Kommentar
19:17 Uhr, 30.01.2026
Krypto-Kapitalflucht? Dieses Land geht hart gegen illegale Bitcoin-Transaktionen vor
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- Kasachstan verschärft den Kampf gegen illegale Krypto-Transaktionen und nimmt dabei vor allem Kapitalflucht und Geldwäsche ins Visier. Präsident Kassym-Schomart Tokajew spricht von einer “ernsthaften Bedrohung für die wirtschaftliche Sicherheit” des Landes.
- Besonders problematisch seien Schattenmärkte und nicht genehmigte Handelsplattformen, über die Milliardenbeträge außer Landes gebracht würden. Nach Angaben des Staatschefs haben die Behörden bereits mehr als 130 illegale Krypto-Wechselstuben geschlossen. Das dabei abgewickelte Volumen belief sich auf rund 62 Milliarden Tenge, umgerechnet über 120 Millionen US-Dollar.
- Trotz dieser Maßnahmen bleibt das Problem laut Tokajew ungelöst. Illegale Handelsplattformen würden weiterhin aggressiv in sozialen Netzwerken beworben. “Laut internationalen Organisationen ist unser Land eines der führenden Länder in Bezug auf das Volumen des abgezogenen Kapitals.”
- Bislang gab es allerdings kaum tatsächliche Verurteilungen. Der Präsident forderte die Finanzaufsicht daher auf, konkrete Vorschläge zu liefern. Illegale Kapitalabflüsse dürften nicht länger folgenlos bleiben.
- Neben Krypto rückt auch der Bargeldsektor stärker in den Fokus der kasachischen Behörden. Immer mehr Händler würden zwei Preise verlangen, einen für Kartenzahlung und einen niedrigeren für Barzahlung ohne Steuern.
- Der harte Ton steht im Kontrast zu Kasachstans langfristigen Krypto-Plänen. Das Land will sich als regionales Krypto-Zentrum positionieren und hat zuletzt neue Gesetze zur Regulierung und Legalisierung von Krypto-Investments verabschiedet. Auch der Handel außerhalb des Finanzzentrums AIFC soll schrittweise geöffnet werden.
- Parallel dazu gehen die Behörden weiter gegen illegale Akteure vor. Über 1.100 nicht lizenzierte Krypto-Webseiten wurden inzwischen blockiert. Auch die russische Duma will im Sommer eine umfassende Krypto-Regulierung erlassen und Bitcoin-Investments erlauben – mit einer jährlichen Limitierung von 4.000 US-Dollar für Privatanleger.
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