Deutsche Börse: Vola-Profiteur weiter auf Wachstumskurs, Allfunds-Übernahme sollte Ergebnis nachhaltig anschieben!
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Angesichts der weiterhin schwierigen geopolitischen Gemengelage dürften Börsenbetreiber wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken. Entsprechend dürfte das Marktumfeld an den internationalen Leitbörsen weiter volatil bleiben, was Anbietern wie der Deutschen Börse im Kerngeschäft Trading & Clearing steigende Handelsvolumina bei Aktien und Derivaten beschert. Da man auch in margenstarken Segmenten rund um Software-Suites für regulatorische Schlüsselsegmenten wie ESG, Fraud Protection oder Geldwäsche weiter gut unterwegs ist, bleiben die Aussichten im operativen Geschäft bei der Deutschen Börse weiter vielversprechend.
Marktumfeld bleibt weiter anspruchsvoll – Drohender Militärkonflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt für steigende Volatilität!
Neben Zins- und Konjunktursorgen sorgt aktuell vor allem die angespannte geopolitische Gemengelage bei vielen Investoren für Verunsicherung. Hier rückt neben dem nach wie vor ungelösten Russland-Ukraine-Konflikt die sich weiter zuspitzende Lage im Nahen Osten in den Fokus. Nachdem US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf die brutale Niederschlagung der Proteste im Iran gegen das Mullah-Regime Flottenverbände und Truppen in diese Region verlegt hat, hat sich die Lage zuletzt weiter zugespitzt. Kommt es tatsächlich zu einem Angriff der US-Streitkräfte auf den Iran, könnte die Lage im Nahen Osten nach Einschätzung vieler Experten rasch eskalieren. Daher dürfte das Marktumfeld auch in den kommenden Wochen weiter herausfordernd bleiben, was für eine weiterhin hohe Volatilität an den Märkten spricht. Entsprechend dürfte auch die Deutsche Börse im Kerngeschäftsfeld Trading & Clearing weiterhin stark abschneiden. Da gerade kurzfristig orientierte Marktteilnehmer in volatilen Marktphasen deutlich öfter handeln und viele institutionelle Investoren ihre Positionen via Derivate hedgen, sollte sich der positive Ergebnistrend im Segment Trading & Clearing weiter fortsetzen, nachdem das bereinigte Segmentergebnis in Q3 um 8% zugelegt hatte.
Software-Lösungen rund um regulatorische Schlüsselthemen sollten Ergebnis nachhaltig anschieben!
Vielversprechende Wachstumschancen eröffnen sich für die Deutsche Börse auch im margenstarken Software-Segment, in dem man dank cloud-basierten Echtzeit-Analytic-Tools, Trading-Software-Plattformlösungen inklusive professioneller Market-Data- und News-Feed-Angeboten über eine starke Marktposition verfügt. Mit dem Zukauf des dänischen Software-Konzerns SimCorp hat man sich auch bei regulatorischen Themen wie Geldwäsche, Fraud Protection oder ESG-Kriterien weiter verstärkt und ist damit in der Lage, in Verbindung mit dem bestehenden Software-Portfolio ganzheitliche Lösungen für Banken, Asset-Manager und institutionelle Investoren anzubieten. Damit kann die Deutsche Börse gerade in diesem Segment dank seines breiten Bestandskundenportfolios vor allem in den USA, Cross-Selling-Chancen wahrnehmen. Da man bei der Umstellung auf SaaS-Lösungen gut vorankommt, dürften sich auch die Profitabilität im Geschäftsfeld Investment Management Solutions weiter verbessern, da man mit zeitlich befristeten Software-Lösungen deutlich höhere Margen erzielt, als mit dem Verkauf von Lifetime-Software-Paketen. Im abgelaufenen Q3 trug das Geschäftsfeld Investment Management Solutions mit einem operativen Ergebnisplus von 18% auf 115 Mio. Euro maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene bei.
Deutsche Börse überrascht mit optimistischem Mittelfrist-Ausblick, Allfunds-Übernahme sollte Ergebnis nachhaltig anschieben!
Da man neben dem klassischen Kerngeschäft auch in margenstarken Segmenten wie Software-Suites für Banken und institutionelle Anleger gut unterwegs ist, hatte die Deutsche Börse zuletzt einen optimistischen Mittelfrist-Ausblick gegeben. So rechnet man bei den Nettoerlösen (ohne Treasury-Ergebnis) bis 2028 mit Zuwachsraten von durchschnittlich 8% pa, während der bereinigte operative Gewinn überdurchschnittlich um 12% zulegen soll. Frische Impulse verspricht die geplante Übernahme des Fonds-Service-Anbieters Allfunds (Assets under Management: 1,7 Bio. Euro), mit der man sich in diesem margenstarken Segment deutlich verstärken will. Erst kürzlich hatte die Deutsche Börse ein milliardenschweres Übernahmeangebot für Allfunds vorgelegt. Bislang hat sich die Deutsche Börse rund knapp 49% der Allfunds-Anteilsscheine gesichert, wobei man der knapp 5,30 Mrd. Euro schwere Zukauf noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden steht. Erhält die Deutsche Börse Grünes Licht für die bis dato größte Übernahme der Unternehmensgeschichte, dürfte sich dies auch positiv beim Konzernergebnis niederschlagen. Hier rechnet das Konzernmanagement neben Kostensynergien in Höhe von rund 60 Mio. Euro/Jahr mit einem positiven Ergebnisbeitrag im hohen einstelligen Prozentbereich beim Gewinn je Aktie. Entsprechend dürften die Konsenserwartungen, die nach einem EPS von 10,91 Euro je Aktie in 2025 für 2026 einen Gewinn von 11,83 Euro vorsehen, weiter steigen. Auch fundamental ist die Deutsche Börse mit einem KGV von knapp 16,8 auf Basis der Schätzungen für 2027 (12,70 Euro/Aktie) nicht zu teuer.
Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Deutsche Börse AG
Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Deutsche Börse AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU3NNP, das am 23.12.2026 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Deutsche Börse AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 210,00 Euro begrenzt.
Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Deutsche Börse AG an der maßgeblichen Börse am 16.12.2026 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 210,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 23.12.2026 haben und davon ausgehen, dass der Deutsche Börse AG am 16.12.2026 auf oder über 210,00 Euro liegen wird.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 27.01.2027, DZ BANK AG / Online-Redaktion
Discount 210 2026/12: Basiswert Deutsche BoerseDU3NNP Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 12:06:12, Brief 27.01. 12:06:12 |
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| 189,60 EUR | 189,61 EUR | -0,18% | Basiswertkurs: 212,30 EUR | |
| Geld in EUR | Brief in EUR | Diff. Vortag in % | Quelle: Xetra , 01.01. | |
| Max Rendite | 10,75% | Discount in % | 10,65% | |
| Abstand zum Cap in % | -1,04% | Max Rendite in % p.a. | 11,96% p.a. | |
| Cap | 210,00 EUR | Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße | 1,00 | |
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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.
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Florian Möller, DZ BANK AG, Frankfurt © DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, 2023 Nachdruck, Vervielfältigung und sonstige Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main



