De Guindos: Zölle erhöhen Inflationsunsicherheit
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DJ EZB/De Guindos: Zölle erhöhen Inflationsunsicherheit
Von Paul Hannon
DOW JONES--Die Inflationsrate in der Eurozone bewegt sich auf das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) zu, aber höhere US-Zölle seien eine neue Quelle der Unsicherheit, sagte Vizepräsident Luis de Guindos. In einer Rede in Amsterdam sagte de Guindos, dass die jüngsten Daten darauf hindeuten, dass sich die jährliche Inflationsrate "auf einer nachhaltigen Basis" bei 2 Prozent einpendeln wird.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Inflationsrate der Eurozone im März auf 2,2 (Vormonat: 2,3) Prozent gesunken ist. Präsident Donald Trumps Ankündigung einer neuen Runde von Zollerhöhungen, einschließlich eines 20-prozentigen Zolls auf Importe aus der Europäischen Union, mache es jedoch schwieriger, das zukünftige Tempo der Preissteigerungen vorherzusagen, sagte de Guindos.
"Die Unsicherheit in Bezug auf die Inflationsaussichten bleibt hoch, vor allem wegen der zunehmenden Reibungen im Welthandel", erklärte de Guindos. Eine Abschwächung des Euro als Reaktion auf die höheren Zölle könnte die Importpreise in die Höhe treiben, obwohl andere Folgen der Zollerhöhung den gegenteiligen Effekt haben würden.
"Eine geringere Nachfrage nach Exporten aus dem Euroraum und ein geringeres Wachstum infolge der Auswirkungen höherer Zölle oder geopolitischer Spannungen könnten eine Bedrohung für die Wirtschaft darstellen, die Nachfrage drücken und die Inflation nach unten drücken", sagte de Guindos.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/apo/mgo
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