Nachricht
18:19 Uhr, 19.10.2026

Evening-Flash: DAX fällt nach Huthi-Drohungen um 1,18 %

Geopolitische Spannungen und steigende US-Inflationsdaten schicken den DAX 1,18 % tiefer auf 25.319,77 Punkte: An der Wall Street erholen sich Chip- und KI-Werte kräftig.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0005936124Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: DE0006452907Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

Drohungen der Huthi gegen Saudi-Arabien und der Iran-Konflikt um die Straße von Hormus belasten zum Wochenstart den deutschen Aktienmarkt, ebenso wie steigende US-Inflationsdaten. Der DAX schloss 1,18 % tiefer bei 25.319,77 Punkten. An der Wall Street erholen sich dagegen Chip- und KI-Werte vom Ausverkauf der Vorwoche und tragen den Nasdaq 100 deutlich ins Plus.

Marktbericht

Der DAX schloss bei 25.319,77 Punkten und damit 1,18 % unter dem Niveau des Vortags. Auf dem Index lasten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten rund um den Iran-Konflikt, die Straße von Hormus und die Drohungen der Huthi gegen Saudi-Arabien. Hinzu kommen steigende US-Inflationsdaten. Im Fokus stehen zudem Rüstungswerte wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk. Chip- und KI-Werte erholen sich zwar vom Ausverkauf der Vorwoche, ihre Gewinne reichen aber nicht aus, um den Index ins Plus zu ziehen.

In New York zeigt sich ein anderes Bild: Der S&P 500 notiert bei 7.712,6 Punkten 0,69 % fester, nachdem er am Vortag bei 7.659,44 Punkten geschlossen hatte. Deutlich kräftiger legt der Nasdaq 100 zu, der um 1,75 % auf 29.697,5 Punkte steigt, nach einem Vortagsschluss von 29.187,55 Punkten. Den Vorsprung der Technologiebörse trägt die Erholung der US-Chipwerte nach dem Ausverkauf der Vorwoche.

Am Ölmarkt gibt es etwas Entlastung: Brent verbilligt sich um 1,5 % auf 108,18 USD je Barrel, nachdem er am Freitag mit knapp 110 USD ein Fünfmonatshoch erreicht hatte. US-Energieminister Wright zufolge erreichen die Öllieferungen aus dem Persischen Golf wieder rund 80 % des Vorkrisenniveaus. Das dämpft trotz der Spannungen in der Region die Versorgungssorgen. Gold gibt um 0,44 % auf 4.162,8 USD je Feinunze nach. Strukturellen Rückhalt liefern weiterhin die hohen Käufe der Zentralbanken: Goldman Sachs schätzt sie für August auf 79 Tonnen und damit deutlich über dem Durchschnitt vor der Krise.

Am Devisenmarkt verliert der Euro an Boden. EUR/USD notiert mit 1,12 um 0,33 % schwächer, während die EZB ihren Referenzkurs bei 1,1225 USD festlegt, nach zuvor 1,1253 USD. Bitcoin bewegt sich mit 81.929,87 USD und einem Minus von 0,10 % kaum. Unter Beobachtung steht der größte börsennotierte Bitcoin-Miner MARA, der binnen fünf Tagen 1.000 Bitcoin an Börsen transferiert hat. Das deutet auf Verkaufsabsichten hin.

Europa

Tops & Flops Europa (L&S)

Wert Tag
OHB +5,17 %
Nemetschek +3,33 %
Evotec +2,10 %
LANXESS -5,02 %
Aroundtown -5,00 %
SMA Solar Technology -3,64 %

Aus der Raumfahrt kommt ein Auftrag mit langfristiger Perspektive: Die Europäische Weltraumorganisation ESA beauftragt die OHB System AG, eine Tochter von OHB, mit Machbarkeits- und Vorentwurfsstudien für die geplante Mond-Infrastruktur OASIS. Solche Studien stehen am Anfang eines Raumfahrtprojekts und schaffen die technischen Grundlagen für spätere Entwicklungsphasen. Der Bremer Konzern ist damit bereits in die frühe Planung des europäischen Mondvorhabens eingebunden.

USA

Tops & Flops USA (L&S)

Wert Tag
Moderna +7,90 %
Twilio +5,78 %
Everpure +5,25 %
Coinbase Global -5,08 %
NRG Energy -4,41 %
Southwest Airlines Co. -3,60 %

Unter den vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen sticht Fifth Third Bancorp (Aktuelle Analyse) heraus: Die Bank übertrifft mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,13 USD die Analystenschätzung von 0,83 USD deutlich. Der Stahlkonzern Cleveland-Cliffs liegt mit 0,28 USD je Aktie ebenfalls über den erwarteten 0,22 USD und stellt für 2027 ein bereinigtes EBITDA von mehr als 4 Mrd. USD in Aussicht.

Die Erholung der Chipwerte nach dem Ausverkauf der Vorwoche bekommt Rückenwind von Analysten. J.P. Morgan stuft Intel auf Neutral hoch und begründet dies mit erwarteten positiven Gewinnrevisionen, getragen von der Nachfrage nach agentenbasierter KI und der Chipknappheit. Die Aktie hatte daraufhin bereits vorbörslich 4,2 % zugelegt. Auch der KI-Cloud-Anbieter CoreWeave erhält eine bessere Einstufung, allerdings mit einer Einschränkung: Goldman Sachs hebt das Votum von Neutral auf Buy, senkt das Kursziel aber von 139 auf 106 USD. Dem besseren Votum steht damit eine um knapp ein Viertel niedrigere Zielmarke gegenüber.

Gegensätzlich fallen die Analystenurteile bei Amazon und PayPal aus. Morgan Stanley macht Amazon zum Top Pick und traut der Aktie ein Kurspotenzial von 40 % zu. Skeptischer ist Cleveland Research bei PayPal: Das Haus senkt sein Votum von Neutral auf Underperform und erwartet damit, dass die Aktie des Zahlungsdienstleisters hinter dem Markt zurückbleibt.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche