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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Inflationsanstieg lässt global nach

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FRANKFURT (Dow Jones) - Freundlich sind Europas Börsen am Mittwoch in den Handel gestartet. Die Märkte stehen ganz im Bann der neuesten Daten zur Inflationsentwicklung - und erhalten hier durchweg gute Nachrichten: So stützen die Daten aus Nordrhein-Westfalen bereits die Hoffnung, dass sich auch die gesamtdeutschen Verbraucherpreise (CPI) abschwächen.

Erwartet wird ein Rückgang auf 3,5 Prozent (Vormonat noch 3,8 Prozent) zum Vorjahr. Die Entwicklung scheint global zu verlaufen, da auch in Australien ein stärker als erwartetes Absinken vermeldet wurde. Japan zeigte dies schon am Vortag und auch Spanien kann am Morgen sinkende Preisanstiege vermelden. Und in den USA äußerte sich Fed-Gouverneur Christopher Waller ungewohnt optimistisch.

Entsprechend zeigen sich vor allem die Rentenmärkte weiter gutgelaunt, zinsempfindliche Aktienbranchen wie Tech- und Immobilienwerte profitieren. Der DAX steigt um 0,4 Prozent auf 16.056 Zähler, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,2 Prozent auf 4.358 Punkte zu.

Im Fokus stehen nun am Vormittag die Inflationsraten aus weiteren deutschen Bundesländern. Daneben werden Stimmungsindikatoren aus der Eurozone veröffentlicht, und in den USA steht am Abend das Beige Book auf der Agenda, der Konjunkturbericht der US-Notenbank. Am Donnerstag folgen dann mit Spannung erwartete Verbraucherpreise der Eurozone und der PCE-Indikator aus den USA.

   Deutsche Inflation im Fokus 

Die Marktteilnehmer werden vor allem auf die Preisentwicklung in Deutschland achten, heißt es von den Experten der Helaba. Wegen der EZB-Politik komme es darauf an, dass sich der disinflationäre Prozess fortsetzt und keine Notwendigkeit einer erneuten Zinserhöhung mehr besteht.

"Die Chancen für dieses Szenario stehen gut, denn vor allem an den Tankstellen hat es Entlastungen gegeben", so die Helaba-Analysten. Zudem habe der Preisdruck auf den Stufen der Import- und Erzeugerpreise auch abseitig der Energiepreise nachgelassen.

Dazu sehe es auch konjunkturell nicht schlecht aus: So wird in den USA die Revision des BIP-Wachstums für das dritte Quartal veröffentlicht. Eine leichte Aufwärtsrevision könne nicht ausgeschlossen werden. Die Geldmarktsätze preisen daher Zinssenkungen bereits in der ersten Jahreshälfte 2024 ein.

   Zinsempfindliche Branchen im Fokus 

Technologietitel profitieren von den sinkenden Renditen, Infineon steigen 3,3 Prozent. Die Branchen-Indizes der Tech- und Autowerte in Europa klettern um 1 bis 1,3 Prozent. BMW steigen um 2,4 Prozent. Kurstreiber ist die Aussicht, dass sinkende Zinsen den Kreditkauf von Autos erleichtern.

Entsprechend legen auch zinsempfindliche Immobilienwerte wie Vonovia um 2,5 Prozent zu. Nur Aroundtown stürzen um 7 Prozent ab, da die vorgelegten Geschäftszahlen kritisiert werden.

Auch Titel wie Zalando legen um 3,2 Prozent und Hellofresh um 1,8 Prozent. Unternehmen mit weit in der Zukunft liegenden Gewinnhoffnungen sind ebenfalls Nutznießer von fallenden Zinserwartungen.

Bei anderen Nebenwerten wie Borussia Dortmund geht es sogar um 8 Prozent höher. Der Verein steht im Achtelfinale der Champions League.

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Aktienindex              zuletzt        +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           4.358,44        +0,2%         10,42         +14,9% 
Stoxx-50                3.940,69        -0,1%         -2,38          +7,9% 
DAX                    16.051,22        +0,4%         58,55         +15,3% 
MDAX                   26.168,62        +0,6%        161,40          +4,2% 
TecDAX                  3.164,02        +1,0%         29,78          +8,3% 
SDAX                   13.122,51        +0,7%         89,71         +10,0% 
FTSE                    7.420,53        -0,5%        -34,71          +0,0% 
CAC                     7.261,01        +0,2%         10,88         +12,2% 
 
Rentenmarkt              zuletzt                    absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite       2,46                      -0,04          -0,11 
US-Zehnjahresrendite        4,29                      -0,03          +0,41 
 
DEVISEN                  zuletzt        +/- %  Mi, 8:02 Uhr  Di, 17:28 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,0989        -0,0%        1,1001         1,0991    +2,7% 
EUR/JPY                   162,00        -0,1%        161,91         162,18   +15,4% 
EUR/CHF                   0,9635        -0,2%        0,9643         0,9641    -2,7% 
EUR/GBP                   0,8656        -0,0%        0,8653         0,8660    -2,2% 
USD/JPY                   147,40        -0,0%        147,06         147,56   +12,4% 
GBP/USD                   1,2697        +0,0%        1,2717         1,2692    +5,0% 
USD/CNH (Offshore)        7,1283        -0,1%        7,1227         7,1435    +2,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                38.141,50        +0,7%     38.055,17      37.599,28  +129,8% 
 
 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  76,50        76,41         +0,1%          +0,09    -0,4% 
Brent/ICE                  81,71        81,68         +0,0%          +0,03    +0,1% 
GAS                               VT-Settlem.                      +/- EUR 
Dutch TTF                 42,425        43,10         -1,6%          -0,68   -52,1% 
 
 
METALLE                  zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             2.042,70     2.041,53         +0,1%          +1,18   +12,0% 
Silber (Spot)              24,94        25,05         -0,4%          -0,11    +4,1% 
Platin (Spot)             939,42       946,00         -0,7%          -6,58   -12,0% 
Kupfer-Future               3,80         3,80         -0,0%          -0,00    -0,3% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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