DEXCOM: Margen steigen – doch das Ausland kommt nicht mit
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Dexcom holt aus jedem Umsatz-Dollar deutlich mehr Gewinn heraus als vor einem Jahr und hebt die Jahresprognose erneut an. Das Umsatzwachstum verliert dabei von Quartal zu Quartal an Schwung, vor allem außerhalb der USA.
| ✦ Auf einen Blick |
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• Der Umsatz steigt im dritten Quartal um 11 % auf 1,344 Mrd. USD und liegt über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,33 Mrd. USD. • Das bereinigte verwässerte EPS steigt von 0,61 auf 0,73 USD, der Konsens lag bei 0,675 USD. • Die bereinigte operative Marge klettert von 22,6 % auf 25,3 %, die bereinigte Bruttomarge von 61,3 % auf 65,1 %. • Der Umsatz in den USA wächst um 14 %, international um 5 %. • Dexcom erwartet für 2026 nun 5,20 bis 5,25 Mrd. USD Umsatz statt 5,18 bis 5,25 Mrd. USD sowie eine bereinigte operative Marge von rund 24 %. |
Dexcom, Anbieter von Sensorsystemen zur kontinuierlichen Glukosemessung für Diabetiker, steigert den Umsatz im dritten Quartal um 11 % gegenüber dem Vorjahr auf 1,344 Mrd. USD. Damit liegt der Konzern leicht über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,33 Mrd. USD. Mehr Gewicht als das Umsatzplus hat die Kostenseite: Die Herstellkosten bleiben nahezu auf Vorjahresniveau, wodurch die bereinigte Bruttomarge (Non-GAAP) von 61,3 % auf 65,1 % steigt. Das bereinigte operative Ergebnis wächst auf 339,5 Mio. USD, die zugehörige Marge klettert von 22,6 % auf 25,3 %.
Beim Gewinn je Aktie übertrifft Dexcom die Erwartungen deutlich. Das bereinigte verwässerte EPS steigt von 0,61 auf 0,73 USD, während die durchschnittliche Analystenschätzung bei 0,675 USD lag. Nach GAAP verdient Dexcom 0,72 USD je Aktie nach 0,70 USD im Vorjahresquartal.
Allerdings sinkt der GAAP-Nettogewinn trotz des operativen Sprungs von 283,8 auf 275,1 Mio. USD. Im Vorjahr hatten Gewinne aus Beteiligungen von 82,7 Mio. USD das Ergebnis aufgebessert; diesmal fehlt dieser Posten. Für die Beurteilung des laufenden Geschäfts ist deshalb die bereinigte Rechnung maßgeblich. Auch dort hilft allerdings die Kapitalseite mit: Durch Rückkäufe sinkt die für das bereinigte verwässerte EPS maßgebliche Aktienzahl von 399,7 auf 375,8 Mio. Dadurch wächst das EPS schneller als der bereinigte Nettogewinn, der von 242,5 auf 275,0 Mio. USD zulegt. Die bessere Marge ist operativ verdient; beim Gewinn je Aktie schieben die Rückkäufe zusätzlich an.
Kennzahlen des Quartals im Überblick: Ergebnis, Umsatz und Umsatzverteilung von DEXCOM INC. (Quelle: Unternehmensangaben)
Die USA tragen das Wachstum fast allein
In den USA wächst der Umsatz um 14 % auf 969,8 Mio. USD, international dagegen nur um 5 %. Das Auslandsgeschäft bleibt damit der Bremsklotz im Konzern. Ändern soll das der G7 15 Day, also der 15-Tage-Sensor: Seine Einführung in den USA kommt voran; für das Ausland liegen die ersten beiden Zulassungen vor. Wirkung entfalten kann das allerdings erst, wenn die Kunden auch außerhalb der USA in größerer Zahl auf das länger tragbare System umsteigen.
Weiter reicht das Potenzial der CONNECT-Studie, die nach Quartalsende im New England Journal of Medicine erschienen ist. Sie belegt den Nutzen des G7 bei Typ-2-Diabetikern, die kein Insulin spritzen. Gelingt es, diese Gruppe in die Regelversorgung zu bringen, erschließt sich Dexcom ein Kundenkreis weit über die insulinpflichtigen Patienten hinaus. CEO Jake Leach zeigt sich entsprechend selbstbewusst: Er spricht von wachsendem Schwung im gesamten Geschäft und sieht den Konzern auf Kurs zu den langfristigen Zielen vom Investor Day. Dazu passt ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 1,0 Mrd. USD. Den Spielraum dafür liefern 1,82 Mrd. USD an liquiden Mitteln bei ungenutzter Kreditlinie.
Umsatz und Ergebnis je Aktie im Quartalsverlauf inkl. Analystenschätzungen. (Quelle: Unternehmensangaben)
Ausblick
Die erneute Anhebung der Jahresprognose fällt kleiner aus, als das Wort vermuten lässt. Beim Umsatz hebt Dexcom lediglich das untere Ende der Spanne an und erwartet nun 5,20 bis 5,25 Mrd. USD statt 5,18 bis 5,25 Mrd. USD, was einem Wachstum von 12 bis 13 % entspricht. Der Analystenkonsens von 5,23 Mrd. USD lag bereits in der oberen Hälfte dieser Spanne. Für die bereinigte operative Marge peilt das Management jetzt rund 24 % an statt 23,5 bis 24 %, für die bereinigte EBITDA-Marge rund 32 % statt 31,5 bis 32 %. Die bereinigte Bruttomarge von etwa 64 % wird bestätigt.
Beim Wachstum signalisiert die Prognose eine Verlangsamung. Das Umsatzwachstum ist von 15 % im ersten über 13,1 % im zweiten auf 11 % im dritten Quartal gesunken. Rechnerisch lässt die Jahresspanne für das Schlussquartal kaum mehr als dieses Tempo zu. Auch die Prognose für die bereinigte operative Marge von rund 24 % liegt unter den 25,3 % des dritten Quartals und sieht damit für das vierte Quartal eine niedrigere Marge vor. Der Ausblick setzt also auf die Marge, nicht auf mehr Tempo.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | 2025 | 2026e | 2027e |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 4,66 Mrd. USD | 5,23 Mrd. USD | 5,80 Mrd. USD |
| EPS | 2,09 USD | 2,67 USD | 3,13 USD |
*e = erwartet (Analystenkonsens, bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Basis); Ist-Jahr 2025 bereinigt (Summe der Quartale)
Fazit: Die bereinigte Bruttomarge von 65,1 % überzeugt und trägt ein Quartal, in dem Umsatz und Gewinn je Aktie die Erwartungen übertreffen, das Wachstum aber sichtbar an Tempo verliert. Für Dexcom sprechen die erneut angehobene Prognose, die CONNECT-Studie als Zugang zu Typ-2-Patienten ohne Insulin und das Rückkaufprogramm über 1,0 Mrd. USD. Dagegen stehen nur 5 % Wachstum im Ausland und eine Margenprognose, die für das Schlussquartal einen Rücksetzer einplant. Die Aktie wird mit einem KGV von 29,7 auf Basis der Analystenschätzungen für 2026 und 25,4 für 2027 gehandelt. Dem steht ein erwartetes Gewinnwachstum von 17 % gegenüber. Die freundliche Tendenz hängt weiter an der Marge. Für zusätzlichen Schwung muss der 15-Tage-Sensor das Auslandsgeschäft wieder in Fahrt bringen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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