MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet mit weiteren Rekorden am deutschen Aktienmarkt
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DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Dienstag tendenziell gut behauptet. Der DAX schloss 0,1 Prozent höher mit 25.421 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zog um 0,2 Prozent auf 6.030 Punkte an. Am Nachmittag markierte der DAX bei 25.508 Punkten ein weiteres Allzeithoch, das sechste seit Jahresbeginn. "In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen", so CMC Markets. Doch es gibt auch erste Warnzeichen einer Konsolidierung, der Markt gilt als überkauft.
Der HDAX, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist den 14. Handelstag in Folge gestiegen und damit so lange wie noch nie seit er 1988 aufgelegt worden ist. "Es wirkt, als würden nur positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden", so QC Partners.
Im Blick steht nun aber auch die Berichtssaison. JP Morgan hat mit den Zahlen die Berichtssaison in den USA offiziell eröffnet. Die Zahlen sind gemischt ausgefallen und wurden im Verlauf zu Gewinnmitnahmen genutzt.
Gestützt wurde die Stimmung dagegen von neuen US-Preisdaten. Die Verbraucherpreise sind bereinigt um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise im Dezember weniger stark gestiegen als erwartet. Die Renditen kamen daraufhin etwas zurück.
Aktienrückkauf stützt Symrise
Gefragt waren Werte aus dem Energiebereich, Banken und Technologietitel. Auf der anderen Seite gab der Stoxx-Index der europäischen Bauwerte deutlich um 2,6 Prozent nach. Hier belastete Sika (-9,5%) die Stimmung. Mit Blick auf die Zahlen zum vierten Quartal hieß es von Jefferies, dass Belastungen durch den Regierungsstillstand in den USA zu einem Ergebnis geführt hätten, das schwächer als erwartet ausgefallen sei und eine Senkung der Margenprognose für das Gesamtjahr 2025 nach sich gezogen habe. Während ein wenig inspirierender Umsatzbericht kaum überraschen sollte, könnte die Neubewertung der Marge für 2025 das Erreichen der mittelfristigen Zielvorgaben erschweren. Im Sog verloren Heidelberg Materials 2,2 Prozent, auch Vinci und Saint Gobain gerieten unter Druck.
Im DAX gewann die Symrise-Aktie 5 Prozent, gestützt von der Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 400 Millionen Euro. Dieser sollte nach Einschätzung von JP Morgan den Gewinn je Aktie um 2 bis 3 Prozent heben. Die Analysten stufen den Rückkauf als nachvollziehbare Verwendung liquider Mittel ein angesichts einer Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von unter 2. Mit Blick auf die ebenfalls angekündigten Wertminderungen zeigte sich JPM wenig überrascht. Eine Wertberichtigung von 145 Millionen Euro erfolge im Zusammenhang mit dem Plan, das Geschäft mit Terpenen zu veräußern. Zudem schreibt Symrise 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Swedencare AB ab.
Um 4,8 Prozent aufwärts ging es mit Zalando. Hintergrund dürfte die Erwartung guter Viertquartalszahlen gewesen sein. JP Morgan erwartet solide Ergebnisse. Die Analysten rechnen mit einem EBIT von 261 Millionen Euro, was ein EBIT für das Gesamtjahr von 589 Millionen Euro zur Folge hätte. Dies liege 2 Prozent über der Konsensschätzung. Daneben hat JP Morgan die EBIT-Schätzung für 2026 um 5 Prozent auf 675 Millionen Euro erhöht.
Im MDAX fielen SMA Solar um 6,3 Prozent. Die Anleger könnten die Auswirkungen der geplanten Investitionen unterschätzen, was auf die Marge drücken könnte, hieß es bei Jefferies. Außerdem verwiesen die Analysten auf die gute Entwicklung der Aktie und die jüngsten Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen.
Orsted legten dagegen um 5,4 Prozent zu. Die Dänen dürfen die Arbeiten an ihrem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. In einer jüngeren Studie warnte die Citigroup allerdings vor weiteren Regierungsinterventionen und der Gefahr, dass die Projektkosten aus dem Ruder laufen könnten.
=== Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* Euro-Stoxx-50 6.029,83 +0,2% +3,9% Stoxx-50 5.113,70 +0,3% +3,7% Stoxx-600 610,44 -0,1% +3,2% XETRA-DAX 25.420,66 +0,1% +3,7% FTSE-100 London 10.140,70 k.A. +1,1% CAC-40 Paris 8.347,20 -0,1% +2,6% AEX Amsterdam 997,17 +0,4% +4,4% ATHEX-20 Athen 5.597,75 -0,2% +4,8% BEL-20 Bruessel 5.250,09 +0,7% +2,7% BUX Budapest 118.863,12 +1,3% +4,9% OMXH-25 Helsinki 5.792,43 +0,0% +1,7% ISE NAT. 30 Istanbul 12.385,61 k.A. +8,8% OMXC-20 Kopenhagen 1.751,79 +1,0% +7,9% PSI 20 Lissabon 8.559,09 +0,8% +2,8% IBEX-35 Madrid 17.687,10 +0,1% +2,0% FTSE-MIB Mailand 45.525,10 -0,5% +1,8% OBX Oslo 1.627,63 +0,8% +1,0% PX Prag 2.743,44 +0,1% +2,1% OMXS-30 Stockholm 2.983,90 -0,0% +3,5% WIG-20 Warschau 3.280,95 -0,3% +3,4% ATX Wien 5.410,30 -0,6% +2,1% SMI Zuerich 13.364,73 -0,5% +1,2% *bezogen auf Vortagesschluss DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:05 % YTD EUR/USD 1,1646 -0,2% 1,1669 1,1677 -0,7% EUR/JPY 185,30 +0,4% 184,48 184,49 +0,1% EUR/CHF 0,9325 +0,2% 0,9302 0,9301 -0,1% EUR/GBP 0,8670 +0,0% 0,8667 0,8668 -0,7% USD/JPY 159,11 +0,6% 158,10 158,00 +0,8% GBP/USD 1,3433 -0,2% 1,3463 1,3472 -0,0% USD/CNY 7,0095 +0,0% 7,0068 7,0018 -0,3% USD/CNH 6,9745 +0,1% 6,9696 6,9645 -0,2% AUS/USD 0,6681 -0,4% 0,6709 0,6719 +0,5% Bitcoin/USD 93.640,40 +2,7% 91.163,95 91.747,70 +3,0% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 61,29 59,50 +3,0% 1,79 +3,7% Brent/ICE 65,68 63,87 +2,8% 1,81 +5,1% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.610,91 4.596,05 +0,3% 14,86 +6,4% Silber 88,93 85,23 +4,3% 3,71 +19,4% Platin 2.025,32 2.016,09 +0,5% 9,23 +15,0% Kupfer 6,01 6,03 -0,3% -0,02 +5,1% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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