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15:57 Uhr, 22.01.2024

MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Aurubis unter Druck

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(HINWEIS: Aus technischen Gründen entfällt die Kurstabelle am Fuß der Meldung)

FRANKFURT (Dow Jones) - Gestützt von günstigen US-Vorgaben bauen Europas Aktienmärkte am Montagnachmittag die Gewinne aus. Im Blick steht der Technologiesektor, der mit Aufschlägen von 2,2 Prozent die Liste der Branchengewinner in Europa anführt. Die US-Technologiekonzerne geben aktuell den Takt an den Börsen vor, die Indizes von Nasdaq-100, Dow-Jones und S&P-500 sind auf neue Allzeithochs geklettert. Der DAX steigt um 0,7 Prozent auf 16.666 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,8 Prozent zu auf 4.483 Punkte.

Die Anleihen notieren ebenfalls im Plus, hier steht die Zinspolitik der Notenbanken im Blick. In den USA ist die Erwartung an eine erste Zinssenkung im März zuletzt gefallen. So deuten die Fed-Fund-Futures aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von nur noch 49 Prozent eine erste Zinssenkung der Fed im März an, vor einer Woche lag der Wert noch bei 83 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft sich am Donnerstag, hier wird ein erste mögliche Senkung im April, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit im Juni erwartet.

Impulse liefert auch zunehmend die Berichtssaison: Nach Angaben der Deutschen Bank legen diese Woche 33 Konzerne aus dem Stoxx-600 ihre Zahlen vor, hier dürften die Technologiewerte wie STMicroelectronics, ASML und SAP im Fokus stehen. In den USA werden die Quartalszahlen von 74 Unternehmen aus dem S&P-500 erwartet.

   Hypoport erwartet Normalisierung des Geschäfts 2024 

Aurubis geben 2,1 Prozent nach. Im Handel wird auf einen Bericht des Manager Magazins verwiesen, dass nach einem dramatischen Jahr "mit Schwerverbrechern und Toten" drei von vier Vorstandsmitgliedern gehen müssen. Nachfolger gebe es nicht.

Im DAX geht es für Infineon um 1,4 Prozent nach oben, ASML gewinnen 2,9 Prozent. Um 3,4 Prozent höher geht es für United Internet. Sie werden von den Analysten bei Berenberg als "Top Pick" bezeichnet mit einem Kursziel von 43 Euro - was ein Potenzial von rund 90 Prozent über dem aktuellen Kurs wäre. Nach negativen Kommentaren verlieren Commerzbank indes 3,9 Prozent.

Der Kurs des Immobilienfinanzierers Hypoport steigt sogar um 7,2 Prozent. Trotz der Krisensignale aus dem Bausektor ist man im vierten Quartal gewachsen und erwartet eine Normalisierung am Markt im Jahr 2024. Das Transaktionsvolumen beendete im Schlussquartal erstmals seit Einbruch des Immobilienfinanzierungsmarktes seine Talfahrt.

   FDJ bietet für Kindred 

Die Aktien der in Stockholm gelisteten Kindred steigen um 16,6 Prozent. Treiber ist hier ein Gebot über 130 schwedische Kronen des französischen Lotteriebetreibers Française des Jeux (FDJ), dessen Kurs um 5,4 Prozent vorrückt. Die Offerte entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. FDJ ist der exklusive Anbieter von Lotterien und Offline-Sportwetten in Frankreich, bietet überdies aber auch Online-Sportwetten und Online-Glücksspiele an. Mit der Übernahme von Kindred zielt das Unternehmen darauf ab, einen europäischen Glücksspiel-Champion zu schaffen.

Mit Aufschlägen von 3,4 Prozent reagieren Sandoz auf die Übernahme des Medikaments Cimerli zur Behandlung von Sehschwäche von Coherus. Den Kaufpreis von 170 Millionen Dollar bezeichnet die Citigroup als attraktiv. Die Analysten stufen den Kauf auch als Sicherheit für den 2025 geplanten Start des Eylea-Biosimilars von Sandoz ein.

Evotec rücken 4,2 Prozent vor. In einer Telefonkonferenz hat das Unternehmen erklärt, allen Verpflichtungen zur Veröffentlichung von Manager-Transaktionen nachgekommen zu sein. CEO Werner Lanthaler hatte jüngst völlig überraschend seinen Posten geräumt, was an der Börse einen Abverkauf in der Aktie auslöste.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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