DAX tiefrot erwartet – Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreis nach oben
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Der DAX wird zum Start in die neue Handelswoche unter 24 700 Punkten gesehen, ein Minus von über zwei Prozent gegenüber dem Freitagsschluss.
Alles in allem sind die Reaktionen an den Finanzmärkten auf die Eskalation im Nahen Osten relativ moderat. In Asien reagierten insbesondere die Finanzmärkte der rohstoffabhängigen Volkswirtschaften wie Japan und China auf die gestiegenen Rohölpreise. Die Kursverluste hielten sich insgesamt jedoch in Grenzen. Investoren hatten bereits im Vorfeld mit einer militärischen Eskalation des Konflikts gerechnet. Besonders im Fokus standen die Fluggesellschaften, deren Aktien besonders stark litten. Auf der Gewinnerseite fanden sich vorwiegend die Aktien der Ölunternehmen und Rüstungswerte wieder.
Die Vorgaben aus Asien können als Blaupause für den europäischen Handel herangezogen werden. So dürfte der DAX heute deutlich im Minus eröffnen. Die deutsche Wirtschaft gilt in der aktuellen Situation als klarer Verlierer. Die Schließung der Straße von Hormus und die damit verbundenen Beeinträchtigungen auf dem internationalen Energiemarkt treffen die deutsche Wirtschaft besonders hart. Durch den Krieg in der Ukraine wurden die Lieferverbindungen nach Russland gekappt und die Unternehmen müssen nun mit den Schwankungen an den internationalen Rohölmärkten leben.
Die aktuelle Situation dürfte die Rohölpreise für längere Zeit im Bereich zwischen 75 und 80 US-Dollar halten. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten die Notierungen auch in Richtung 100 Dollar klettern. Die Nervosität an den europäischen Finanzmärkten ist hoch und dürfte dieses Niveau vorerst auch nicht verlassen. Sichere Häfen bleiben die Favoriten der Investoren, und so können die Edelmetalle wie Gold und Silber entsprechend zulegen. Auch der US-Dollar ist als Krisenwährung gefragt und verstärkt den Teuerungstrend an den Rohstoffmärkten zusätzlich.
Die Lage im Nahen Osten ist jetzt das Hauptthema an der Börse und dürfte alles andere überschatten. Heute stehen dennoch die Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA auf der Agenda. Aus technischer Sicht dürfte sich der DAX in der Handelsspanne zwischen 24 400 und 24 900 Punkten bewegen.
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