Deutsche-Börse-Wachstum kommt im Schlussquartal fast zum Erliegen - Ziele aber erreicht
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Von Manuel Priego Thimmel
DOW JONES--Das Wachstum der Deutsche Börse ist im vierten Quartal praktisch zum Erliegen gekommen. Nettoerlöse und EBITDA bewegten sich im Vergleich zum Vorjahr kaum von der Stelle, was allerdings den Markterwartungen entsprach. Auch aufs Gesamtjahr betrachtet fiel das Wachstum moderat aus. Dennoch erreichte der Börsenanbieter trotz zyklischen Gegenwinds seine Ziele.
Das Marktumfeld war laut der Deutschen Börse von unterschiedlichen langfristigen strukturellen Treibern geprägt, die trotz einer im Jahresdurchschnitt nahezu unveränderten und auf niedrigem Niveau befindlichen Marktvolatilität insgesamt positiv wirkten.
Die Nettoerlöse stiegen im vierten Quartal auf 1,57 Milliarden Euro von 1,55 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Damit wurde die Konsensprognose der Analysten von 1,57 Milliarden Euro erreicht. Auf Jahressicht beliefen sich die Erlöse auf 6,02 Milliarden Euro. Die Deutsche Börse hatte Erlöse von rund 6 Milliarden Euro inklusive des Treasury-Ergebnis in Aussicht gestellt.
Die Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis stiegen im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 5,19 Milliarden Euro. Dies kompensierte den erwarteten zinsbedingten Rückgang des Treasury-Ergebnisses um 20 Prozent auf 837 Millionen Euro.
Das EBITDA belief sich im Schlussquartal auf 867 Millionen Euro nach 870 Millionen Euro im Vorjahr. Die Markterwartung hatte bei 869 Millionen gelegen. Im Gesamtjahr stieg das EBITDA auf 3,51 Milliarden von 3,39 Milliarden Euro. Damit wurde das Ziel des Börsenbetreibers von etwa 3,5 Milliarden Euro mit Treasury-Ergebnis auf Jahressicht erreicht.
Die Deutsche Börse will für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 4,20 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre ausschütten nach 4 Euro im Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit einer Ausschüttung von 4,22 Euro gerechnet.
Die operativen Kosten beliefen sich im vierten Quartal den weiteren Angaben zufolge auf 709 Millionen Euro nach 700 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Analysten hatten im Schnitt Kosten von 708 Millionen Euro prognostiziert.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gruppe einen Anstieg der Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis auf rund 5,7 Milliarden Euro und des EBITDA ohne Treasury-Ergebnis auf rund 3,1 Milliarden Euro.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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