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09:29 Uhr, 25.03.2026

Deutsche Binnenschifffahrt sinkt 2025 auf historischen Tiefstand

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Die Binnenschifffahrt in Deutschland hat im Jahr 2025 einen historischen Tiefstand verzeichnet. Mit insgesamt 171,6 Millionen transportierten Tonnen fiel das Güteraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent und verzeichnete damit den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete.

Verantwortlich für diesen Rückgang ist vor allem der gesunkene Güterversand ins Ausland, der um 4,8 Prozent abnahm, sowie der stark rückläufige Transitverkehr, der ein Minus von 5,4 Prozent verzeichnete. Demgegenüber blieben der innerdeutsche Verkehr und der Empfang von Gütern aus dem Ausland mit minimalen Zuwächsen von 0,2 beziehungsweise 0,6 Prozent weitgehend stabil.

Das Transportgeschehen auf den Wasserstraßen wurde auch 2025 maßgeblich von Massengütern geprägt. Trockene und flüssige Massengüter machten zusammen über 80 Prozent des gesamten Transportvolumens aus, während der Containerverkehr einen Anteil von 9,7 Prozent erreichte.

Zu den bedeutendsten Einzelgütern zählten flüssige Mineralölerzeugnisse, Steine und Erden, Eisenerze und Kohle, auf die knapp die Hälfte der gesamten Tonnage entfiel. Bei den Eisenerzen gab es dabei mit einem Minus von 12,7 Prozent einen besonders starken Rückgang, wohingegen der Transport von Kohle entgegen dem allgemeinen Trend um 5,9 Prozent anstieg.

Mehr als die Hälfte (55,1 Prozent) des gesamten Transportaufkommens entfiel 2025 auf Binnenschiffe unter niederländischer Flagge. Schiffe unter deutscher Flagge kamen auf einen Anteil von knapp einem Drittel (31,7 Prozent).

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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