Ethereum vor dem Durchbruch? Vitalik Buterin sieht Blockchain-Konflikt gelöst
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Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht das jahrzehntelang diskutierte Blockchain-Trilemma als technisch gelöst. Neue Skalierungs- und Datenschutztechnologien hätten Ethereum in eine Lage versetzt, gleichzeitig hohe Sicherheit, Dezentralisierung und deutlich mehr Datenkapazität zu ermöglichen. Dennoch mahnt Buterin zur Geduld. Die vollständige und sichere Umsetzung dieser Architektur werde sich noch bis weit in das nächste Jahrzehnt hineinziehen.
Neue Architektur verändert Ethereums Leistungsfähigkeit
In einem Beitrag auf X erklärte Buterin, dass die Kombination aus Zero-Knowledge-Virtual Machines (ZK-EVMs) und PeerDAS die technische Grundlage von Ethereum grundlegend verändert habe. Dabei geht es nicht um inkrementelle Verbesserungen, sondern um einen strukturellen Umbau des Netzwerks.
Now that ZKEVMs are at alpha stage (production-quality performance, remaining work is safety) and PeerDAS is live on mainnet, it's time to talk more about what this combination means for Ethereum.
These are not minor improvements; they are shifting Ethereum into being a…
— vitalik.eth (@VitalikButerin) January 3, 2026
ZK-EVMs ermöglichen es, Transaktionen und Smart Contracts kryptografisch zu verifizieren, ohne sämtliche Daten offenlegen zu müssen. PeerDAS sorgt gleichzeitig für eine effizientere Verteilung großer Datenmengen über das Netzwerk. Zusammen erlauben diese Technologien eine deutlich höhere Datenverarbeitung, ohne die Sicherheitsgarantien eines dezentralen Ledgers aufzugeben.
Buterin beschreibt diese Architektur als eine Art „BitTorrent mit Konsens“. Ethereum könne künftig Datenmengen verarbeiten, wie sie aus großen File-Sharing-Netzwerken bekannt sind, dabei aber weiterhin einen globalen Konsensmechanismus aufrechterhalten. Genau hier sieht er die Auflösung des Blockchain-Trilemmas.
Trilemma gelöst, aber noch nicht vollständig abgesichert
Trotz dieser Fortschritte relativiert Buterin seine Aussage. Zwar sei das Trilemma technisch gelöst und nicht nur theoretisch, doch fehle es noch an der finalen Sicherheitsreife. Teile der neuen Architektur seien bereits live im Mainnet, andere Komponenten funktionierten produktiv, seien aber noch nicht ausreichend gehärtet.
Nach aktueller Einschätzung sollen ZK-EVMs erst zwischen 2027 und 2030 zur dominanten Methode für die Blockvalidierung werden. Erst dann könne Ethereum Transaktionen schneller und günstiger prüfen, ohne dabei die zugrunde liegenden Daten vollständig offenzulegen. Bis dahin bleibt das Netzwerk in einer Übergangsphase.
Schrittweise Skalierung statt radikaler Umstellung
Für die kommenden Jahre plant Ethereum keine abrupte Umstellung, sondern graduelle Anpassungen. Bereits kurzfristig soll das Gas-Limit angehoben werden. Möglich wird das durch neue Protokolle, die die Rollen von Transaktionsvorschlägen und Blockbau trennen und so die Arbeitslast pro Block besser verteilen.
Langfristig verfolgt Ethereum das Ziel eines verteilten Blockbaus. Dabei würde kein einzelner Akteur mehr einen vollständigen Block mit allen Transaktionen erzeugen. Stattdessen entstünde ein Block aus mehreren, regional verteilten Teilprozessen. Das soll das Risiko von Zensur reduzieren und die Last gleichmäßiger über das Netzwerk verteilen.
Buterin bezeichnet dieses Szenario als idealen Endzustand. Auch wenn es kurzfristig nicht notwendig sei, sollte Ethereum zumindest technisch in der Lage sein, einen solchen Modus zu unterstützen.
Wettbewerbsdruck nimmt weiter zu
Diese technische Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz. Schnellere und günstigere Blockchains setzen Ethereum unter Druck, Skalierungslösungen schneller bereitzustellen. Entwickler stehen damit vor der Herausforderung, ambitionierte technologische Ziele mit Stabilität und Sicherheit in Einklang zu bringen.
Buterins Aussagen zeigen dabei weniger Triumph als Realismus. Ethereum habe die Werkzeuge, um das Trilemma zu überwinden. Ob und wie schnell diese Vision vollständig Realität wird, hängt jedoch von jahrelanger Entwicklungsarbeit und sorgfältiger Implementierung ab.
Was der technologische Fortschritt für Ethereum bedeutet
Ethereum steht vor einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Die Kombination aus ZK-EVMs und neuer Datenverteilung hebt die technischen Grenzen deutlich an und adressiert eines der zentralen Probleme der Blockchain-Technologie. Gleichzeitig macht Buterin klar, dass echte Skalierung auf höchstem Sicherheitsniveau Zeit braucht. Das Trilemma mag gelöst sein, doch der Weg zur vollständigen Umsetzung ist noch lang.
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