Expertenkommentar

DivDAX: Top-Dividendenaktien aus Deutschland!

Outperformance kann so einfach sein: Einfach in die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen investieren! In Deutschland hat das Rezept in den letzten Jahrzehnten wunderbar funktioniert, wie der DivDAX zeigt.

Erwähnte Instrumente

  • DivDAX - WKN: A0C33D - ISIN: DE000A0C33D1 - Kurs: 378,73 Pkt (XETRA)
  • Lyxor 1 DivDAX (DR) UCITS ETF I - WKN: ETF903 - ISIN: DE000ETF9033 - Kurs: 162,480 € (L&S)

Mit dem DivDAX hat die Deutsche Börse eine Umsetzung der Dogs-of-the-Dow-Strategie für Deutschland geschaffen. Bei der Original-Strategie aus den USA, die von Michael O'Higgins populär gemacht wurde, wird in die 10 Aktien aus dem Dow Jones Industrial Average mit den höchsten Dividendenrenditen investiert.

Der DivDAX enthält die 15 Aktien aus dem DAX mit den höchsten Dividendenrenditen.

Anders als die US-Strategie wird der DivDAX nicht zum Jahreswechsel, sondern im September neu zusammengesetzt, und zwar auf Basis der im aktuellen Jahr gezahlten Dividende. Außerdem gibt es eine Fast-Exit-Regel: Kündigt ein im DivDAX enthaltenes Unternehmen an, die Dividende zu streichen, wird die Aktie aus dem DivDAX entfernt und durch eine andere Aktie ersetzt.

Die Dogs-of-the-Dow-Strategie sieht vor, dass in alle Aktien gleichgewichtet investiert wird. Auch das ist beim DivDAX etwas anders, hier richtet sich die Gewichtung wie im DAX nach der Streubesitz-Marktkapitalisierung. Eine Kappungsgrenze bei der Gewichtung von 10 % zum Stichtag sorgt allerdings dafür, dass einzelne Werte kein so großes Gewicht haben können, dass sie den Index übermäßig stark dominieren.

Ein Vergleich des DivDAX mit dem DAX (jeweils Performanceindex mit reinvestierten Dividenden) zeigt, dass die Strategie, einfach auf die dividendenstarken Aktien aus dem DAX zu setzen, in den letzten zwei Jahrzehnten wunderbar aufgegangen ist. In den vergangenen 21 Jahren konnte der DivDAX den DAX deutlich outperformen.

DivDAX und DAX (jeweils Performanceindex) im Vergleich
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Aktuell sind im DivDAX die folgenden DAX-Werte enthalten:

  • Allianz
  • BASF
  • BMW
  • Bayer
  • Continental
  • Covestro
  • Deutsche Post
  • Deutsche Telekom
  • E.On
  • HeidelbergCement
  • Mercedes Benz
  • Munich Re
  • Porsche Automobil Holding
  • Volkswagen-Vorzugsaktien
  • Vonovia

Es gibt verschiedene Zertifikate und ETFs, die den DivDAX nachbilden und mit denen Anleger durch den Kauf eines einzelnen Produktes die Strategie umsetzen können. Der größte ETF, der den DivDAX nachbildet, ist der iShares DivDAX UCITS ETF (ISIN: DE0002635273). Es handelt sich um einen physisch replizierenden ETF, bei dem Erträge an die Anleger mindestens jährlich ausgeschüttet werden. Die sogenannte Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0,31 % p.a. Etwas geringere Kosten mit einer TER von 0,25 % p.a. hat der ebenfalls physisch replizierende und ausschüttende Lyxor 1 DivDAX UCITS ETF (ISIN: DE000ETF9033). Bei diesem ETF lag in den vergangenen Jahren auch die Ausschüttungsrendite höher als beim iShares-ETF.

Lyxor 1 DivDAX UCITS ETF
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Lesen Sie auch: Dogs of the Dow: Top-US-Dividendenaktien für 2023

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  • knody2000
    knody2000

    Im Moment geistert da das Dividendenverbot durch die Medien für Betriebe, die die Energiepreisbremse in Anspruch nehmen.
    Das Risiko sollte man hier denke ich benennen.

    12:13 Uhr, 30.12.2022
    1 Antwort anzeigen

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Über den Experten

Oliver Baron
Oliver Baron
Experte für Anlagestrategien

Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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