Kommentar
15:19 Uhr, 25.02.2026
Iran, Russland und 1,7 Milliarden Dollar: Druck auf Binance steigt
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- Der demokratische US-Senator Richard Blumenthal hat eine formelle Untersuchung gegen Binance eingeleitet. In einem Schreiben an CEO Richard Teng fordert das ranghohe Mitglied des Senate Permanent Subcommittee on Investigations umfangreiche Unterlagen zu mutmaßlichen Sanktionsverstößen im Zusammenhang mit Iran und Russland. Anlass sind Medienberichte über Transaktionen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar.
- Blumenthal schreibt, Binance habe “Warnsignale offenbar ignoriert, wissentlich unzulässige Konten weiter betrieben und sogar direkte Unterstützung für an Geldwäsche beteiligte Akteure geleistet”. Interne Compliance-Mitarbeiter hätten demnach Ende vergangenen Jahres festgestellt, dass die Binance-Partner Hexa Whale und Blessed Trust als Vermittler für Geldwäsche und Handelsgeschäfte mit iranischen Regierungseinrichtungen fungiert hätten. Zudem seien rund 2.000 Konten mit Bezug zu iranischen Akteuren identifiziert worden – trotz bestehender Sanktionen und offizieller Nutzungsbeschränkungen.
- Laut dem Senator warnte internes Personal auch vor Transfers an Wallets, die mit den iranischen Revolutionsgarden in Verbindung stehen sollen, sowie vor Zahlungen an Besatzungsmitglieder der russischen Schattenflotte. Mitarbeitende, die entsprechende Bedenken äußerten, seien später suspendiert oder entlassen worden.
- Blumenthal verweist zudem auf das Schuldeingeständnis von Binance aus dem Jahr 2023. Damals bekannten sich das Unternehmen und Gründer Changpeng Zhao schuldig, gegen US-Geldwäsche- und Sanktionsvorgaben verstoßen zu haben. Binance zahlte 4,3 Milliarden US-Dollar Strafe, Zhao verbüßte eine viermonatige Haftstrafe.
- Weiter kritisiert der Senator Verbindungen zu World Liberty Financial, dem Krypto-Unternehmen der Familie Trump. Binance sei zu einem “zentralen Motor” für deren Stablecoin USD1 geworden. Rund 85 Prozent dieser Token würden auf Binance gehalten. Im Mai 2025 stellte die SEC ein Verfahren gegen Binance ein, im Oktober begnadigte Präsident Trump Zhao.
- Das Unterkomitee verlangt nun bis 6. März 2026 umfassende Dokumente zu Iran- und Russland-bezogenen Konten, internen Untersuchungen sowie zur Suspendierung von Compliance-Mitarbeitern.
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