Krypto-Trading-Bot im Praxistest: So schlägt sich unCoded im Live-Betrieb
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Der Testaufbau: So haben wir unCoded konfiguriert
Für unseren Test haben wir den Bot eigenständig eingerichtet. Laut Anbieter dauert die Einrichtung zwischen ein und drei Stunden. Mit technischer Grundkenntnis waren wir nach rund einer Stunde startklar.
Da unCoded auf einem eigenen Server läuft, benötigten wir zunächst einen VPS mit zwei vCPU, 4 GB RAM, 50 GB SSD und stabiler Verbindung zu Binance. Den Server mieteten wir für rund zehn Euro im Monat bei Netcup.
Anschließend richteten wir ein Binance-Konto inklusive KYC-Verifizierung ein, aktivierten die Zwei-Faktor-Authentifizierung und erzeugten einen API-Schlüssel ohne Auszahlungsrechte. Über den Referral-Link lassen sich nicht nur die Binance-Handelsgebühren reduzieren. Auch die Gewinnbeteiligung bei unCoded sinkt von 30 auf 20 Prozent. Bestehende Accounts können ebenfalls genutzt werden.
Im unCoded-Dashboard hinterlegten wir die Binance-UID und aktivierten das Startguthaben von 25 US-Dollar. Die Installation auf dem VPS erfolgte per Copy-&-Paste-Anleitung. Nach wenigen Minuten lief der Bot stabil. Anschließend wählten wir den Modus, definierten das Investment pro Trade und starteten die Strategie. Von diesem Zeitpunkt an handelte das System automatisiert rund um die Uhr.
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Wichtige Eckdaten des Tests
Als Startkapital nutzten wir 1.980 US-Dollar auf Binance sowie zusätzlich 20 US-Dollar in BNB zur Zahlung der Handelsgebühren. Der Bot lief im Modus “RlyLowSettings” und investierte pro Kauf 12 USDC. Eine Position wurde nur eröffnet, wenn der Kurs um 0,20 Prozent stieg. Verkäufe erfolgten gestaffelt: 50 Prozent der Position bei einem Prozent Gewinn, die restlichen 50 Prozent bei zwei Prozent Gewinn. Gehandelt wurde das Paar ETH/USDC. Der Testzeitraum erstreckte sich vom 10. bis zum 26. Februar 2026.
Bei jedem Einstieg eröffnete der Bot zwei Teilpositionen à sechs USDC. Aufgrund der aktuellen Bärenmarktphase entschieden wir uns bewusst für dieses konservative Setup. Orders werden nur platziert, wenn sich der Kurs tatsächlich in Richtung Gewinnzone bewegt. Dreht der Markt, reagiert das System automatisch. Das Resultat waren zahlreiche kleine, strukturierte Trades statt weniger großer Positionen.
Performance im Überblick
Vom 10.02. bis 26.02. erzielte der Bot einen Gesamtgewinn von ca. 30 US-Dollar. Die Binance-Handelsgebühren in Höhe von rund 3,50 US-Dollar sind bereits im Ergebnis berücksichtigt. Insgesamt wurden ca. 400 Trades ausgeführt und geschlossen.
Bezogen auf das eingesetzte Kapital entspricht das einer Rendite von ca. 1,50 Prozent im Testzeitraum – bei konservativer Konfiguration und im Bärenmarkt. Eine lineare Hochrechnung auf ein Jahr wäre unseriös, da Marktphasen stark variieren. Der Test zeigt jedoch, dass auch in schwächeren Marktphasen strukturierte, kleinere Gewinne möglich sind.
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Kapitalbedarf und Risikomanagement
Der Kapitalbedarf hängt stark von der Marktbewegung ab. Je stärker der Kurs fällt, desto mehr Kapital wird gebunden, um die Strategie fortzuführen. Bei größeren Rücksetzern kann daher schnell ein vierstelliger Betrag erforderlich sein. Wer mit sehr kleinen Summen startet, stößt entsprechend schneller an strategische Grenzen.
Da ausschließlich am Spot-Markt gehandelt wird, besteht kein Liquidationsrisiko wie bei Futures- oder Margin-Produkten. Gekaufte Coins verbleiben im Besitz des Nutzers. Das Marktrisiko bleibt dennoch bestehen: Fällt der Kurs langfristig unter den Einstiegspreis, kann Kapital über einen längeren Zeitraum gebunden sein. In dieser Phase entstehen keine zusätzlichen Gebühren, es werden jedoch auch keine Gewinne realisiert.
Mindestanforderungen:
Die Binance-Mindestorder beträgt fünf US-Dollar pro Trade. In der Praxis sind zwölf US-Dollar pro Position sinnvoll, wenn Verkäufe hälftig aufgeteilt werden. Für Testläufe empfiehlt sich es sich laut Anbieter mit ca. 600 US-Dollar Kapital zu starten. Viele Nutzer starten mit Beträgen zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar. Für Tests mit kleineren Summen können volatilere Memecoins genutzt werden, bei denen auch Ordergrößen unter 5 US-Dollar möglich sind.
Steuer und Gebührenmodell
Alle Transaktionen lassen sich vollständig exportieren. Der integrierte Trading Report erstellt Jahresberichte und Transaktionsübersichten, was insbesondere für aktive Trader organisatorischen Aufwand reduzieren kann.
unCoded arbeitet ohne Fixkosten oder Abonnement. Stattdessen fällt eine Gewinnbeteiligung von 30 Prozent an, die durch Community-Teilnahme auf 20 Prozent reduziert werden kann. Das Lizenzkonto startet mit 25 US-Dollar. Fällt es auf null, muss es aufgeladen werden, damit der Bot weiter einkaufen kann. Im Test entstanden ausschließlich Kosten für die Gewinnbeteiligung und den Serverbetrieb.
Technische Besonderheiten
Grundsätzlich können alle auf Binance gelisteten Spot-Märkte gehandelt werden. Binance erlaubt derzeit bis zu 2.000 offene Limit-Orders gleichzeitig. Dafür hat der Anbieter sich eine extra Logik einfallen lassen, um das Ordermanagement autark zu händeln.
Die Software läuft auf einem eigenen VPS, wodurch Nutzer die Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten. Coins verbleiben jederzeit auf dem eigenen Binance-Konto, der API-Schlüssel besitzt ausschließlich Handelsrechte.
Ein zentraler Unterschied zu vielen anderen Trading-Bots besteht darin, dass unCoded ausschließlich am Spot-Markt agiert. Hebelprodukte oder Futures kommen nicht zum Einsatz. Ein systembedingtes Liquidationsrisiko besteht daher nicht, auch wenn das allgemeine Marktrisiko weiterhin gegeben ist.
Zwischenfazit
unCoded richtet sich primär an Berufstätige und Investoren, die ihr Trading automatisieren möchten. Es handelt sich nicht um ein Schnell-reich-werden-System, sondern um ein regelbasiertes Automatisierungstool. Die Performance hängt maßgeblich von Kapitalausstattung, Risikomodus, Marktphase und der Disziplin bei der Konfiguration ab.
Im konservativen Setup entstehen viele kleine Trades, was insbesondere im Seitwärts- oder Bärenmarkt Vorteile haben kann. Wie sich das System in ausgeprägten Bullenphasen verhält, müsste in einem separaten Test untersucht werden.
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