Kommentar
09:11 Uhr, 19.01.2026
Grönland-Konflikt schickt Bitcoin auf Sinkflug: Altcoins verlieren teils zweistellig
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- Bitcoin verliert zum Wochenauftakt fast 3.500 US-Dollar, nachdem Vertreter der Europäischen Union Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte. Dieser hatte infolge der Debatte um die Annexion Grönlands neue Handelszölle angedroht.
- Der Kurs der Krypto-Leitwährung brach innerhalb weniger Stunden um 3,6 Prozent ein und fiel auf Coinbase von 95.450 US-Dollar auf knapp unter 92.000 US-Dollar. Laut Daten von Coinglass wurden in einem Zeitraum von vier Stunden Long-Positionen im Wert von rund 750 Millionen US-Dollar liquidiert.
- Noch wesentlich härter getroffen wurde der Altcoin-Komplex. Die mit Kurseinbrüchen von über 12 Prozent größten Verlierer lauten PENGU, ASTER, LIT, SUI und ONDO, doch auch viele weitere Token brachen zweistellig ein. ETH verlor rund 3,7 Prozent und notiert nun bei unter 3.200 US-Dollar, XRP verliert knapp 5 Prozent, bei SOL sind es gar 7 Prozent.
- Im Gegensatz dazu legten Edelmetalle erneut deutlich zu. Die Gold-Futures stiegen auf ein Rekordhoch von 4.667 US-Dollar pro Unze, während Silber-Futures erstmals in der Geschichte die Marke von 93 US-Dollar pro Unze überschritten.
- Am Wochenende kündigte Trump an, ab dem 1. Februar Zölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus mehreren europäischen Ländern zu erheben – darunter Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Finnland. Sollte bis Juni keine Einigung in der Grönland-Frage erzielt werden, könnten die Zölle auf 25 Prozent steigen.
- Die Europäische Union bereitet nun eine eigene Reaktion vor. Dazu gehört der Einsatz des sogenannten Anti-Coercion Instrument, welches den Zugang der USA zum EU-Markt einschränken könnte. Zudem stehen zuvor aufgeschobene Zölle im Wert von bis zu 108 Milliarden US-Dollar im Raum.
- In der Vergangenheit erwies sich der initiale Zoll-Schock als günstige Kaufgelegenheit. Der politische Zugzwang Trumps, die breite Bevölkerung vor den Midterms mithilfe populistischer Maßnahmen und fiskalischen Stimuli zufriedenzustellen, dürfte dieses Jahr auch Bitcoin in die Karten spielen.
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