Guten Morgen aus der Redaktion: Deutsche Bank überrascht, Mercedes-Benz bleibt die Niete und SK Hynix liefert gekonnt
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Die Wall Street setzte ihre Erholung gestern fort. Der Nasdaq gewann 1,18 %, der S&P 500 0,60 %. Boeing verlor nach enttäuschenden Zahlen rund 11 %. Das Comeback bekommt Risse. Der DAX startet mit leichten Abgaben in den Tag.
In Asien liefert SK Hynix einen Rekordgewinn. Das operative Ergebnis erreichte 83,3 Billionen Won gegenüber 76,7 Billionen Won Konsens. Auch der Umsatz von 104,6 Billionen Won übertraf die erwarteten 98,2 Billionen. Die Aktie reagiert mit knapp 10 % nach oben. Für 2027 und 2028 sind bereits mehr als 50 % der Produktionskapazitäten langfristig vertraglich gebunden.
Die Deutsche Bank überrascht positiv. Der Vorsteuergewinn erreichte 2,6 Milliarden Euro gegenüber rund 2,4 Milliarden Euro Konsens. Auch der Gewinn je Aktie von 94 Cent übertraf die erwarteten 81 Cent. Die Aktie tendiert vorbörslich fester. Wie wir die Lage nach der kräftigen Korrektur einschätzen, lesen Sie heute ab ca. 9.30 Uhr in der Daily.
Hier geht es zur Daily: https://www.bernecker.info/bernecker-daily
BASF erhöht nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,64 Milliarden Euro gegenüber 1,495 Milliarden Euro Konsens. Für das Gesamtjahr erwartet BASF nun 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro, zuvor waren es 6,9 bis 7,7 Milliarden.
Mercedes-Benz steht dagegen unter Druck. Zwar übertraf das Quartals-EBIT mit 1,77 Milliarden Euro den Konsens von 1,6 Milliarden. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts blieb mit 172 Millionen Euro aber weit hinter den erwarteten 422 Millionen zurück. Die Pkw-Margenprognose wurde bereits gestern von 3 bis 5 % auf nur noch 2 bis 3 % gesenkt. Die Aktie tendiert zurecht schwach.
NXP verliert nachbörslich rund 7 %. Der Halbleiterhersteller steigerte den Umsatz um 19 % auf 3,79 Milliarden Dollar gegenüber 3,76 Milliarden Dollar Konsens. Der bereinigte Gewinn von 4,20 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen. Allerdings liegt die Umsatzprognose für das Schlussquartal mit 3,75 bis 3,95 Milliarden Dollar am Mittelwert knapp unter den erwarteten 3,86 Milliarden. Auch zusätzliche Aktienrückkäufe über 5 Milliarden Dollar konnten die negative Kursreaktion nicht verhindern.
Visa schlägt die Gewinnerwartungen ebenfalls leicht, verliert nachbörslich aber rund 1,4 %. Der bereinigte Gewinn erreichte 3,48 Dollar je Aktie gegenüber 3,44 Dollar Konsens. Der Umsatz stieg um 13 % auf 12,14 Milliarden Dollar.
Heute richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Nach Börsenschluss berichten Microsoft und Alphabet. Ihre Aussagen zur KI-Nachfrage und den Investitionsbudgets werden für die KI-Szene entscheidend werden.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
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