Die Energiefrage ist zurück: Zwei US-Aktien, die vom Stromhunger profitieren
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Meine Anfrage an eine KI, wie viel Strom eine einfach gehaltene Anfrage an eine KI im Durchschnitt braucht, ergab als Antwort rund 0,1 bis 0,3 Wh. Laut Aussage der KI verbrauchte sie selbst für die Beantwortung meiner Anfrage ein paar hundert Tokens und geschätzte 0,4 Wh. Das entspricht dem Verbrauch von knapp 5 Minuten Betrieb einer 5-Watt-LED-Lampe. Solange Gemini, ChatGPT oder Claude also vonseiten der Normalnutzer als schneller Google-Ersatz genutzt werden, wird auch der Strombedarf in der Breite hoch bleiben.
In der Spitze gibt es neben der massiven Ausweitung von Business-Modellen noch ein anderes Phänomen zu bestaunen: Solange die großen Hyperscaler mit ihren Standard-Abomodellen so freigiebig sind, was die Anzahl der verbrauchbaren Tokens betrifft, was bei einigen Power-Usern in die Milliarden pro Woche (!) gehen kann, wird auch der Stromverbrauch in der Liga der Intensivnutzer von KI enorm hoch bleiben. Noch tragen die KI-Firmen die Kosten bzw. die entgangenen Gewinne selbst (sichern sie sich so angeblich den Zugang auf die möglicherweise letzten verfügbaren Reserven von KI-Trainingsumgebungen). Auch wenn diese Zeiten einmal enden dürften und Preiserhöhungen oder Token-Limitierungen anstehen werden, wird es eine Welt ohne KI und den entsprechenden Strombedarf höchstwahrscheinlich nicht mehr geben.
Neben den Rechenzentren schreitet in den USA aber auch die allgemeine Elektrifizierung der Gesellschaft voran, unterstützt durch den sinnvollen und schnellen Ausbau der Stromnetze. Und auch wenn z.B. die E-Mobilität in den USA trotz Tesla mit zuletzt rund 8 % BEV-Neuzulassungen noch ein Schattendasein fristet, in den West- und Ostküstenstaaten nimmt auch hier die Zulassung und damit der Strombedarf erheblich zu. Dieser sorgt gleichzeitig für einen Rückgang des Verbrauchs ungleich schädlicherer fossiler Energiequellen. Auch die Anleger wittern wieder ihre Chance: In den USA gibt es nach einer größeren Durststrecke seit Ende September einen signifikanten Anstieg bei Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien und allgemeiner Stromerzeugung. Dieser liegt bei Einzelwerten durchaus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Mir persönlich stachen jedoch zwei Netzbetreiber-Aktien ins Auge, die sich charttechnisch noch einmal deutlich stärker von den anderen Titeln aus diesem Sektor abheben:
