Kommentar
06:00 Uhr, 19.01.2026
Finanzexperte räumt ein: "Meine Bitcoin-Prognose ist nicht mehr haltbar"
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- Dr. Andreas Beck zählt zu den prominentesten Stimmen der deutschsprachigen Finfluencer-Szene. Der Münchner Portfoliomanager ist für seine sachlichen und analytischen Einschätzungen bekannt. Gegenüber Bitcoin zeigte er sich jedoch in der Vergangenheit eher kritisch – und bleibt seiner Linie treu, obwohl er Fehler einräumt.
- In einem Gespräch mit Martin Kerscher von comdirect erklärt Beck: “Es ist das beste Beispiel dafür, dass ich mich irre”. Und ergänzt: “Ich hätte nie gedacht, dass [Bitcoin] so resistent ist gegen das Platzen seiner Marketing-Blasen.” Keiner würde 2026 mehr über die Kryptowährung als Wertspeicher oder überlegenes Zahlungsmittel reden, vielmehr sei es einfach ein beliebtes Spekulationsobjekt.
- Der Portfolio-Manager konstatiert, dass er die “Treue der Bitcoin-Anhänger” sowie den Effekt der im Januar 2024 in den USA gestarteten Spot ETFs unterschätzt habe. Seine ursprüngliche Prognose, dass “der Bitcoin-Kurs zeitnah auf Null fallen” werde, sei jedenfalls nicht mehr haltbar. Seinen eigenen Bitcoin verkaufte er Ende 2024 allerdings zugunsten von zwei Tiefgaragenplätzen in München.
- Mit Statements wie “Es gibt keine Gegenseite in der Bilanz. Ich zahle einfach ein, und dann habe ich einen Buchungsbeleg” oder “Die Blockchain ist leer, da ist nichts” dürfte Beck die Bitcoin-Community allerdings erneut irritieren. Für das digitale Gold hat der Mathematiker offenbar deutlich weniger Verständnis als für das physische Pendant.
- Bitcoin besitzt laut Beck “keinen wirklichen Gegenwert“. Auch die Begrenzung auf 21 Millionen Coins hält er für kein überzeugendes Argument, da es seiner Ansicht nach “gar keinen Bedarf” gebe. Eine neue Kursprognose will er nicht abgeben, denn niemand könne seriös vorhersagen, wo der BTC-Kurs in einem Jahr stehen werde.
- Bereits 2019 startete der Finanzexperte seinen Fonds “Global Portfolio One”, mit dem er versucht, die neuesten Erkenntnisse der Kapitalmarktforschung in die Praxis umzusetzen. Seit dem Start erzielte der Fonds eine Euro-Rendite von beachtlichen 70 Prozent.
- Der iShares MSCI World kommt im gleichen Zeitraum auf einen Zuwachs von 108 Prozent, verzeichnete aber auch eine höhere Volatilität. Welche Auswirkungen eine 10-prozentige BTC-Position auf Rendite und Risiko in einem diversifizierten Aktienportfolio hat, lest ihr hier: “10 Prozent Bitcoin im MSCI-World-Portfolio: Wie stark ist der Renditeeffekt?“
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