Kommentar
13:53 Uhr, 22.04.2026

Justin Sun verklagt World Liberty Financial: Kampf um Trump-Projekt eskaliert

Justin Sun wirft World Liberty Financial Willkür vor. Der Tron-Gründer klagt auf Freigabe seiner Token und kritisiert das Team hinter dem Trump-Projekt scharf.

Justin Sun geht gerichtlich gegen das von der Trump-Familie unterstützte Krypto-Projekt World Liberty Financial (WLFI) vor. Dafür hat er eine Klage bei einem kalifornischen Bundesgericht eingereicht.

Today, I filed a lawsuit in California federal court against World Liberty Financial to protect my legal rights as a holder of $WLFI tokens.

I have always been—and remain—an ardent supporter of President Trump and his Administration’s efforts to make America crypto friendly.…

— H.E. Justin Sun 👨‍🚀 🌞 (@justinsuntron) April 22, 2026

In einem X-Beitrag erklärt Sun: “Sie haben fälschlicherweise alle meine Token eingefroren, mich meines Rechts beraubt, über Governance-Vorschläge abzustimmen und gedroht, meine Token dauerhaft zu vernichten – und das alles ohne jede angemessene Rechtfertigung.”

“Glaube nicht, dass Trump diese Handlungen gutheißen würde”

Sun habe zuvor versucht, die Situation außergerichtlich zu klären. Das Team habe seine Anträge auf Freigabe der Token jedoch abgelehnt. “Sie haben mir keine andere Wahl gelassen, als mich an die Gerichte zu wenden”, so Sun. Er strebe lediglich eine Gleichbehandlung mit anderen frühen Investoren an: “Alles, was ich will, ist, genauso behandelt zu werden wie jeder andere frühe Investor, der Token erhalten hat – nicht besser, nicht schlechter.”

Trotz der juristischen Auseinandersetzung hält Sun an seiner politischen Unterstützung für das Weiße Haus fest. Die Klage ändere nichts an seiner Einstellung gegenüber Donald Trump oder dessen Administration. Sun sieht die Schuld bei einzelnen Akteuren innerhalb des WLFI-Projekts. Diese würden in einer Weise agieren, die gegen die Werte des Präsidenten verstößt. “Ich glaube nicht, dass Präsident Trump diese Handlungen gutheißen würde, wenn er davon wüsste”, gibt Sun zu Protokoll.

Kritik an neuem Governance-Vorschlag

Ein zentraler Streitpunkt ist ein Vorschlag vom 15. April. Dieser sieht vor, dass Token-Halter neuen Bedingungen explizit zustimmen müssen. Andernfalls bleiben ihre Bestände auf unbestimmte Zeit gesperrt. Sun bezeichnete diesen Vorstoß als schädlich für die Community.

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Aufgrund der Sperrung seiner eigenen Bestände sieht sich Sun in seinem Einfluss beschnitten. Er könne weder für noch gegen den Vorschlag stimmen. “Ich glaube an Fairness, Transparenz und die Prinzipien, die Kryptowährungen so stark machen. Ich werde mich weiterhin für diese Prinzipien einsetzen”, erklärt der Tron-Gründer.

WLFI hat “Verträge, Beweise und kennt die Warheit”

World Liberty Financial lässt die Kritik nicht unkommentiert. Bereits zu Beginn des Streits machte das Trump-Projekt die Debatte öffentlich: “Justins Lieblingsmasche ist es, sich als Opfer darzustellen und gleichzeitig haltlose Anschuldigungen zu erheben, um sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen.”

Does anyone still believe @justinsuntron ?

Justin’s favorite move is playing the victim while making baseless allegations to cover up his own misconduct.

Same playbook, different target. WLFI isn't the first.

We have the contracts. We have the evidence. We have the truth.

See…

— WLFI (@worldlibertyfi) April 12, 2026

Und weiter: “Wir haben die Verträge. Wir haben die Beweise. Wir kennen die Wahrheit. Und wir sehen uns vor Gericht, Kumpel.”

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