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Kommentar
09:11 Uhr, 09.10.2026

Guten Morgen aus der Redaktion: SpaxeX schockt Dt. Telekom und bei Apple gibt es Fragezeichen

Wall Street verlor am Donnerstag erneut an Boden. Der S&P 500 gab 0,47 % auf 7.765 Punkte nach, der Nasdaq 1,25 %, der Dow gewann 0,1 %. Nvidia verlor 2,9 %, Broadcom 4,3 % und Micron 4,8 %. Gleichwohl: Die erfolgreiche Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen über 22 Mrd. Dollar sorgte für Entlastung am Bondmarkt.

Dem folgen heute Morgen Erholungsansätze in den Futures in Form moderater Rotationstendenzen Richtung Od Economy bei überverkaufter technischer Marktlage.

Die Schwäche der KI-Aktien hatte einen konkreten Auslöser. Laut Financial Times liegt der annualisierte Umsatz von OpenAI bei rund 50 Mrd. Dollar, bislang waren 70 Mrd. Dollar signalisiert worden. Allerdings beruhen die Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsmethoden, was ich nicht so hoch hänge.

Nachbörslich sorgt SpaceX für Aufregung. Der Konzern übernimmt zusätzliche Mobilfunkfrequenzen und plant einen eigenen US-Mobilfunkdienst. AT&T, Verizon und T-Mobile verloren nachbörslich deutlich. Auch die Dt. Telekom rutscht ab und bleibt im Abwärtstrend gefangen (s. Chart). Die Mischung aus hohen Zinsen und dem SpaceX-Thema deckeln den Sektor bereits seit einiger Zeit. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Allerdings stelle ich die Umsetzung durch SpaceX mindestens in Frage. Die Taxen für die nötigen Investitionen, nur um in ländlichen Gegenden in den USA konkurenzfähig zu werden liegen um 130 Mrd. $.

Laut Nikkei hat Apple die Komponentenbestellungen für das iPhone 18 Pro und Pro Max im Oktober um mindestens 15 % reduziert, einzelne Aufträge sollen sogar 15 bis 20 % niedriger liegen. Hintergrund sind stark gestiegene Speicherpreise, die Apple zu höheren Verkaufspreisen gezwungen haben und nun offenbar die Nachfrage bremsen. Das träfe vor allem Apple-Zulieferer mit hoher Kundenabhängigkeit. Cirrus Logic erzielt rund 91 % seines Umsatzes mit Apple, bei Skyworks sind es rund 67 %.

Humana gewann nachbörslich zeitweise rund 13 %, nachdem wichtige staatliche Qualitätsbewertungen verbessert wurden.

Aus Deutschland: Westwing kündigte nach Xetra-Schluss einen Aktienrückkauf über bis zu 640.000 Aktien beziehungsweise 3,26 % des Grundkapitals an. Das maximale Volumen beträgt 10 Mio. Euro. Auch die zerschossene Porr nutzt die tiefen Kurse für einen Aktienrückkauf.

Sehr tiefe Kurse gibt es auch bei FlatexDegiro. Chance? Wir ordnen das heute in der Bernecker-daily ein. Hier geht es zum Einzelabruf: https://boersenkiosk.de/Kauf-Bernecker-daily-vom-09.10.2026/BK

Ein schönes Wochenende

Ihr Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

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