Exklusive stock3 Plus Analyse: stock3 Multi-Timeframe-Analyse: ALPHABET
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Im August 2004 ging die Aktie noch unter dem Namen Google zu einem Ausgabepreis von 85 USD an die Börse. Die Unternehmensbewertung betrug damals zum Debüt rund 23 Mrd. USD. Nachdem die Aktie 2022 einen 20:1-Aktiensplit durchgeführt hatte, kann man jetzt davon ausgehen, dass der initiale IPO-Preis splitbereinigt bei rund 2,125 USD lag.
2014 führte Google die neue, nicht stimmberechtigte Aktienklasse ein und existiert seither im regulären Handel unter den Kürzeln GOOGL (Class A) und GOOG (Class C). Die Class B gibt es auch noch, ist mit zehn Stimmen pro Aktie stimmberechtigt und liegt hauptsächlich in den Depots der Gründer und einiger Unternehmensinsider. Im Jahr 2015 folgte die Gründung der Holdingstruktur Alphabet, unter deren Namen die Aktie seither firmiert.
Zum damaligen Zeitpunkt bildete der Titel ein Verlauftief bei rund 24,45 USD aus, welches zum Ausgangspunkt für die erste dynamische Aufwärtstrendphase der vergangenen zehn Jahre wurde. Sie kulminierte in einem Allzeithoch bei 152,10 USD, das im Jahr 2022 erreicht wurde. Im Anschluss brach die Aktie um fast die Hälfte ein und startete im November 2022 den Aufwärtstrend, der sie in diesem Jahr auf ein neues Rekordhoch bei 404,47 USD katapultiert hatte. Von diesem Allzeithoch, das am 18. Mai markiert wurde, hat sie sich mittlerweile um 15 % nach unten entfernt und oszilliert in einer prinzipiell richtungsoffenen Dreiecksformation seitwärts. Mit welchen charttechnischen Chancen geht die Aktie in das letzte Quartal des Jahres und die kommenden Monate?
Dieser Text ist in unserem Premium-Service stock3 Plus erschienen. Als Abonnentin oder Abonnent von stock3 Weekly bekommst Du diese Informationen exklusiv.
Eine Konsolidierung ist eine Konsolidierung...
Langfristig betrachtet hat sich die Aktie erst mit dem Ausbruch aus einem steilen Aufwärtstrendkanal und dem Sprung über das damalige Allzeithoch bei 208,70 USD im September letzten Jahres aus dem bisherigen Anstiegsmuster nach oben verabschiedet und eine dramatische Beschleunigung des Aufwärtstrends vollzogen.
Diese Extremphase der langfristigen Rally ist also noch relativ jungen Datums. Sie führte über einen Zwischenstopp am 161,8%-Projektionsziel der ersten großen Aufwärtsphase seit 2022 (im unteren Chart violett markiert) auf ein Top bei 350,15 USD. Das Kursziel bei 345 USD bremste die Käuferseite kurz ein und sorgte für eine weitere Zwischenkorrektur, die im März bei 271,53 USD beendet wurde. Es folgte der Ausbruch über das bisherige Allzeithoch sowie der Anstieg an das langfristige Kurszielcluster zwischen 393 und 411 USD. Auf die Bedeutung der dort gestarteten Korrekturphase werde ich bei der Besprechung des Tagescharts noch einmal gesondert eingehen.
Mit Blick auf das langfristige Bild hat diese Korrekturphase noch keine bärischen Auswirkungen. Dass ein Ausbruch über die Kurszielzone um 400 USD kein Spaziergang werden dürfte, hatte sich in den vergangenen Monaten bereits angekündigt. Auch der Rücksetzer unter die im Mai 2025 begonnene Aufwärtstrendlinie unterstreicht bisher nur, dass wir es aktuell mit einer übergeordneten Korrekturphase zu tun haben, wie sie die Rally der letzten Jahre schon häufiger durchzogen hat. Bis dato führte der Kursrückgang seit dem Rekordhoch prozentual aber genauso weit zurück wie der kurze Dip im Februar und März: ziemlich genau 22 % vom Allzeithoch zum Tief aus dem Juli.
