KLÖCKNER & CO - Übernahme amtlich! Aktionäre erhalten 11 EUR je Aktie!
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- Kloeckner & Co SE.Kursstand: 8,610 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der VeröffentlichungVerkaufenKaufen
- Kloeckner & Co SE. - WKN: KC0100 - ISIN: DE000KC01000 - Kurs: 8,610 € (XETRA)
Im Dezember berichtete stock3 über eine mögliche Übernahme des Stahlhändlers Klöckner & Co. Nach gut einem Monat melden beiden Parteien nun Vollzug.
Worthington Steel bietet 11,00 EUR in bar je Klöckner-&-Co-Aktie. Das entspricht laut Unternehmen einer Prämie von rund 81 % auf den Schlusskurs von 6,07 EUR am 5. Dezember 2025 sowie etwa 98 % auf den unbeeinflussten volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs bis zu diesem Stichtag. Der implizite Unternehmenswert liegt damit bei rund 2,1 Mrd. EUR beziehungsweise 2,4 Mrd. USD.
Vorstand und Aufsichtsrat des Stahlhändlers Klöckner & Co. begrüßen das Angebot ausdrücklich und wollen den Aktionären nach Prüfung der offiziellen Angebotsunterlage die Annahme empfehlen. Aus Sicht der Gremien spiegelt der Preis den inneren Wert der Klöckner-&-Co-Aktie wider und enthält eine attraktive Kontrollprämie.
Ein wichtiger Punkt: Die SWOCTEM GmbH hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre Beteiligung von etwa 41,53 % in das Angebot einzuliefern. Auch der Vorstand wird seine eigenen Aktien andienen. Damit ist ein großer Teil der Mindestannahmeschwelle faktisch vorgezeichnet.
Diese liegt bei 65 % aller ausstehenden Aktien. Neben dieser Hürde müssen noch behördliche Freigaben sowie weitere übliche Vollzugsbedingungen erfüllt werden. Der Vollzug wird aktuell für das zweite Halbjahr 2026 angepeilt.
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Strategischer Hintergrund und operative Perspektive
Strategisch ergibt der Zusammenschluss eine klar formulierte Logik: Klöckner & Co bringt starke Marktpräsenz in Europa und Nordamerika, ein breites Service-Center- und Verarbeitungsnetzwerk sowie bestehende Kundenbeziehungen ein. Worthington Steel sieht sich als idealer Partner, um das Profil von Klöckner & Co im Bereich höherwertiger Produkte und Services auszubauen.
Worthington Steel betont, dass man die bestehende Strategie von Klöckner & Co ausdrücklich unterstützt. Im Fokus steht die Verschiebung des Geschäftsmodells weg vom reinen Stahlhandel hin zu höhermargigen, serviceorientierten Lösungen und veredelten Produkten. Erfahrung, Netzwerke und Kapital von Worthington sollen diese Ausrichtung beschleunigen.
Operativ sind aus heutiger Sicht keine harten Einschnitte angekündigt. Die Kernaussagen der Vereinbarung zum Unternehmenszusammenschluss: Die europäische Zentrale bleibt in Düsseldorf, das Unternehmen soll eigenständig durch den aktuellen Vorstand geführt werden, die Größe des Aufsichtsrats bleibt unverändert, Worthington soll dort lediglich seiner künftigen Aktionärsrolle entsprechend vertreten sein. Es sind weder Entlassungen noch Standortschließungen geplant, alle bestehenden Betriebsvereinbarungen sollen weiter gelten.
Fazit: Mit der Übernahme wird perspektivisch auch das Kapitel Klöckner & Co. an der Börse geschlossen werden. Aktionäre werden angesichts des langfristig enttäuschenden Kursverlaufs nicht in Jubelstürme ausbrechen. So stand die Klöckner-Aktie auch schon 2008 oder 2011 bei 11 EUR. Trader sollten die schnellen Gewinne einsacken. Weitere Übernahmen in Deutschland im Jahr 2026 sind sehr wahrscheinlich.
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