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Kommentar
10:14 Uhr, 30.06.2026

Dieser ETF setzt auf die KI-Schaufelhersteller!

Während eines Goldrauschs sollte man nicht selbst nach Gold suchen, sondern lieber Schaufeln verkaufen. Ein neuer ETF ermöglicht es jetzt, gezielt auf die „Schaufelhersteller“ des KI-Zeitalters zu setzen!

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: IE000XHZP7D3Kopiert
    Kursstand: 22,275 € (L&S) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF - USD Acc - WKN: A429CR - ISIN: IE000XHZP7D3 - Kurs: 22,275 € (L&S)

Künstliche Intelligenz gilt als eines der wichtigsten Wachstumsthemen der kommenden Jahre. Doch während sich viele Anleger vor allem auf einzelne bekannte KI-Aktien konzentrieren, entsteht die eigentliche Grundlage des KI-Booms in einem deutlich breiteren Ökosystem. Denn moderne KI-Anwendungen benötigen enorme Rechenleistung, leistungsfähige Halbleiter, Speicherchips, Netzwerke, Server, Rechenzentren und eine zuverlässige Energieversorgung.

Gezielt in die Infrastruktur des KI-Booms investieren

Mit dem neuen WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF (ISIN: IE000XHZP7D3) können Anleger gezielt in Unternehmen investieren, die genau diese Infrastruktur bereitstellen. Der ETF setzt damit auf die "Schaufelhersteller" des KI-Zeitalters – also auf jene Unternehmen, ohne die der Ausbau der künstlichen Intelligenz gar nicht möglich wäre.

Der ETF bildet den WisdomTree SemiAnalysis Artificial General Intelligence Infrastructure UCITS Index ab. Dieser Index wurde entwickelt, um die Wertentwicklung globaler Unternehmen abzubilden, die Computing-Ökosysteme für künstliche Intelligenz ermöglichen, unterstützen und vorantreiben. Dabei geht es um Unternehmen, die als technologische Grundlage für die weitere Entwicklung von KI und langfristig auch für künstliche allgemeine Intelligenz dienen könnten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der zugrunde liegenden Infrastruktur. Denn je leistungsfähiger KI-Modelle werden und je stärker Unternehmen, Regierungen und Verbraucher KI-Anwendungen nutzen, desto größer wird der Bedarf an Rechenleistung. Das führt zu steigenden Investitionen in Rechenzentren, Halbleiter, Speicherlösungen, Netzwerke und Stromversorgungssysteme. Genau an dieser Stelle setzt der neue ETF an.

Die sieben Bereiche der KI-Infrastruktur

Das Anlageuniversum des ETFs umfasst sieben zentrale Bereiche der KI-Infrastruktur:

  • Rechenzentren, Energieversorgung und Industrie: In diese Kategorie fallen Unternehmen, die Elektroinfrastruktur, Stromverteilung und industrielle Systeme bereitstellen. Sie schaffen damit die Voraussetzungen dafür, dass Rechenzentren mit hoher Leistungsdichte zuverlässig betrieben werden können.
  • Waferfertigungsanlagen (WFE): Hierzu zählen Anbieter von Maschinen und Investitionsgütern, die für die Herstellung, Prüfung und Verpackung von Halbleitern und Bauteilen benötigt werden. Ohne diese Ausrüstung wäre die Produktion moderner Chips in großem Maßstab nicht möglich.
  • Bauteile und Materialien: Diese Kategorie umfasst Lieferanten wichtiger Komponenten und Spezialmaterialien für den KI-Hardware-Stack. Dazu gehören etwa passive Bauelemente, Substrate, Verbindungselemente und andere Materialien, die in Hochleistungsrechnern und Halbleitersystemen zum Einsatz kommen.
  • Halbleiter: In diesem Bereich werden Unternehmen berücksichtigt, deren Kerngeschäft in der Entwicklung oder Herstellung integrierter Schaltkreise liegt. Dazu zählen unter anderem Rechenchips, Speicherchips und analoge Halbleiter, die für KI-Anwendungen eine zentrale Rolle spielen.
  • Server-Lieferkette: Diese Kategorie umfasst Unternehmen, die Bauteile, Subsysteme und Integrationsdienstleistungen für Server und Racks bereitstellen. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil der physischen Infrastruktur, auf der KI-Training und KI-Inferenz laufen.
  • Netzwerk: Hierzu gehören Anbieter von Konnektivitätshardware sowie optischen und elektrischen Netzwerklösungen. Diese Technologien sorgen dafür, dass große Datenmengen schnell und effizient innerhalb von Rechenzentren sowie über Unternehmens- und Telekommunikationsnetzwerke übertragen werden können.
  • Hyperscaler und Neoclouds: In diese Kategorie fallen Betreiber großer Cloud- und KI-Recheninfrastrukturen. Sie stellen Rechenleistung für Training, Inferenz und allgemeine Compute-as-a-Service-Lösungen bereit und bilden damit eine zentrale Plattform für die Nutzung und Skalierung von KI-Anwendungen.

Breit gestreut statt Einzelaktienrisiko

Bei der Gestaltung und Weiterentwicklung des Index arbeitet WisdomTree mit SemiAnalysis zusammen, einem unabhängigen Researchunternehmen mit Spezialisierung auf Halbleiter und KI-Infrastruktur. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Unternehmen berücksichtigt werden, die im Ausbau der KI-Infrastruktur eine besonders wichtige Rolle spielen.