Der Weg zurück zum Rekordhoch
Dennoch ist aus langfristiger Perspektive jetzt ein schneller Anstieg über den Trendlinienkreuzungspunkt bei ca. 365 USD Voraussetzung für die Fortsetzung des intakten Aufwärtstrends, der den Ausbruch über das Rekordhoch bei 404,47 USD vorbereiten sollte. Ein zweites Scheitern an der Marke wäre dagegen problematisch und wohl der Auftakt für eine mittelfristige Abwärtsphase.
Mit einem späteren Anstieg über 411 und 415 USD wäre der mittelfristige Ausbruch über das Allzeithoch gelungen und damit eine Rally bis 470 USD möglich. An dieser Stelle sollte man mit einer weiteren starken Korrektur rechnen. Je schneller diese idealerweise noch oberhalb des aktuellen Rekordhochs beendet werden kann, umso besser stehen die Chancen dafür, dass sich die langfristige Hausse mit einem Ausbruch über 480 USD in Richtung 515 USD ausweiten kann.
Auf der Unterseite ist zwar mit dem Rückfall vom Juli bereits ein erstes Warnsignal aktiviert worden, größerer Abwärtsdruck ist jedoch noch nicht zu verzeichnen. Daher bleibt das Zwischentief aus dem März der zentrale Support im übergeordneten Bild:
Erst Kurse unterhalb von 271,53 USD würden dafür sorgen, dass die Aktie in ihre alte Steigungsgeschwindigkeit zurückfällt und eine deutliche Korrektur in Richtung 240 USD und das frühere Allzeithoch bei 208,70 USD vollzieht. Sollte an dieser Stelle eine Erholung ausbleiben, dürfte auch die übergeordnete Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 180 USD einem Test unterzogen werden.
Zwischenfazit: Aktuell ist die Alphabet-Aktie neutral zu werten. Der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch intakt und kann schon mit einem Anstieg über 365 USD zum Angriff auf die Kurszielzone um 393 bis 411 USD führen. Das erste langfristige Ausbruchsziel liegt bei 470 USD.

Seitwärts über dem Fangnetz
Die dreiecksförmige Struktur der bisherigen Konsolidierung lässt sich auch im Wochenchart gut nachzeichnen. Hier hat sich nach dem Bruch der steilen Aufwärtstrendlinie und dem Rückfall unter das ehemalige Rekordhoch bei 350,15 USD eine untere Begrenzungslinie etabliert, die einen weiteren Test des Tiefs aus dem Juli bislang verhindert.
Weitere Abgaben sollten auch dringend vermieden werden, denn ein erneutes Abtauchen unter das 61,8%-Retracement der letzten Aufwärtsstrecke bei 322,31 USD würde den Anstieg seit Ende März neutralisieren.
Nachdem die Korrektur seit dem Allzeithoch in diesem Fall die zeitliche und preisliche Länge der Korrektur von Februar und März ein weiteres Mal deutlich überschreiten würde, müsste man davon ausgehen, dass nach dem Rekordhoch eine größere Gegenbewegung begonnen wurde, die unterhalb des Tiefs vom Juli bei 314,89 USD zügig in Richtung 290 USD und das Zwischentief bei 271,53 USD führen dürfte. Hier könnte der nächste Ausbruchsversuch auf der Oberseite eingeleitet werden. Abgaben unter das Tief würden dagegen für eine weitere volatile Korrektur in Richtung 240 USD sorgen.
Um sich jetzt aus der Konsolidierungsphase zu befreien und das Allzeithoch zu attackieren, ist auf Wochenchartbasis ein Ausbruch aus dem Dreiecksmuster und damit ein Anstieg über rund 365 USD Grundvoraussetzung. Die Kurszielzone bis 415 USD müsste aber auch in diesem Fall überschritten werden. Sollte dies gelingen, stünde ein Anstieg bis 445 USD auf der Agenda.
Zwischenfazit: Solange sich die Aktie über der Supportzone von 314,89 bis 322,31 USD befindet, stehen die Chancen für weiter steigende Kurse und einen Ausbruch über 365 USD gut. Die große Herausforderung ist auch im Wochenchart die Zielregion zwischen 400 und 415 USD.

Die Lage spitzt sich noch mehr zu
Neben dem übergeordneten Dreiecksmuster hat sich auch der Kursverlauf seit dem gescheiterten Ausbruchsversuch vom Juli weiter zugespitzt. Man könnte die Kursentwicklung seit Ende Mai sogar als leicht verschobenen bärischen Diamanten klassifizieren (blau markiert), der damit eher weiteren Abgabedruck signalisieren würde.
