,3% USD/JPY 154,30 -1,0% 155,86 155,92 -0,6% GBP/USD 1,3662 -0,3% 1,3698 1,3679 +1,7% USD/CNY 6,9403 +0,0% 6,9387 6,9379 -1,2% USD/CNH 6,9122 -0,1% 6,9162 6,9163 -0,9% AUS/USD 0,7070 -0,3% 0,7090 0,7088 +6,3% Bitcoin/USD 69.289,50 -1,5% 70.357,00 69.304,65 -20,5% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,79 64,20 -0,6% -0,41 +11,8% Brent/ICE 68,78 69,04 -0,4% -0,26 +13,2% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.026,53 5.059,06 -0,6% -32,53 +17,1% Silber 80,70 83,33 -3,2% -2,63 +16,9% Platin 1.759,34 1.782,44 -1,3% -23,10 +1,7% Kupfer 5,91 5,96 -0,9% -0,05 +4,4% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/cln
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
