IRON MOUNTAIN: Umsatz erstmals über 2 Mrd. Dollar – Guidance steigt
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Iron Mountain hat im zweiten Quartal 2026 nach eigenen Angaben über alle zentralen Kennzahlen hinweg Rekordwerte erzielt: Der Umsatz knackt erstmals die 2-Mrd.-USD-Marke, das bereinigte EPS übertrifft den Analystenkonsens, und das Management hebt die Jahresprognose an. Die Wachstumsdynamik kommt vor allem aus dem Rechenzentrum- und Dienstleistungsgeschäft, während das klassische Aktenarchiv ruhig im Hintergrund mitläuft.
Iron Mountain meldet für das zweite Quartal 2026 einen Gesamtumsatz von 2,03 Mrd. USD, ein Plus von 18,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal und klar über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,97 Mrd. USD. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 17,6 %. Treiber ist das Servicegeschäft, das um 27 % auf 894 Mio. USD zulegt, während die Archivierungserlöse (Storage Rental) um 12 % auf 1,13 Mrd. USD wachsen. Das bereinigte EPS (Adjusted EPS) steigt von 0,48 USD im Vorjahresquartal auf 0,60 USD und übertrifft damit den Konsens von 0,54 USD deutlich.
Das bereinigte EBITDA (Adjusted EBITDA) klettert um 15,7 % auf 727 Mio. USD, wobei die Adjusted-EBITDA-Marge leicht von 36,7 % auf 35,8 % nachgibt: Das Wachstum kostet also etwas Margensubstanz, weil die Kosten der Dienstleistungserbringung schneller steigen als der Umsatz. Kein Drama, aber ein Signal, das Anleger im Blick behalten sollten. Der AFFO (Adjusted Funds From Operations), die für REITs maßgebliche Ausschüttungskennzahl, wächst um 17 % auf 433 Mio. USD, je Aktie von 1,24 USD auf 1,44 USD.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von Iron Mountain. (Quelle: Unternehmensangaben)
Wachstumsgeschäfte ziehen das Tempo an
Die Wachstumssegmente Rechenzentren, digitale Dienste und Asset Lifecycle Management (ALM) legen im Quartal zusammen um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr zu. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft zeigt Momentum: Bis Ende Juli hat Iron Mountain im laufenden Jahr 110 Megawatt an Kapazität vermietet, davon allein 75 Megawatt im Juli. Dieses Tempo untermauert die Anlagethese des Unternehmens als Profiteur der Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Das klassische Archivierungsgeschäft wächst derweil solide im zweistelligen Bereich und liefert die stabile Cashflow-Basis, auf der das Wachstumsprogramm aufbaut. Die Kombination aus verlässlichem Bestandsgeschäft und beschleunigendem Neugeschäft ist das Kernversprechen der Investmentstory, und dieses Quartal löst es ein.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Iron Mountain hebt die Jahresprognose 2026 spürbar an. Der neue Umsatzkorridor liegt bei 7,94 bis 8,01 Mrd. USD, gegenüber bisher 7,83 bis 7,93 Mrd. USD, was einem Wachstum von rund 16 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der AFFO je Aktie wird nun mit 5,87 bis 5,93 USD erwartet, nach zuvor 5,79 bis 5,86 USD. Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,98 Mrd. USD und einen AFFO je Aktie von rund 1,47 USD in Aussicht.
Die Wortwahl des Managements ist dabei auffallend offensiv. CEO William Meaney spricht von einer "beschleunigten" Datenzentrum-Vermietung und von "signifikanten Wachstumschancen", die man nutzen wolle. Das klingt nicht nach vorsichtiger Guidance-Pflege, sondern nach echtem Rückenwind. Ein Dämpfer bleibt: Die Guidance enthält keine GAAP-Reconciliation, weil Wechselkurseffekte und mögliche Immobilientransaktionen nicht vorhersehbar seien, ein für REITs übliches Vorgehen, das die Vergleichbarkeit dennoch einschränkt.
Tagesschlusskurse der Iron Mountain-Aktie über ein Jahr. (Quelle: stock3)
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 6,90 Mrd. USD | 7,92 Mrd. USD | 8,61 Mrd. USD |
| EPS | 0,49 USD | 2,37 USD | 2,60 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 wie berichtet (GAAP)
Fazit: Rekordwerte über alle relevanten Kennzahlen, ein bereinigtes EPS klar über den Erwartungen und eine angehobene Jahresprognose: Dieses Quartal bietet wenig Angriffsfläche. Die leicht gesunkene Adjusted-EBITDA-Marge ist der einzige belegbare Makel, der angesichts des Wachstumstempos im Rechenzentrumsgeschäft aber vertretbar erscheint. Die Datenzentrum-Pipeline mit 75 Megawatt allein im Juli zeigt, dass die Nachfrage nach Iron Mountains Infrastruktur nicht nachlässt. Wer die Aktie bereits hält, findet in diesen Zahlen eine solide Bestätigung; wer einsteigen möchte, zahlt mit einem KGV von rund 27 auf GAAP-Basis einen Preis, der die Wachstumserwartungen bereits einpreist.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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