LOEWS: CNA halbiert den Gewinnbeitrag – Entlastung braucht Zeit
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Höhere Schadenkosten und eine Reservestärkung in der Pflegeversicherung von CNA reißen bei Loews Corporation eine Lücke, die Pipelines und Hotels trotz Zuwächsen nicht annähernd schließen können. Den Ausgleich verspricht das Management erst nach und nach: Höhere Kapitalerträge sollen die Belastung über die Zeit wettmachen.
| ✦ Auf einen Blick |
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• Loews meldet für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 306 Mio. USD bzw. 1,50 USD je Aktie nach 504 Mio. USD bzw. 2,43 USD im Vorjahresquartal. • Die Konzern-Erträge steigen um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 4.759 Mio. USD. • Die Combined Ratio der Schaden- und Unfallversicherung von CNA steigt um 4,2 Punkte auf 97,0 %; eine Reservestärkung in der Pflegeversicherung belastet zusätzlich mit 125 Mio. USD. • Loews Hotels steigert das bereinigte EBITDA um 25 % auf 86 Mio. USD. • Im Quartal kauft Loews 1,6 Mio. eigene Aktien für 167 Mio. USD zurück. |
Loews Corporation, eine Holding mit dem Industrieversicherer CNA als größter Beteiligung sowie Erdgaspipelines und Hotels, steigert die Erträge im dritten Quartal um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 4.759 Mio. USD. Der Zuwachs kommt aus dem Pipeline- und dem Hotelgeschäft, während die Erträge von CNA mit 3.821 Mio. USD praktisch auf Vorjahreshöhe verharren.
Unter dem Strich fällt der Nettogewinn von 504 Mio. auf 306 Mio. USD. Je Aktie verdient Loews 1,50 USD nach 2,43 USD im Vorjahresquartal, obwohl die Zahl der Aktien durch Rückkäufe weiter sinkt.
Die jährliche Überprüfung der Annahmen für die Langzeitpflegeversicherung bei CNA belastet das Ergebnis mit 125 Mio. USD nach Steuern und Minderheitsanteilen. Höhere Renditen aus jüngsten Umschichtungen im Anlageportfolio sollen diese Last nach Darstellung des Managements nahezu vollständig ausgleichen, wirken allerdings nur schrittweise über das Kapitalanlageergebnis. Der Gewinnrückgang lässt sich dennoch nicht als reiner Ausrutscher abtun: Selbst ohne die Reservestärkung bliebe das Ergebnis klar unter dem Vorjahr. Da die Überprüfung jährlich wiederkehrt, bleibt das Risiko der alten Pflegepolicen ein Dauerthema.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Loews Corporation. (Quelle: Unternehmensangaben)
Bei CNA halten die Preise nicht mit
Das Kernergebnis (Core Income) von CNA halbiert sich nahezu von 409 Mio. auf 203 Mio. USD. In der Schaden- und Unfallversicherung steigt die Combined Ratio um 4,2 Punkte auf 97,0 %. Damit bleibt vom Prämiendollar kaum noch versicherungstechnischer Gewinn übrig. Höhere Katastrophenschäden erklären den Anstieg nur zum Teil: Auch ohne sie und ohne Effekte aus der Abwicklung alter Schadenjahre klettert die Quote von 91,3 % auf 94,2 %.
Die Begründung lässt aufhorchen. Die Schadenkosten steigen schneller, während die Preise in einigen Sparten zuletzt hinter den Erwartungen von CNA zurückblieben. Wenn ein Versicherer dieser Größe einräumt, die angepeilten Tarife nicht überall durchzusetzen, spricht das für einen Markt mit nachlassender Preissetzungsmacht. Gegenüber dem Vorquartal bleibt die bereinigte Schadenquote mit 64,1 % immerhin stabil. Eine weitere Verschlechterung bleibt damit aus, eine Wende aber auch.
Hotels und Pipelines federn ab, mehr nicht
Bei Boardwalk Pipelines sinkt der Gewinn von 94 Mio. auf 85 Mio. USD, wobei Sonderbelastungen von 14 Mio. USD nach Steuern zu Buche schlagen. Sie entfallen auf Bewertungsverluste bei der Beteiligung Continuum und eine Abschreibung im Zuge des Umzugs der Zentrale. Bereinigt um diese Posten wächst das EBITDA um 14 Mio. USD, getragen von höheren Vertragstarifen und besserer Auslastung im Gastransport.
Loews Hotels erzielt nach einem Verlust von 3 Mio. USD nun einen Gewinn von 16 Mio. USD; das bereinigte EBITDA steigt um 25 % auf 86 Mio. USD. Höhere Zimmerpreise und mehr belegte Nächte zahlen sich aus, vor allem im Loews Miami Beach Hotel nach dessen Renovierung. Die Diversifizierung zeigt damit ihren Wert, doch ihr Gewicht reicht nicht aus, um die Schwäche von CNA aufzufangen. Der Versicherer bleibt der Taktgeber des Konzerns.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Ob der Gewinn wieder steigt, hängt vor allem davon ab, ob CNA die Preise schneller anheben kann, als die Schadenkosten zulegen. Mit 1,9 % wachsen die Konzern-Erträge im gewohnt gemächlichen Tempo. Eine Beschleunigung, die den Druck aus dem Versicherungsgeschäft auffangen könnte, lässt sich daraus nicht ablesen. Entlastung stellt das Management vor allem auf der Anlageseite in Aussicht, wo höhere Renditen die Belastung durch die Pflegereserve kompensieren sollen. Das braucht Zeit.
Rückhalt gibt die Bilanz. Die Muttergesellschaft verfügt über 4,4 Mrd. USD an Barmitteln und Anlagen bei 1,8 Mrd. USD Schulden. Im Quartal kauft Loews 1,6 Mio. eigene Aktien für 167 Mio. USD zurück, im Oktober folgen weitere 0,6 Mio. Stück für 67 Mio. USD. Der Buchwert je Aktie ohne das sonstige Ergebnis (AOCI) steigt seit Jahresende von 95,89 auf 100,67 USD.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e |
|---|---|---|
| Erträge | 18,18 Mrd. USD | 21,90 Mrd. USD |
| EPS | 7,98 USD | 0,00 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens); Erträge = Konzern-Gesamterträge
Fazit: Dass CNA sein Kernergebnis nahezu halbiert, wiegt schwerer als die operativen Fortschritte bei Hotels und Pipelines. Zur unverändert hohen bereinigten Schadenquote von 64,1 % kommt die Reservestärkung in der Pflegeversicherung. Die Rückkäufe stützen den Wert je Aktie, am dominierenden Einfluss des Versicherungsgeschäfts ändern sie jedoch nichts. Der Rückstand der Tarife gegenüber den Schadenkosten dürfte auch das Aufwärtspotenzial der Aktie begrenzen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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