MÄRKTE EUROPA/DAX stagniert - Goldpreis klettert über 5.000 US-Dollar
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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Montagmittag wenig verändert. Der DAX verliert elf Punkte 0,2 Prozent auf 24.889 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert 0,1 Prozent auf 5.945 Punkte. In dieser Woche nimmt die Berichtssaison in Europa Fahrt auf, rund 50 Unternehmen aus dem Stoxx-600 legen Quartalszahlen vor. Aus Deutschland berichten unter anderem SAP und Deutsche Bank. Am Mittwoch steht zudem die Zinsentscheidung der US-Notenbank an, hier wird fest mit der Bestätigung des Leitzinsniveaus gerechnet. Jüngste Daten zum bevorzugten Inflationsmaß der Fed, dem Kernindex der Konsumausgaben, zeigten eine Inflation, die hartnäckig hartnäckig auf zu hohem Niveau verharrt.
Märkte der Stunde bleiben die Edelmetalle. Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Feinunze überwunden und auch deutlich hinter sich gelassen: Aktuell steigt das Edelmetall um 2,1 Prozent auf 5.091 Dollar. Noch stärker nach oben geht es mit dem Silberpreis, der um 6,3 Prozent zulegt. Der Preisanstieg wird aber an den Aktienmärkten nicht gefeiert, sondern als Krisen-Indikator und Flucht aus dem US-Dollar gewertet.
Erneuter Shutdown in den USA droht
Die Eskalation in den USA mit dem Tod eines weiteren US-Bürgers durch die Einwanderungsbehörde ICE beunruhigt. Angesichts der eskalierenden Gewalt in Minneapolis hat der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, angekündigt, ein umfangreiches Ausgabenpaket, über das in der kommenden Woche im Senat abgestimmt werden soll, zu blockieren. Hier sehen die Marktstrategen der DZ Bank ein Problem. Um den Senat zu passieren, benötige das Ausgabenpaket 60 Stimmen. Da die Republikaner derzeit nur über 53 Sitze verfügten, seien sie auf die Unterstützung der Demokraten angewiesen. Die innenpolitische Tragweite macht auch der Wirtschaft Sorgen: Am Wochenende forderten mehr als 60 CEOs von Firmen in Minnesota eine Deeskalation, darunter Cargill, Target und Unitedhealth.
Ifo-Stagnation im Januar enttäuschend
Alexander Krüger, Chefvolksiwrt von Hauck Aufhäuser Lampe, findet die Stagnation des Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar "gemessen an den immensen Schuldenplänen der Politik" enttäuschend. "Die Lagebeurteilung bleibt schlecht, die Erwartungen profitieren vom Fiskalpaket bisher nicht", schreibt er in einem Kommentar. Selbst bei der Sicht durch die rosarote Brille sei die Konjunkturlage weiter ernst. "Für eine echte Aufbruchsstimmung muss das Geschäftsklima endlich klettern, und das deutlich".
Im europäischen Stoxx-Universum steigt der Index der rohstoffnahen Basic Resources um 1,5 Prozent, dahinter legen die Indizes der Banken und der Versorger um 1 bzw. 0,9 Prozent zu. Auf der anderen Seite fällt der Index der Reise- und Freizeitaktien um 1,3 Prozent. Im DAX ziehen Commerzbank um 2,2 Prozent an und Deutsche Bank um 1,6 Prozent. Heidelberg Materials steigen um 1 Prozent.
In der zweiten Reihe erholen sich Aroundtown um 5,3 Prozent und Puma um 14,5 Prozent. Kion geben mit einer Abstufung auf "Underperform" durch Jefferies 3,1 Prozent ab. In der dritten Reihe ziehen Stabilus um 0,9 Prozent an, der Autozulieferer hat seinen Ausblick bekräftigt.
Die Aktien von Friedrich Vorwerk steigen um 5,9 Prozent. Hier kommen die starken Zahlen zum vierten Quartal gut an. Von Jefferies werden die Zahlen gelobt, der Gewinn (EBIT) liege 14 Prozent über ihrer Schätzung. Die Liquidität habe sich deutlich verbessert. Allerdings seien Auftragsbestand und -eingänge leicht zurückgegangen.
Ryanair verlieren 2,7 Prozent. Die Prognose-Anhebung für das Geschäftsjahr 2026 wirke konservativ, da sie im Großen und Ganzen den Konsensschätzungen entspreche, so UBS-Analyst Jarrod Castle. Allerdings hätten die Einnahmen und der Nettogewinn vor Sondereffekten im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen. Die Bilanz der Fluggesellschaft biete Spielraum, um im Mai eine Anleihe im Wert von 1,2 Milliarden Euro zurückzuzahlen, fügt er hinzu.
Die Aktien der Nahrungsmittelhersteller Danone und Nestle notieren 3,8 und 1,2 Prozent im Minus. Hier belastet die Sorge um kontaminierte Baby-Nahrung. Neben den Kosten für den Rückruf sei vor allem der Schaden für die Marken noch nicht absehbar, heißt es. Danone hat den Rückruf ausgewählter Chargen seiner Säuglingsnahrung angekündigt. Der Schritt erfolge in Übereinstimmung mit den Leitlinien mehrerer Lebensmittelsicherheitsbehörden.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 5.945,00 -0,1% -3,20 +2,7% Stoxx-50 5.060,41 +0,0% 1,43 +2,9% DAX 24.889,30 -0,0% -11,41 +1,7% MDAX 31.682,83 -0,2% -63,29 +3,7% TecDAX 3.713,19 -0,3% -10,63 +2,8% SDAX 18.246,73 -0,3% -56,09 +6,6% CAC 8.126,97 -0,2% -16,08 -0,1% SMI 13.121,44 -0,2% -25,69 -0,9% ATX 5.540,27 +0,4% 21,10 +3,6% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:20 Uhr % YTD EUR/USD 1,1854 -0,3% 1,1889 1,1754 +1,1% EUR/JPY 182,47 -0,7% 183,77 185,76 -0,5% EUR/CHF 0,9222 +0,1% 0,9215 0,9277 -1,1% EUR/GBP 0,8678 -0,2% 0,8692 0,8666 -0,5% USD/JPY 153,93 -0,4% 154,57 158,04 -1,6% GBP/USD 1,3660 -0,1% 1,3678 1,3564 +1,5% USD/CNY 6,9823 -0,2% 6,9953 6,9953 -0,4% USD/CNH 6,9515 +0,1% 6,9478 6,9632 -0,4% AUS/USD 0,6922 -0,1% 0,6927 0,6869 +3,8% Bitcoin/USD 87.825,40 +1,6% 86.450,10 89.577,30 -2,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 61,08 61,07 +0,0% 0,01 +6,6% Brent/ICE 65,94 65,88 +0,1% 0,06 +8,8% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.090,96 4.984,53 +2,1% 106,43 +15,4% Silber 109,82 103,28 +6,3% 6,54 +44,9% Platin 2.433,91 2.342,60 +3,9% 91,31 +33,8% Kupfer 5,98 5,95 +0,5% 0,03 +3,8% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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