Es bleibt jedoch dabei, dass ein Abverkauf unter 314,89 USD erfolgen muss, um von einem weiteren Verkaufssignal sprechen zu können. Dazu gesellt sich bei 309,47 USD ein weiteres Zwischentief als Unterstützung, das einen Abverkauf in das Aufwärts-Gap vom 8. April blockieren könnte.
Doch spätestens deren Bruch würde im Tageschart für einen Sturz in Richtung 271,41 USD sorgen. In diesem Fall wäre zudem die steile Aufwärtstrendlinie seit dem Frühjahr 2025 durchbrochen.
Auch wenn es bis dahin noch eine ganze Reihe von Unterstützungen gibt, die jeweils Ausgangspunkt einer steilen Erholung werden können, sollte man gegebenenfalls schon einmal einen Alarm auf die untere Begrenzung der potenziellen Diamantformation im Bereich von 330 USD legen, da sich bei einem Bruch dieser Diagonale eine schärfere Verkaufswelle Bahn brechen könnte.
Ohne Momentum an das Rekordhoch?
In der laufenden Woche hat sich die Aktie von Alphabet am früheren Rekordhoch bei 350,15 USD den Kopf gestoßen und ist von dort nach unten abgeprallt. Ein Anstieg über das ehemalige Rekordhoch würde jetzt dafür sprechen, dass das Dreiecks- beziehungsweise Diamantmuster nach oben verlassen wird und ein Angriff auf die zentrale Abwärtstrendlinie bei 365 USD erfolgen kann. Über dieser befinden sich bei 374 und 381,81 USD weitere Widerstände, die den Weg nach oben versperren. Sollten sie durchbrochen werden, kann die Aktie entlang der verlängerten Oberseite der Diamantformation schrittweise in Richtung Allzeithoch anziehen.
Nachdem der Kurs im Tageschart jedes Momentum verloren hat, müsste jetzt zunächst einmal ein markantes Tief gebildet werden und zum Ausgangspunkt der großen Ausbruchsbewegung aus der Konsolidierung werden. Nimmt man das aktuelle Wochentief zum potenziellen Startpunkt, wäre ein Anstieg über 415 USD auch auf Tageschartbasis zentrale Bedingung für einen nachhaltigen Sprung in neue Höhen. Aber auch ein kurzes Abtauchen unter 330 und 322 USD könnte als Weckruf für die Bullen dienen. Aus dem Stand dürfte eine solche Rally aber schwer werden.
Charttechnisches Fazit: Im kurzfristigen Bild wirkt die Aktie von Alphabet trotz der volatilen letzten Tage wie eingeschlafen. Erst der bei einem Anstieg über 350,15 und 365 USD gelungene Ausbruch aus einer potenziellen Diamantformation würde auf der Oberseite wieder die Chance auf ein neues Rekordhoch eröffnen. Zur Fortsetzung des großen Aufwärtstrends muss die Aktie allerdings über 415 USD ausbrechen. Damit würde Potenzial bis 470 USD generiert.
Auf der Unterseite stützt die breite Supportzone von 309,47 bis 322,31 USD den Kurs der Alphabet-Aktie vor einem Sturz in Richtung des Tiefs aus dem März bei 271,41 USD. Unter dieser Marke wäre aber der Beginn einer großen Korrektur bestätigt und Abgaben bis zunächst 240 USD die Folge.

Übrigens: Ich handle seit vielen Jahren mit meinem Broker nur noch über stock3 Terminal und die stock3 App.
Und aktuell kannst Du auch noch unseren Trading Boost nutzen: Teste das Trading über stock3 und erhalte einen Monat stock3 Core kostenlos, drei Monate kostenlose Xetra Realtime-Aktienkurse, "Mein TradeTracker" für die kostenlose Depot-Analyse u.v.m. - hier erfährst Du mehr.
Tradingidee der Woche: Bullisches Szenario 🐂 📈
|
ISIN |
DE000JE0A139 |
|
Hebel |
5,01 |
|
KO-Schwelle |
272,076 USD |
|
Laufzeit |
Open End |
|
Einstieg (Limit) |
7,00 EUR |
|
Ausstieg (Ziel) |
9,80 EUR |
|
Stop-Loss |
5,40 EUR |
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2026 um 18:07 Uhr von Thomas May


Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.