"Fundamentale Transformation": Coinbase wird USDC-Treasury-Partner von Hyperliquid
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Coinbase baut seine Präsenz bei Hyperliquid aus. Wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten, wird Coinbase offizieller Treasury Deployer für USDC auf der Blockchain. Damit erhält Coinbase eine zentrale Rolle bei der Verwaltung der Stablecoin-Liquidität auf Hyperliquid. Grundlage dafür ist das sogenannte Aligned Quote Asset Framework, kurz AQA. Das Modell beteiligt Hyperliquid zu 90 Prozent an den Erträgen der USDC-Reserven.
Today we’re expanding our support for @HyperliquidX by becoming the platform’s official treasury deployer of USDC.
Onchain markets operate 24/7 and require collateral that is always available, instantly transferable, and deeply liquid – USDC delivers exactly that.
Alongside… pic.twitter.com/ki7QmSJVdH
— Coinbase 🛡️ (@coinbase) May 14, 2026
Im Zuge der Umstellung hat Native Markets, der Entwickler des Hyperliquid-nativen Stablecoins USDH, Bedingungen zugestimmt, die Coinbase das Recht zum Kauf der USDH-Markenrechte einräumen. USDH bleibt während der Migrationsphase weiterhin gegen USDC oder Fiatgeld einlösbar, soll auf lange Sicht aber auslaufen.
Ritterschlag für Hyperliquid
Hyperliquid ist das in den vergangenen Jahren wohl erfolgreichste Krypto-Projekt. Die dezentrale Handelsplattform hat sich mit Perpetual Futures, niedrigen Gebühren, hoher Liquidität, einem lukrativen Airdrop und einer Nutzererfahrung, die zentralisierten Börsen nahekommt, eine loyale Community aufgebaut.
Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Circle technische Deployer-Aufgaben für das Minting, die Rückgabe und Cross-Chain-Transfers von USDC auf Hyperliquid. USDC wird damit zur zentralen Abwicklungsschicht über die Märkte der Börse hinweg. Circle kündigte außerdem an, 500.000 HYPE-Token zu staken. Damit baut das Unternehmen eine frühere Position aus dem September 2025 aus.
“Fundamentale Transformation”
Ryan Watkins, CEO von Syncracy Capital, bewertet die Partnerschaft als einen der wichtigsten Schritte in der bisherigen Entwicklung von Hyperliquid. Je länger er über die Coinbase-Kooperation nachdenke, desto stärker sehe er darin “die größte Ankündigung des Jahres” für das Netzwerk. Stablecoin-Erträge seien neben Handelsgebühren die größte Einnahmequelle der Branche. Hyperliquid sei nun die erste Blockchain, die beide Bereiche in die eigene Wertschöpfung integriere.
Aus Sicht von Watkins verändert das die wirtschaftliche Grundlage des Protokolls fundamental. Durch die Beteiligung an Stablecoin-Erträgen könne Hyperliquids Umsatz stärker mit den Einlagen wachsen und sei nicht mehr nur vom Handelsvolumen abhängig. Da Einlagen in schwächeren Marktphasen meist stabiler bleiben als Volumina, könnten auch die Token-Rückkäufe von Hyperliquid widerstandsfähiger werden.
Kurstreiber für HYPE
Watkins verweist darauf, dass die Stablecoin-Einlagen auf Hyperliquid derzeit nur etwa 15 Prozent unter ihrem Allzeithoch liegen, während die monatlichen Handelsvolumina rund 55 Prozent gefallen seien. Im größeren Marktvergleich sieht er erhebliches Potenzial. Auf Binance, OKX und Bybit lägen derzeit zusammen rund 80 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Einlagen, verglichen mit etwa fünf Milliarden US-Dollar auf Hyperliquid.
Schon moderate Marktanteilsgewinne könnten laut Watkins ausreichen, um die Erlöse aus dem Yield Sharing deutlich steigen zu lassen. Er hält zusätzliche laufende Einnahmen von 300 bis 500 Millionen US-Dollar innerhalb der nächsten zwölf Monate für erreichbar. In den kommenden Jahren könnten daraus sogar Milliardenerträge entstehen, sollte der Krypto-Markt erneut an Dynamik gewinnen.
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