Kommentar
13:37 Uhr, 08.01.2026
"Der Wertverlust des Geldes": Ray Dalio über die größte Investmentchance des Jahres
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- „Ich sehe die Dinge anders als die meisten anderen“, schreibt Ray Dalio zum Jahreswechsel in einem Blogbeitrag auf X. Während viele Investoren 2025 als das Jahr der KI-Aktien feiern, verweist der Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates auf ein tieferliegendes Phänomen: “Die größten Renditen (und damit die größte Geschichte) kamen vom Wertverlust des Geldes – insbesondere des US-Dollars – sowie von der Underperformance der US-Aktien gegenüber Gold und ausländischen Märkten.”
- Dalios Fazit fällt eindeutig aus: “Die beste Investition des Jahres war Long-Gold (65 Prozent Rendite in US-Dollar), das den S&P 500 um 47 Prozent übertraf. “Oder anders formuliert: “Der S&P fiel um 28 Prozent, in Gold gerechnet.”
- Doch Dalio geht weiter: “Wenn die eigene Währung fällt, sieht es so aus, als würden Dinge, die in ihr gemessen werden, steigen.” Die relative Stärke von Gold, Euro und Franken gegenüber dem US-Dollar macht deutlich: “Alle Fiat-Währungen fielen – und die Schwächsten verloren am meisten.”
- Auch Anleihen schnitten schlecht ab: “10-jährige US-Staatsanleihen erzielten zwar neun Prozent in US-Dollar, verloren aber 34 Prozent in Gold.” Für Dalio ein klares Signal: “Schuldtitel sehen unattraktiv aus – besonders am langen Ende der Kurve.”
- Nicht nur Gold schlug US-Aktien. “Europäische Aktien übertrafen US-Titel um 23 Prozent, chinesische um 21 Prozent, britische um 19 Prozent und japanische um zehn Prozent.” Dalio erkennt darin einen globalen Rebalancing-Prozess – weg vom US-Dollar, hin zu diversifizierten Allokationen.
- Zur künftigen Entwicklung bleibt er nüchtern: “Die Bewertungen sind hoch, die Risikoprämien niedrig – das spricht für geringe künftige Erträge.” Politische Polarisierung und geopolitische Spannungen könnten diesen Trend noch verstärken.
- Sein Ratschlag: “Du solltest immer in die risikoärmste Währung investiert sein – und davon ausgehend taktisch agieren.” Wer langfristig bestehen will, brauche mehr als blinden Optimismus: “Verstehen, was passiert, und systematisch handeln – das ist entscheidend.”
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