IG Metall: Sondervermögen in Deutschland ausgeben
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Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die IG Metall will, dass die im so genannten Sondervermögen für Infrastruktur vorgesehenen staatlichen Mittel deutschen Unternehmen zu Gute kommen. "Das Sondervermögen für Infrastruktur muss bei heimischen Herstellern ankommen. Und Subventionen der EU dürfen nicht länger für Standortverlagerungen innerhalb Europas missbraucht werden. Das ist schizophren und sofort zu beenden", sagte der Zweite Vorsitzende, Jürgen Kerner, in Frankfurt.
Zugleich forderte er eine Stärkung europäischer Wertschöpfungsnetzwerke: "Wer hier verkaufen will, muss auch hier produzieren", sagte Kerner und kritisierte Unternehmen aus Branchen wie Automobil, Bahntechnik oder Windkraft: "Manche profitieren von Steuergeld, wollen aber möglichst billig ohne Vorgaben wo auch immer auf der Welt einkaufen. Das geht nicht! Wir erwarten, dass sie künftig zum Beispiel grünen Stahl aus Europa verarbeiten."
Die Erste Vorsitzende, Christiane Benner, forderte die Arbeitgeber auf, die Deindustrialisierung des Landes zu stoppen. "Wir erwarten mehr! Ein klares Bekenntnis gegen Verlagerungen, Standortschließungen und Kündigungen, und zwar umgehend. Wir erwarten eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und eine klare Unterstützung unserer Initiative für Arbeit und Aufschwung", sagte sie.
Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com
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