Kommentar
18:52 Uhr, 12.01.2026

Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell – das sind die Folgen für den Bitcoin-Kurs

Die Trump-Regierung erhöht den Druck auf den US-Notenbankvorsitzenden und leitet eine Ermittlung ein. Warum der Konflikt Bitcoin in die Hände spielen könnte.

Erwähnte Instrumente

  • Während Bitcoin- und Krypto-Anleger gespannt auf die Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch warten, droht die Trump-Regierung mit einer strafrechtlichen Klage gegen den US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell. Hintergrund ist seine Aussage vor dem Repräsentantenhaus im vergangenen Sommer zu einem Bauprojekt der Federal Reserve.
  • In einer Erklärung vom gestrigen Sonntag sagte Powell, die bereits eingeleitete Untersuchung der Bundesstaatsanwaltschaft sei “eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf der Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was der Öffentlichkeit dient, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen”.
  • Weil ihm die Zinssenkungen nicht schnell genug gehen, hatte Trump den Fed-Vorsitzenden schon mehrfach verbal attackiert. Der US-Leitzins sei “viel zu hoch“, beklagte der Republikaner beispielsweise im November. Und fügte im Beisein seines Finanzministers Scott Bessent hinzu: “Ich werde ehrlich sein, ich würde ihn gerne feuern” ( “I’ll be honest, I’d love to fire his ass” ). Profitiert Bitcoin nun von der jüngsten Eskalation?
  • “Wenn das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit des Dollars und die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage gestellt wird, erhalten dezentrale Vermögenswerte tendenziell narrative Risikoprämien“, erklärten Analysten von Bitunex gegenüber Cointelegraph. Eine politische Untergrabung der Notenbankunabhängigkeit könnte langfristig die Rolle von Bitcoin als “nicht-staatliches Risio-Asset” stärken.
  • “Dieses Umfeld ist buchstäblich genau das, wofür Bitcoin geschaffen wurde”, ergänzte der Krypto-Analyst Will Clemente angesichts der wachsenden Polarisierung. Geht es nach Polymarket, dürfte Jerome Powell seine bis Mitte Mai laufende Amtszeit jedoch beenden. Nur 13 Prozent gehen von einem vorzeitigen “Rausschmiss” durch die US-Regierung aus.
  • Als Favorit für seine Nachfolge gilt Kevin Hassett, ein Trump-Vertrauter mit klaren Pro-Krypto-Tendenzen. Er befürwortet eine klare Lockerung der Geldpolitik, was Bitcoin mittel- bis langfristig in die Hände spielen könnte. Sinken die Zinsen bei “sicheren” Anlagen wie kurzlaufenden US-Staatsanleihen, steigt zumeist der Risikoappetit von Investoren. Dadurch könnten Tech-Aktien oder Krypto-Assets kräftig zulegen.
  • Trump selbst erklärte, dass er keinerlei Kenntnis von den neuen Maßnahmen des Justizministeriums habe: “Ich weiß nichts darüber, aber er ist sicherlich nicht sehr gut bei der Fed, und er ist auch nicht sehr gut im Bauen von Gebäuden.”

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Quellen

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