Zu den zehn größten Positionen des ETFs zählen vor allem Unternehmen aus den Bereichen Speicherchips, Halbleiterproduktion, Rechenbeschleuniger und Chipfertigungsausrüstung:

  • SK Hynix: Der südkoreanische Speicherchiphersteller gehört zu den wichtigsten Anbietern von Hochleistungsspeicher für KI-Systeme. Besonders High Bandwidth Memory (HBM) spielt eine zentrale Rolle, weil KI-Beschleuniger für Training und Inferenz enorme Datenmengen sehr schnell verarbeiten müssen.
  • Micron Technology: Micron liefert Speicher- und Datenspeicherlösungen für Rechenzentren. Im KI-Kontext ist vor allem HBM wichtig, da dieser Speicher speziell für nächste Generationen von KI-Plattformen und datenintensive Anwendungen entwickelt wird.
  • Advanced Micro Devices: AMD ist mit seinen Instinct-Beschleunigern ein wichtiger Anbieter von Rechenleistung für KI und Hochleistungsrechnen. Die Chips werden in Rechenzentren eingesetzt, um komplexe KI-Modelle effizient zu trainieren und auszuführen.
  • Applied Materials: Das Unternehmen stellt Anlagen und Technologien bereit, die für die Herstellung moderner Halbleiter benötigt werden. Damit ist Applied Materials ein zentraler Zulieferer für die Chipindustrie, die immer leistungsfähigere und energieeffizientere Bausteine für das KI-Zeitalter produzieren muss.
  • Lam Research: Lam Research liefert Ausrüstung für wichtige Schritte der Halbleiterfertigung, etwa Ätzen, Abscheidung und Wafer-Reinigung. Diese Prozesse sind entscheidend, um immer komplexere Chips und moderne Packaging-Lösungen für KI-Anwendungen herzustellen.
  • Intel: Intel ist vor allem durch seine Prozessoren für Rechenzentren bekannt, bietet aber auch KI-Beschleuniger wie Gaudi an. Damit liefert das Unternehmen Hardware, die in der KI-Infrastruktur für Training, Inferenz und allgemeine Rechenzentrums-Workloads eingesetzt werden kann.
  • Samsung Electronics: Samsung ist einer der weltweit führenden Anbieter von Speicherchips. Für KI-Infrastruktur ist insbesondere HBM relevant, da dieser Speicher eine sehr hohe Datenbandbreite bietet und damit KI-Training sowie High-Performance-Computing unterstützt.
  • KLA: KLA bietet Inspektions-, Mess- und Prozesskontrollsysteme für die Halbleiterproduktion an. Diese Technologien helfen Chipproduzenten, Fehler frühzeitig zu erkennen, die Ausbeute zu verbessern und die Fertigung hochkomplexer Halbleiter zuverlässiger zu machen.
  • ASML: ASML ist ein zentraler Anbieter von Lithografiesystemen für die Chipfertigung. Die EUV-Technologie des Unternehmens ermöglicht die Massenproduktion besonders fortschrittlicher Mikrochips, die für leistungsfähige KI-Systeme benötigt werden.
  • Nvidia: Nvidia liefert Grafikprozessoren, Beschleuniger, Netzwerktechnik und weitere Rechenzentrumskomponenten für KI-Infrastruktur. Die Produkte des Unternehmens werden eingesetzt, um große KI-Modelle zu trainieren und KI-Anwendungen in Rechenzentren effizient auszuführen.

Die breite Streuung ist ein wichtiger Vorteil gegenüber einem Investment in einzelne KI-Aktien. Denn Anleger müssen nicht selbst entscheiden, welcher Halbleiterhersteller, Netzwerkausrüster oder Rechenzentrumszulieferer langfristig am stärksten vom KI-Boom profitieren wird. Stattdessen erhalten sie mit nur einem Wertpapier Zugang zu einem global diversifizierten Portfolio von Unternehmen entlang der KI-Infrastruktur-Wertschöpfungskette.

Per ETF auf verschiedene KI-Bereiche setzen

Der neue ETF ergänzt das bestehende Angebot an KI-fokussierten ETFs von WisdomTree. Während der WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF (ISIN: IE00BDVPNG13) breiter in Unternehmen investiert, die KI entwickeln oder einsetzen, und der WisdomTree Physical AI, Humanoids and Drones UCITS ETF (ISIN: IE000LCKJ888) auf physische KI-Anwendungen ausgerichtet ist, konzentriert sich der neue WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF (ISIN: IE000XHZP7D3) gezielt auf die technologische Grundlage des KI-Booms.

Der WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF ist physisch und vollreplizierend. Das bedeutet, dass die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich vom ETF erworben werden und nicht nur synthetisch über Swap-Geschäfte abgebildet werden. Die Erträge werden thesauriert, also automatisch im Fonds wiederangelegt. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,50 % pro Jahr. Der ETF wurde erst am 10. Juni 2026 gelistet und ist an allen wichtigen deutschen Börsen handelbar.

Für Anleger könnte dieser Ansatz besonders lohnend sein, weil der langfristige Erfolg der künstlichen Intelligenz entscheidend davon abhängt, ob genügend Rechenzentren, Chips, Speicher, Netzwerke und Stromversorgungssysteme vorhanden sind, um immer größere KI-Modelle zu trainieren und im Alltag einzusetzen. Genau diese Engpässe könnten vielen KI-Infrastrukturunternehmen über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg eine Sonderkonjunktur bescheren.

Fazit: Mit dem WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF (ISIN: IE000XHZP7D3) können Anleger gezielt in die „Schaufelhersteller“ des KI-Booms investieren. Der ETF bündelt Unternehmen, die Rechenzentren, Halbleiter, Speicherchips, Netzwerke, Serverkomponenten und weitere zentrale Infrastruktur für künstliche Intelligenz bereitstellen. Damit bietet der ETF eine interessante Möglichkeit, breit gestreut vom langfristigen Ausbau der KI-Infrastruktur zu profitieren.

WisdomTree AI Infrastructure UCITS ETF
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