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Kommentar
09:45 Uhr, 03.11.2026

Lohnt sich KI noch

Die Künstliche Intelligenz hat offensichtlich kein Nachfrageproblem, wohl aber ein zunehmend sichtbares Rentabilitätsproblem. Eine bemerkenswerte Aussage von Elon Musk liefert dafür ein aktuelles Beispiel. Der reichste Mann der Welt räumte am Wochenende ein, dass die Betriebskosten seines KI-Agenten Grok Bot im Verhältnis zu den erzielten Einnahmen untragbar hoch seien. Hintergrund waren Beschwerden zahlreicher Nutzer, deren wöchentliche Nutzungskontingente plötzlich wesentlich schneller aufgebraucht waren als bisher.

Das ist bemerkenswert, denn noch vor wenigen Wochen hatte Musk den Agenten geradezu euphorisch beworben. Doch offenbar hat Musk die Kosten dieser Dienstleistungen unterschätzt. Wie hoch die finanziellen Belastungen tatsächlich sind, ließ er offen.

Der Fall verdeutlicht ein grundlegendes Problem des gesamten KI-Booms. Während einfache Chatbots vergleichsweise wenig Rechenleistung benötigen, können selbstständig handelnde KI-Agenten ein Vielfaches davon verbrauchen.

Damit rückt die entscheidende Frage des KI-Booms immer stärker in den Vordergrund: Nicht mehr, ob die Menschen Künstliche Intelligenz nutzen wollen, sondern ob die Anbieter mit dieser Nutzung auch genügend Geld verdienen können. Steigende Nutzerzahlen allein garantieren jedenfalls noch keine Gewinne.

Für die Aktienmärkte könnte diese Erkenntnis weitreichende Konsequenzen haben. Die großen Technologiekonzerne investieren gewaltige Summen in Rechenzentren, Hochleistungschips und die notwendige Energieinfrastruktur. Diese Investitionen müssen sich früher oder später rechnen. Sollte sich herausstellen, dass die tatsächlichen Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten die Unternehmen ihre Investitionsprogramme reduzieren.

Unsere skeptische Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologiewerten sehen wir deshalb bestätigt. Mit AMAZON, META und MICROSOFT haben wir uns bereits auf der Short-Seite positioniert. Allerdings wollen wir die bestehenden Engagements nicht unkontrolliert ausbauen, zumal nach den jüngsten Kursverlusten jederzeit kräftige technische Gegenbewegungen möglich sind. Wir haben in diesem Zusammenhang zwei weitere Unternehmen für Sie, die Sie in der Termiin-Börse daily finden (KLICK HIER).

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