Kommentar
19:24 Uhr, 21.04.2026

DoorDash will Stablecoin-Auszahlungen integrieren

DoorDash bringt Stablecoin-basierte Auszahlungen durch eine Kooperation mit Tempo auf seinen Marktplatz. Krypto-Rails dringen so weiter in den Alltag vor.

Der Lieferdienst DoorDash arbeitet mit Tempo an Stablecoin-basierten Auszahlungen. Dies vermeldete Tempo am Dienstag im Rahmen einer größeren Ankündigung. Demnach verlagern auch Stripe, die Coastal Bank und die lateinamerikanische Finanzplattform ARQ Teile ihrer Stablecoin-Zahlungsabwicklung auf das Netzwerk.

Effizienzgewinne für DoorDash

DoorDash betreibt einen dreiseitigen Marktplatz in mehr als 40 Ländern. Die Plattform bringt Konsumenten, Händler und Lieferfahrer zusammen, die als Dashers bekannt sind. Bei dieser Größenordnung, mehreren Zahlungswegen sowie Abhängigkeiten von Wechselkursen und Abwicklungszeiten entstehen schnell Reibungsverluste. Nach Darstellung des Unternehmens können Stablecoins hier für effizientere Abläufe sorgen.

“Stablecoins haben großes Potenzial, die Finanzinfrastruktur zu verändern, nicht nur in Amerika, sondern weltweit. Wir wollen dabei proaktiv mitwirken und nicht nur zusehen”, sagte DoorDash-Mitgründer Andy Fang. Zum Start will sich das Unternehmen auf Auszahlungsströme konzentrieren, bei denen schnellere und günstigere Abwicklung den größten Mehrwert verspricht.

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Stripe und Banken bauen die Infrastruktur aus

Tempo ist eine Blockchain, die nach eigenen Angaben speziell für Zahlungen entwickelt wurde. Das Netzwerk wurde von Stripe und Paradigm inkubiert. Zu den beworbenen Funktionen zählen Finalität in unter einer Sekunde, planbare Gebühren in US-Dollar, reservierter Blockspace für Zahlungen, private Zahlungszonen sowie integrierte Account Abstraction für gebündelte Auszahlungen und gesponserte Gebühren.

Auch Stripe spielt bei dem Vorstoß eine wichtige Rolle. Laut Tempo dient das Netzwerk inzwischen als zentrale Blockchain-Infrastruktur für Stripes Geldmanagement-Funktionen. Unternehmen in mehr als 100 Ländern könnten dadurch Stablecoins direkt über Stripe halten, senden und empfangen.

Die Coastal Bank, eine regulierte Sponsorbank für Fintech-Partner, nutzt Tempo demnach für den Aufbau Stablecoin-nativer Infrastruktur zusätzlich zu bestehenden Zahlungsschienen. ARQ betreibt über das Netzwerk Zahlungsinfrastruktur für Kunden in Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Brasilien.

Ergänzend kündigte Tempo eine neue Beratungseinheit unter dem Namen “Stablecoin Advisory” an. Sie soll Unternehmen bei der Bewertung von Anwendungsfällen sowie beim Aufbau von Verwahrungs- und Compliance-Strukturen unterstützen. Ziel ist es, den Weg vom Prototyp bis zum produktiven Einsatz zu begleiten.

In den USA spitzt sich derweil der Kampf zwischen Krypto- und Bankenbranche weiter zu. Ein aktueller Bericht des Weißen Hauses untersuchte nun konkret, wie sich ein Verbot von Renditen auf Stablecoins auf das Bankensystem auswirkt.

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