MÄRKTE EUROPA/Hoher Gaspreis belastet Börsen
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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte geben den Vortagesgewinne am Donnerstag nahezu wieder ab. Im Handel wird von einem Konsolidierungstag gesprochen, wobei die Einzelwerte ihre Impulse mehrheitlich von der Berichtssaison erhalten. Zudem sorgen auch Analysteneinstufungen für Kursbewegungen. Der DAX verliert 0,9 Prozent auf 25.061 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt nach dem Rekordhoch am Vortag ebenfalls um 0,9 Prozent - auf 6.049 Punkte.
Für Gegenwind an den Börsen sorgen die geopolitischen Entwicklungen und die damit steigenden Energiepreise. So steigen die europäischen Erdgaspreise um rund 8 Prozent - die Ölpreise klettern auf das höchste Niveau seit Sommer 2025. Händler befürchten, dass eine Eskalation zwischen den USA und dem Iran die LNG-Ströme in der Region stören könnte. Die Gasmärkte sind zunehmend besorgt über Lieferungen durch die Seestraße von Hormus - insbesondere aus Katar, dem zweitgrößten Exporteur weltweit. "Diese Lieferrisiken bauen sich zu einer Zeit auf, in der sich die EU-Gasspeicher weiter leeren und sich einem Füllstand von 30 Prozent nähern", so die ING-Analysten. Öl der Sorte Brent legt um 1,1 Prozent auf 71,14 Dollar je Barrel zu, während die Feinunze Gold knapp unter 5.000 Dollar notiert.
Bundesanleihen notieren weiterhin seitwärts, während der Euro bei 1,1780 Dollar etwas leichter gehandelt wird. In den USA wird am Nachmittag vor allem auf die Handelsbilanz für Dezember geschaut. Daneben steht der Philadelphia-Fed-Index an.
Airbus nach Ausblick leichter
Die guten Geschäftszahlen von Airbus im Schlussquartal 2025 werden vom Ausblick für 2026 und Engpässen bei Triebwerkslieferungen überschattet. Der Konzern muss den Produktionshochlauf der Modellreihe A320 drosseln. Der US-Hersteller Pratt & Whitney habe bisher keine feste Zusage für die von Airbus bestellten Triebwerke gemacht. Dies wirke sich negativ auf die Prognose für dieses Jahr und den Produktionsanstieg aus, teilte der Konzern mit. Die Aktie verliert 5,7 Prozent.
Für Nestle geht es nach Geschäftsausweis um 1,7 Prozent nach oben. Der neue strategische Plan, das Portfolio zu verschlanken und sich auf vier Kategorien zu konzentrieren - Kaffee, Tiernahrung, Nutrition und Lebensmittel - scheint ziemlich standardmäßig zu sein, so RBC. Trotz einer besonderen Stärke im Geschäftsbereich Waters & Premium Beverages in Nord- und Südamerika treibe das Unternehmen den Verkauf der Sparte dennoch voran.
Die Aktie der Zurich Insurance verliert 1 Prozent. Auch wenn die Verweise auf das Übernahmeangebot der Versicherung für den Cyber-Versicherer Beazley im Mittelpunkt stehen dürften, sollte dies die Ergebnisse für 2025 nicht überschatten, urteilt Jefferies. Der Versicherer habe ein zweistelliges Prozentwachstum seines Betriebsgewinns und seiner Kernkapitalrendite verzeichnet und gleichzeitig seine Dividende um 7 Prozent angehoben.
Mit Blick auf die Branchen in Europa handeln die Aktien der Automobilhersteller 1,9 Prozent leichter. Hier belastet die Aktie von Renault (-6,3%). Die Franzosen erwarten in diesem Jahr einen weiteren Rückgang der Margen, da eine internationale Expansion und ein wachsender Anteil am Verkauf von Elektrofahrzeugen angestrebt wird. Renault plant, in diesem Jahr ihre Modellpalette in Europa mit einem Fokus auf Elektro- und Hybridmodelle zu erneuern und zu erweitern.
Für den Versorgungssektor geht es um 2,1 Prozent abwärts, Centrica stellen mit minus 4 Prozent den Verlierer. Der britische Energiekonzern hat sein Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt und angesichts eines schwierigen Marktumfelds einen Nettoverlust für das Gesamtjahr verbucht.
Geschäftszahlen gibt es auch von Knorr-Bremse (+2,2%) und Krones (-4%). Insgesamt verzeichnete Knorr im vierten Quartal und für das Gesamtjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr eine gute Entwicklung bei den wichtigsten Eckdaten, wie die DZ Bank anmerkt. So seien Auftragseingang, Umsatz, bereinigtes EBIT und Marge im Rahmen der Prognosen bis leicht über der Erwartung ausgefallen. Der freie Cashflow habe 5 Prozent über dem Konsens gelegen.
Krones habe solide Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt, so MWB unter Verweis auf das Umsatzwachstum von 7 Prozent, das im Rahmen der Erwartungen gelegen habe. Allerdings normalisiere sich die Wachstumsdynamik, merken die Analysten an. Der Auftragseingang impliziere eine Book-to-Bill-Ratio von 0,98 und signalisiere, dass die Nachfrage ihren Höhepunkt überschritten habe.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.048,95 -0,9% -54,42 +5,4% Stoxx-50 5.200,08 -0,8% -42,74 +6,6% DAX 25.061,00 -0,9% -217,21 +3,2% MDAX 31.529,78 -0,7% -212,44 +3,7% TecDAX 3.707,57 -0,4% -14,25 +2,7% SDAX 18.011,69 -0,4% -81,34 +5,3% CAC 8.358,74 -0,8% -70,29 +3,4% SMI 13.788,71 -0,1% -18,33 +4,1% ATX 5.777,29 -0,7% -43,26 +9,3% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 18:44 Uhr % YTD EUR/USD 1,1780 -0,0% 1,1786 1,1835 +0,3% EUR/JPY 182,17 -0,1% 182,41 181,67 -0,9% EUR/CHF 0,9119 +0,1% 0,9107 0,9129 -2,2% EUR/GBP 0,8748 +0,2% 0,8731 0,8740 +0,1% USD/JPY 154,63 -0,1% 154,76 153,50 -1,3% GBP/USD 1,3467 -0,2% 1,3499 1,3542 +0,2% USD/CNY 6,9367 +0,1% 6,9276 6,9244 -1,4% USD/CNH 6,8985 +0,1% 6,8916 6,8877 -1,3% AUS/USD 0,7045 -0,0% 0,7045 0,7057 +5,6% Bitcoin/USD 66.477,85 +0,1% 66.384,35 66.950,25 -25,0% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 66,19 65,05 +1,8% 1,14 +13,3% Brent/ICE 71,49 70,35 +1,6% 1,14 +15,2% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.985,54 4.976,98 +0,2% 8,56 +15,2% Silber 77,88 77,27 +0,8% 0,61 +8,4% Platin 1.757,53 1.766,29 -0,5% -8,76 +0,7% Kupfer 5,73 5,80 -1,3% -0,08 +2,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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