Analyse
08:21 Uhr, 15.07.2026

FRIEDRICH VORWERK – Bringt dieser Großauftrag der Aktie neuen Schwung?

Das Infrastrukturunternehmen Friedrich Vorwerk erhält als Teil einer Arbeitsgemeinschaft einen Großauftrag für die Wasserstoffleitung H2Coastlink 1 zwischen den ostfriesischen Städten Emden und Leer. Das Volumen des Auftrags liegt im zweistelligen Millionenbereich. Die Aktie steigt vorbörslich um rund 2 %.

Kern des Projekts, dessen Auftraggeber die EWE NETZ GmbH ist, ist laut Friedrich Vorwerk der Neubau einer rund 24 km langen Wasserstoffhochdruckleitung sowie einer Anbindungsleitung vom späteren Elektrolyseur bis zur Wasserstoffeinspeiseanlage in Emden. Die Leitung soll die in Emden-Borssum entstehende 320-MW-Erzeugungsanlage der EWE Hydrogen GmbH mit der Wasserstoffinfrastruktur in Leer-Nord verbinden und gehört zum deutschen Wasserstoff-Kernnetz. Die vorbereitenden Arbeiten sollen im Sommer 2026 starten, die Übergabe an die GTG Nord GmbH, den Fernleitungsnetzbetreiber der EWE NETZ GmbH, ist für Herbst 2027 geplant.

Für die Aktie von Friedrich Vorwerk kommt die Meldung zu einem günstigen Zeitpunkt: Nach dem Abebben des langfristigen Aufwärtstrends im Herbst letzten Jahres bei Höchstkursen um 109 EUR und der anschließenden massiven Korrektur an den zentralen Supportbereich um 53 EUR hatte sich die Aktie zuletzt wieder von den Korrekturtiefs erholt. Die heutige Nachricht könnte für neuen Schwung sorgen. In der Vorbörse notiert der Kurs bei rund 64,50 EUR (vergleiche violette Markierungen im Chart).

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