Kommentar
08:42 Uhr, 26.06.2026
Guten Morgen aus der Redaktion
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Als Auslöser gilt der Kurseinbruch bei Apple nach Preiserhöhungen für Macs und iPads sowie ein Bericht, wonach OpenAI einen Börsengang möglicherweise auf 2027 verschiebt. Das kostetet Softbank zeitweise bis zu 14 %.
Besonders Halbleiterwerte geraten nach ihrer starken Rally unter Verkaufsdruck. Der Kospi verlor zwischenzeitlich bis zu 9 %, der Nikkei 225 fiel um 4,5 %, belastet von deutlichen Abschlägen bei SK Hynix, Samsung, Kioxia und SoftBank.
Apple-Zulieferer leiden unter der Sorge, dass steigende Speicherpreise die Nachfrage nach Endgeräten bremsen und den Speicherboom abschwächen könnten.
Bei den Rohstoffen notiert Gold knapp über 4.000 Dollar je Unze, Silber gibt nach und Eisenerz steuert auf die siebte Verlustwoche in Folge zu. Belastet wird der Markt durch eine saisonal schwächere Nachfrage aus China und sinkende Margen der Stahlhersteller.
Der PCE-Preisindex in den USA stieg im Mai auf 4,1 %, die Kerninflation auf 3,4 %. Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2 %. Wichtiger für mich: Die 10-jährigen Break-even-Inflationsraten fielen von über 2,5 % Mitte Mai auf rund 2,2 %, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Das geht in die richtige Richtung und entlastet den Bond-Markt. Kurzum:
Die Marktbreite wirkt stabil. Der Dow Jones schaffte gestern sogar ein neues Allzeithoch. Bank-Aktien und Pharma-Werte sehen gut aus. Der Halbleitersektor ist ab jetzt kein Selbstläufer mehr.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/
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