Kommentar
18:07 Uhr, 30.01.2026
Gold, Silber und Bitcoin: So schlimm kann es noch werden
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- Die Rohstoffmärkte erleben nach einer starken Rallye einen der heftigsten Rücksetzer der vergangenen Monate. Gold verliert zeitweise rund acht Prozent, Silber bricht sogar um 18,5 Prozent ein. Auch Kupfer gerät mit einem Minus von etwa fünf Prozent deutlich unter Druck. Bitcoin verliert rund vier Prozent.
- Die Gleichzeitigkeit der Bewegung deutet auf einen übergeordneten Risiko-Reset hin. Nach einer starken Rallye über mehrere Monate kommt es quer über die Assetklassen zu Gewinnmitnahmen.
- So gerieten auch die US-Aktienmärkte unter Druck: Der S&P 500 verlor zeitweise rund 1,6 Prozent.
- Der Blick richtet sich dabei zunehmend auf die Makroebene. In den USA wurde ein drohender Government Shutdown vorerst abgewendet, nachdem sich Demokraten und Republikaner auf einen Übergangshaushalt verständigen konnten. Damit ist ein akuter Unsicherheitsfaktor kurzfristig aus dem Markt genommen.
- Größtes geopolitisches Sorgenkind bleibt derzeit die Lage im Nahen Osten. Die Spannungen rund um den Iran nehmen zu, während auf Prognosemärkten eine militärische Eskalation zunehmend eingepreist wird.
- Ein weiterer Risikofaktor bleibt dabei die Rolle Irans im Bitcoin-Mining. Schätzungen zufolge war das Land in den vergangenen Jahren zeitweise für einen relevanten Anteil der globalen Hashrate verantwortlich, wobei ein Großteil der Aktivitäten im informellen oder staatlich nahen Bereich stattfand.
- Kommt es im Zuge einer Eskalation zu Angriffen auf kritische Infrastruktur oder zu massiven Stromengpässen, könnte dies kurzfristig zu einem Rückgang der Bitcoin-Hashrate führen und zusätzlichen Druck auf den Kryptomarkt ausüben.
- In solchen Stressphasen sucht Kapital historisch eher Schutz in physischen Rohstoffen wie Gold und Silber. Auch Kupfer gewinnt in diesem Umfeld an Bedeutung, da es als Schlüsselmetall für Elektrifizierung, Netzausbau und industrielle Sicherheit eine zunehmend strategische Rolle spielt.
- Der aktuelle Abverkauf wirkt damit weniger wie ein isoliertes Schockszenario, sondern eher wie eine scharfe, aber kontrollierte Korrektur in einem angespannten makroökonomischen und geopolitischen Umfeld. Entscheidend bleibt, ob sich aus dem Rücksetzer neue Marktstruktur bildet – oder ob die Märkte zunächst weiter nach Halt suchen.
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